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Mühlen

Die Walkmühle

Die Belziger Walkmühle lag am Weg vom Mühlenhölzschen zum Turnplatz. In ihr wurde das von den Tuchmachern gelieferte Tuch verfilzt. Die Mühle wurde von der Belziger Tuchmachergilde genutzt.

1565 wird eine Walkmühlen im HOL erwähnt.

1628 verkauft Martin Lösau seinen Garten an Andreas Hannemann, der zwischen den Gärten von Jacob Meliß und Michel Arndt in Sandberg lag, für 32 f.

Walkmüller Georg Hujoff

Am 21.11.1637 wurde der Walkmüller Georg Hujoff begraben

°° Margarethe Mönch († 10.09.1661, II. °° 29.07.1638 Tuchmacher Moritz Rudolff)

Kind:

1. Elisabeth + 07.08.1691

1647: Im Brandenburger Viertel befand sich eine Walkmühle, über die folgendes berichtet wird: „Andreas Fritze ist verstorben und abgebrannt, die Witwe hat zwar wieder geheiratet, aber zum Wiederaufbau zurzeit nicht gelangen können, so ist die Walkmühle seit 1636 nicht gangbar gewesen.“ Andreas Fritze‘ s Witwe hat wieder geheiratet konnte aber die Walkmühle, welche seit 1636 wüst war, noch nicht wieder aufbauen.

Walkmüller Hans Thieme

Am 13.10.1660 ist das Töchterlein des Walkmüllers Hans Thieme getauft worden und Ursula genannt worden. Pate war der Hintermüller Michael Junack und Meister Andreas Bolicker.

Walkmüller Valtin Weber 2/ 287

+ 05.06.1683

Kinder:

1. Gertraudt * 30.09.1669, °° 19.04.1692 mit dem Tuchmacher Martin Schilling

2. Joachim Friedrich * 24.12.1671, °° 17.07.1707 mit der Witwe Marie Elisabeth Hohmann

3. David * 29.12.1673, + 15.02.1674

4. Maria * 16.04.1675, + 16.10.1685

5. Hans Georg * 11.09.1678 (Taufpatin: Catharina, Tochter des Hintermüllers Martin Bastian)

6. Anna Maria * 23.09.1681, + 27.03.1685

Walkmüller Hans Francken

+ 02.04.1686 der alte Müller Hans Franke

Kind

Martin + 26.12.1692

Walkmüller Martin Franken

Tuchmacher, Walkmüller

+ 26.12.1692 der Walkmüller Martin Franke

°° 15.05.1677 Marie, Tochter des Tuchmachers Blasie Schubotz

Kinder:

Maria Magdalena * 02.04.1678, + 19.02.1687

Martin * 16.11.1679, + 17.02.1680

Michael * 14.02.1681, + 03.09.1682

Martinus * 20.07.1683

Christoph Franke 2/ 301

Müller und Zimmerbursche

+ 08.02.1688

°° 08.11.1686 mit Maria, Tochter des Sandberger Einwohners Matthes Arendt (Witwe II. °° 27.01.1691 Zimmergeselle Johann Feige)

Kinder I. Ehe

Johanna Magdalena * 19.09.1687, + 18.01.1688

Kinder II. Ehe (Witwe)

Maria Elisabeth * 21.11.1691

Johann Christian * 08.08.1694

Georg Gottfried * 03.10.1701, + 14.08.1702

Walkmüller Peter Kracht

Tuchmacher, Walkmüller

°° 28.11.1695 in Loktow mit der Loktower Schulzentochter Anna Wricke († 16.07.1704)

Kinder

Maria Magdalena * 30.08.1696, °° 22.10.1722 mit dem Witwer Christoph Großmann

Elias Andreas * 30.06.1697

Petrus (Peter) * 03.10.1699, † 09.08.1700

Anna Catharina * 06.07.1702

II. °° 14.09.1705 mit Gertraud Tietz, Tochter des Schuhmachers Jacob Tietz aus Treuenbrietzen

Kinder

Anna Maria * 14.04.1710

Martin Friedrich * 08.06.1711

Dorothea Elisabeth * 12.03.1715

Hans Georg Merdten (Merden) (4/ 79)

Tochter Maria Dorothea * 29.09.1713

Johann Gottfried Bothe 7/21

Schmiedemeister und Walkmüller

* 10.03.1743

+ 12.09.1802 ?

I. °° Johanna Elisabeth Burchardt (+ 20.04.1784), Tochter des Handarbeiters Johann Christian Burchardt und der Maria Burchardt (+ 24.01.1763)

II. °° Johann Christiana Maria Dorothea Reh (* 11.12.1758)

Kinder:

1. Johann Gottfried * 12.04.1764, °° 03.05.1789 mit Maria Dorothea Görisch

2. Johann Friedrich * 30.12.1766

Die Witwe heiratete am 11.05.1806 den Posamentierer Christian Gottlob Hetzsch.

Kind des Christian Gottlob Hetzsch aus der früheren Ehe Levin Friedrich + 22.02.1772

Nothwendiger Verkauf.

Land- und Stadtgericht zu Belzig.

Die zum Nachlaß der verehelicht gewesenen Steuer-Kontroleur Wachsmuth, Friederike Amalie geb. Flachs, früher verwittwet gewesenen Doktor Lichtenberg, gehörigen Grundstücke und eine Quote der Blumeschen Pacht-Berechtigung zweiten Antheils, und zwar:

1) ein Garten an der Mauer, mit dem Gartenhause, Nr. 302 zu Belzig, abgeschätzt auf 303 Thlr. 11 Sgr. 8 Pf.,

2) ein Garten an der Walkmühle zu Belzig, abgeschätzt auf 57 Thlr. 20 Sgr.,

3) ein Garten vor dem Brandenburger Thore zu Belzig, abgeschätzt auf 83 Thlr. 10 Sgr.,

4) ein Garten ebendaselbst, abgeschätzt auf 106 Thlr. 10 Sgr.,

5) zwei sächsische Morgen Wiesen, Nr. 348 im 7ten Strich, zwischen dem Baitzer Bach und der Plane, von 4 Magdeburger Morg. 42 QuadratRuth.,und

6) ein sächsischer Morgen Wiese im 3ten Strich, zwischen dem Baitzer Bach und der Plane, von 2 Magdeburger Morg. 32 QuadratRuth., ad 5 und 6 abgeschätzt auf 113 Thle. 16 Sgr. 8 Pf.,

7) eine Worth an dem Dahmsdorfer Fußsteige, neben dem Geldgrunde und der Wiesenburgschen Worth, abgeschätzt auf 161 Thlr. 20 Sgr., und

8) die fünfsechsundneunzigstel betragende Quote der Blumeschen Pachtberechtigung zweiten Antheils, bestehend aus:

a) 247 ½ Scheffeln Pachtmaaß Roggen,

b) 28 Scheffeln Pachtmaaß Gerste,

c) 118 Scheffeln Pachtmaaß Hafer,

d) 13 Hühnern, und

e) 4 Thlr. 27 Sgr. 6 Pf. baar,

fällig jährlich Mittwoch nach Martini, abgeschätzt auf 282 Thlr. 26 Sgr. 8 Pf., zufolge der, nebst Hypothekenscheinen und Bedingungen in unserer Registratur einzusehenden Taxe, sollen den 25. Oktober d. J. in der Gerichtsstelle hierselbst subhastirt werden.

Belzig, den 5. Juli 1838.

Abb. Die Gebäude der ehemaligen Walkmühle im Jahr 2002

Walkmüller Franz Ferdinand Jäger 9/ 12

* 08.11.1772 in Straach (getauft am 10.12.1772), Sohn des Pfarrers Johann Andreas Jäger und der Johanna Friederike Pohl in Straach

+ 03.09.1832

°° 05.02.1802 Marie Elisabeth Mieritz (* 19.08.1773 Dippmannsdorf, + 05.12.1823 – 50 Jahre alt), Tochter des Halbbauern Christoph Mieritz und der Anna Maria Dobritz in Dippmannsdorf

Kinder:

1. Franz Ferdinand * 20.11.1802, + 18.01.1975 Belzig, °° 15.07.1838 mit der Witwe Johanna Rosina Grölle geb. Lobbes, Tochter des Stellmachers Johann Adam Lobbes

2. Christian Gotthilf * 08.10.1804, + 29.03.1805

3. Johanna Wilhelmina * 01.02.1806, + 24.09.1887 Treuenbrietzen, °° 28.12.1827 mit dem Mühlmeister Johann Lebrecht Wilhelm König (32 Jahre), Sohn des Mahl- uns Wassermüllers Johann Heinrich König in Binz

4. Johann Heinrich * 03.05.1808, + 24.09.1888 Treuenbrietzen , °° 08.04.1834 in Dippmannsdorf mit Carolina Staage (08.03.1808), Tochter des Schneidermeisters Johann Christoph Staage und der Dorothea Elisabeth Cramer in Dippmannsdorf

5. Johann Friedrich *16.06.1810, + 25.09.1814 Ertrank bei der Walkmühle.

6. Johanna Louisa * 18.01.1813, °° 09.07.1843 mit dem Riemer Johann Gottfried Bohne

7. Johann Friedrich * 04.01.1815, + 27.04.1815

8. Karolina Henrietta * 06.05.1816, + 28.05.1816

Kirchenbucheinträge

* 03.05.1808 (T. 04.05.) Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jäger und der Maria Elisabeth Mieritz, Johann Heinrich. TP. Der Windmüller Christian Friedrich Bohne aus Kuhlowitz.

* 16.06.1810 Johann Friedrich, Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jäger und der Maria Elisabeth Mieritz. TP. Maria Christiana EF. des Hintermüllers Johann Friedrich Jäger.

Am 22.09.1810 stand Franz Jäger als Schwager Pate bei der Taufe der Tochter Marie Elisabeth, des Gottlieb Mieritz und der Dorothea Hennig in Dippmannsdorf.

* 04.01.1815 Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jäger, Johann Friedrich (get. 08.01) TP Johann Friedrich Jäger, Hintermüller

°° 15.06.1838 Der Schuhmacher Franz Ferdinand Jäger (35 J 6 M.), Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jäger, mit Johanne Rosine verw. Grölle geb. Lobbes (36 J. 5 M.), Witwe des Bürgers und Stellmachers Johann Christian Gottfried Grölle.

Walkmüller Johann Heinrich Jäger 11/ 18

* 03.05.1808, Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jaeger und der Marie Elisabeth Mieritz

+ 24.09.1888 Treuenbrietzen

°° 08.04.1834 in Dippmannsdorf mit Carolina Stage (* 08.03.1808 in Dippmannsdorf, Tochter des Schneidermeisters Christoph Staage auf der Hütte und der Dorothea Elisabeth Cramer)

Kinder:

1. Karl Heinrich * 22.01.1835, + 08.07.1836

2. Karl Heinrich * 30.10.1836, °° 26.05.1863 mit Henriette Friedericke Auguste Lobbes (* 03.06.1826, Tochter des Bürgers, Rad- und Stellmachers Carl Christian Lobbes und der Christiane Sophie Tribut)

3. Karoline Wilhelmina * 07.09.1839, + 25.08.1842

4. Friedrich August * 13.05.1843

5. Karolina Augusta * 30.01.1846, °° 11.04.1869 mit dem Diener Friedrich Lüdicke

6. August Albert * 13.08.1849, °° (3. n. Epiph.) 29.01.1873 in Niemegk mit Amalie Eleonora Quellmann (* 01.09.1849), Tochter des August Ferdinand Quellmann

Kirchenbucheinträge

°° 08.04.1834 Johann Heinrich Jäger (25 J 10 M) Walkmüller in Belzig, Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jäger zweiter Sohn, mit Caroline Staage (26 J) aus Dippmannsdorf, Tochter des Dippmannsdorfer Schneidermeisters Johann Christoph Staage. Die Heirat erfolgte in Dippmannsdorf.

* 22.01.1835 Tochter des Walkmüllers Johann Heinrich Jäger und der Karolina geb. Stage, Carl Heinrich. (get. 31.01.) TP. Johann Wilhelm König Mühlmeister in Belzig. Anna Sophia, EF des Hintermüllers Friedrich Jäger.

* 07.09.1839 Tochter des Walkmüllers Johann Heinrich Jäger und der Karoline geb. Stage, Caroline Wilhelmine. (get. 01.12.) TP. Auguste, Tochter des Hintermüllers Johann Friedrich Jäger.

Proclama. Notwendiger Verkauf.

Nachstehende dem Lohgerbermeister Friedrich Gottfried Matthesius hierselbst gehörige, Vol. XIII. No. 610. Fol. 181. der Landungen verzeichnete Grundstücke

1) ein Bretterschuppen bei der Walkmühle hierselbst, abgeschätzt auf 63 Thlr. 7 Sgr.

2) ein Garten am Schneidemühlenwege und dem Kuhfurth hierselbst, abgeschätzt auf 90 Thlr. 5 Sgr. 7 Pf. sollen am 15. Mai d. J. Vormitt. 11 Uhr an ordentlicher Gerichtsstelle an den Meistbietenden verkauft werden. Taxe und Hypothekenschein sind in unserem Büreau II. einzusehen.

Belzig, den 3. Januar 1855. Königliche Kreisgerichts- Kommission I.

23. September 1865 (ZBKBL)

Bekanntmachung. Die der Kämmerei zustehende Fischerei-Nutzung in dem Belziger Bache von der Walkmühle bis zur Schwanebecker Feldmarksgrenze soll auf drei hintereinander folgende Jahre, nämlich 1866, 1867 und 1868, öffentlich meistbietend verpachtet werden. Wir haben hierzu einen Termin auf Dienstag den 26. September Vorm. 11 Uhr zu Rathhause anberaumt, wozu Pachtlustige mit dem Bemerken eingeladen werden, dass die Bedingungen auf unserem Bureau eingesehen werden können.

Belzig, den 15. September 1865. Der Magistrat. Rittorff.


Grundbucheinträge

Blatt 287

Die Walkmühle am Mühlenbache mit Wohnhaus 287 außerhalb der Stadt und der Lohmühle Nr. 286, Stallgebäude Wiese an der Kuhfurt, 2 Kabelpläne, div. Ackerstücken

1823 Das Tuchmachergewerk ist seit mehr als 100 Jahren im Besitz des Grundstücks. Die Gebäude sind für 1000 Thaler bei der Feuersozietät versichert. (1831 sind an die zu Martini jährlich 25 Silbergroschen Erbzins für die Lohmühle an die Belziger Kämmerei zu zahlen.)

1853 kauft es Karl Bauer vom Tuchmachergewerk nach Einwilligung der königlichen Regierung in Potsdam.

1853 hat der Müllergeselle Wilhelm Jäger von dem Tuchmachermeister Karl Bauer für 849 Thaler abgekauft.

Für 341 Thaler kauft er vom Schuhmachergewerk (?) die Lohmühle am Mühlenbach Nr. 286. und erklärt sie als Zubehör zur Walkühle.

1856 ist alles abgetragen, auch die Steuerungsanlagen der Walkmühle, Grund und Boden kauft Wilhelm Jäger.

1864 Stellmacher Gottfried Heinrich August Großkopf. (Ehefrau Charlotte geb. Nölde) kauft von Ackermann Johann Gottlieb Korn

1905 Handelsmann Bruno Großkopf, auch 1935

Blatt 286

Eine Lohmühle am Mühlenbach, Wohnhaus (von 318) am Turnplatz mit Nebengebäuden, Hofraum, Hausgarten am Mühlenbach. (Besitztitel bei Blatt 323 berichtigt).

Der Walkmüller Heinrich Jäger besitzt eine Scheune unweit des Mühlenbachs bei der Walkmühle zu Belzig Nr. 58, welche er durch Vertrag vom Februar 1853 für 125 Thaler und einen Bretterschuppen bei der Walkmühle Nr. 57 der Scheune von 5 Ruthen 642 Fuß kauft er für 100 Thaler mit Vertrag mit der Commune kauft er noch eine Parzelle für 15 Thaler. An der Stelle des Brettschuppens errichtet er ein Wohnhaus und lässt alle die Teile als 1857 als ein Ganzes erklären.

1871 Müller Friedrich August Jäger vom Vater für 775 Thaler

1874 Weißgerbermeister Theodor Lindner für 2050 (1050?)

1878 notwendige Subhastation wird eingeleitet

1879 Schlächtermeister August Kindermann zu Potsdam für 3600

1882 Gerbermeister Wilhelm Tharun

1898 Zwangsversteigerung beantragt

1890 auf Grund des Zuschlagsurteils Gerbermeister Bruno Gabor

1897 auf Grund des Zuschlags Weißgerbermeister Carl Krampe, auch 1923

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