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Mühlen

Die Hintermühle

1496 der Brudermüller

1550 Anthonius Moller der Untermüller

1565 die Niedermühle mit 1 Gang.

1591 Jorges Zirgel der Untermüller. Untermüller hat Mühle mit 1 Gang.

um 1607 in Ur-Oeder wird die Mühle als Mahl- und Oelmühle bezeichnet.

1626 Anna Thomaßen verkauft die Mühle an die von Ziegesar in Belzig

1626 in der Zeichnung von Dillich als „Hinter Aumühle“ bezeichnet.

1640 die Hintermühle ist zum Amt gezogen worden.

1645 Die Hintermühle aber um die Metze ausgetan (Eilers I. S. 228)

1682 Hintermühle mit 1 Gang

1764 der Hintermüller hat 1 Worth

Abb. Hintermühle um 1820

(Quelle: Skizzenbuch Diakon Albert Baur – im Besitz von Dr. Wilhelm Quitzow)

Müller Michael Steindorf

04.10.1637 ist der Hintermüller Michael Steindorff begraben worden.

Sein Sohn wurde am 18.09.1637 begraben.

Müller Franz Haseloff

+ 08.06.1638

I. °° mit Margrete Platen (12.05.1638 ist begraben worden die Frau des Müllers Franz Haseloff auf der Hintermühle, Margarete Platen)

Am 25.02.1638 war der Müller Thomas Steindorf neben der Tochter des Hans Schumann von der Werdermühle Taufpate bei der Taufe des Sohnes Christian des Belziger Hintermüllers Franz Haseloff.

°° 29.07.1638 der Custos, Bürgers und Tuchmacher Moritz Haseloff mit Margarethe Mönch, Witwe des Hintermüllers Georg Hupgraf (Huyoff)

Müller Valtin Mertens

24.02.1646 ist der Hintermüller Valtin Mertens Pate bei der Taufe der Tochter des Theodor Schultze, Maria

°° 01.06.1646 Valtin Mertens, Müller in der Hintermühle, heiratet die Tochter des Borner Schulzen Gores Gensicke, Marie Gensicke

Kinder:

1. Magdalena * 31.01.1648 , + 03.02.1648

2. Valentin * 17.02.1650

Die Ehefrau des Müller Valentin Mertens, Maria Gensicke, ist am 15.03.1651 Patin bei der Taufe der Tochter Maria des Martin Schüler.

Brandregister 1647

Mühle Michell Steindorff verstorben, und die Mühle zum Amt gezogen,die Pächte 1 Taler 19 Groschen Rodegeld und 96 Scheffel Roggen Mühlenpacht, können noch jährlich richtig gemacht werden.

Müller Michael Junack (1/ 173)

+ 04.10.1676 Belzig

I. °° 11.1645 in Jüterbog mit Gertraudt George (* 1624, + 07.02.1654)

Kinder:

1. Maria ~ 16.09.1646 in Jüterbog, I. °° mit dem Kirchenvorsteher Johann Mechel (~ 09.10.1622, begr. 14.02.1672) [3 Kinder] in Jüterbog; II. °° 11.02.1673 mit dem Tuchmacher Jacob Otto (+ vor 12.1673) [1 Kind];  III. °° 19.10.1675 mit dem Tuchmacher August Nicolaus Clarius in Jüterbog (begr. 18.05.1690 [6 Kinder]

2. Gabriele ~ 20.03.1646 in Jüterbog

3. Gertraudis + 19.03.1655 in Belzig

4. Andreas * 16.04.1652 in Belzig, + 08.04.1653 in Belzig

5. totgeborene Tochter 07.02.1654 in Belzig

07.02.1654 ist die Frau des Hintermüllers Michael Junack, Gertraudis und das neu geborene Kind gestorben.

Seine Ehefrau war 30 Jahre alt.

Bevor er Müller in der Belzig wurde, war er Bürgermüller in Jüterbog. Er wird mit dem Jüterboger Bürgermeister und Erb-Müller der Bürgermühle Gabriele George verwandt gewesen sein. Es ist anzunehmen dass seine Ehefrau eine Schwester des Gabriel George gewesen ist. Er wird Jüterbog zwischen 1646 – 1651 verlassen haben und wurde dann Müller in der Hintermühle.

II. °° 31.07.1654 Ursula Thiele (+ 06.08.1676), Tochter des Andreas Thiele aus Schwanebeck

Kinder:

1. Gertraud * 11.10.1655, + 16.04.1714 Belzig, °° 29.01.1677 mit dem Schloßmüller Andreas Altenstädt

2. Martin * 09.11.1657

3. Anna * 04.12.1659

4. Marie Elisabeth * 04.12.1661, + 17.12.1662

5. Margarete * 06.07.1663, 22.11.1694, °° 07.07.1684 mit dem Tuchmacher Gerhard Poltz

6. Michael * 19.11.1666

7. Catharina * 16.01.1669

8. Maria Magdalena * 22.01.1673, + 20.04.1674

Seine zweite Frau Ursula war am 05.12.1654 Patin bei der Taufe der Tochter Magdalena des Töpfers Peter Schrader.

1674 wird Andreas Junack als Schloßmüller im Kirchenbuch erwähnt, er hatte davor die Hintermühle in Besitz

Nachfolger auf der Schlossmühle wurde sein Schwiegersohn Andreas Altenstädter. Er heiratete die Tochter des Michael Junacks, Gertraud am 29.01.1677.

Müller Martin Bastian

* 1632 in Locktow, Sohn des Martin Bastian und der Anne Wögener

+ 18.12.1687, beigesetzt am 25.12.1687

°° 1662 mit Dorothea Schulze (+ 02.10.1712 Witwe des Hintermüllers Martin Bastian, Dorothea)

Kinder:

1. Tochter

2. Tochter

3. Dorothea Bastian * 1654, + 15.02.1698, °° 03.04.1687 Hintermüller Nicolaus Pauly

4. Catharina °° 14.09.1685 Rad- und Stellmacher Martin Lobbes

Sein Historischer Grabstein befindet sich auf dem Gertraudtenfriedhof.

Er hat folgenden Wortlaut (teilweise ergänzt):

Allhier ruhet mit Gott

der Ehrbare und nahmhaffte

Meister Martin Bastian

gewesener Mühlmeister in der Hin-

ter Mühle allhier vor Beltzigk, sein

Vater war der Ehrbare und Nahm-

haffte M. Martin Bastian, Mühl-

meister bei Locto, die Mutter war die

Tugendsahme Fr. Anne Wögeners

Von diesen Eltern ist er Ao. 1632 auf

dieser Welt gebohren, v. Ao 1662 mit

der Ehrbar und Tugendsahmen

Dorothea Schultzin in Ehestand

getreten und darin 4 Töchter ge-

zeugt, davon 2 noch am Leben, 2 aber

ins Herzen geschlossen, starb Selig Ao.

1687 den 15. Dezem, 55sdten Jahr.

Abb. Grabstele des Martin Bastian auf dem Getraudtenfriedhof

Müller Nicolaus Pauly

* 1654

+ 27.05.1715

°° 03.04.1687 Dorothea Bastian (* 1654, + 15.02.1698

Kinder:

1. Anna Catharina * 21.08.1685 (KB Schwanebeck)

2. Maria Elisabeth * 03.03.1686 (KB Schwanebeck), °° 02.12.1704 Bücknitz mit dem Mühlmeister Hans Klunter von der Mühle in Ziesar in der Kirche zu Lübnitz getraut.

3. Anna Dorothea * 03.03.1686 (KB Schwanebeck)

? 12.06.1687 Tochter ? begraben (KB Schwanebeck)

4. Johann Nicolaus* 28. Januar 1689, °° 12.04.1717 mit Anna Rosina Serno

5. Dorothea Elisabeth *19. September 1690 (°° 20.11.1720 der Custos und Schneider Johann Wörlitz aus Niemegk mit der Tochter des Hintermüllers Nicolaus Paul, Dorothea Elisabeth)

6. Maria Magdalena Paul * 18. Dezember 1692, + 12. November 1694

7. Gottfried * 11. März 1694, + 18. November 1694

8. Martin Christoph * 21. August 1695, + 28. September 1698

9. Maria Dorothea * 1. April 1697

II. °° 03.10.1698 Anna Catharina geb. Golze, Witwe des Schlossers Ulrich Hilde

Kinder:

1. Christian Gottfried * 14.06.1699 (+ 29.09.1699)

2. Maria Catharina * 19.02.1701

3. Hans Friedrich * 09.11.1702, + 09.11.1702

4. Gottfried * 11.05.1705, + 23.07.1762

5. Rosina + 12.02.1711

Christian Gottfried (°° 13.01.1735 mit Catharian Elisabeth Lanke) Er war 1735 Pächter der Wühlmühle in Neschholz.

* 02.09.1701 der uneheliche Sohn der Maria Kühne und des Mühlknappe von der Hintermühle Liedewitz Wollwitz.

+ 15.09.1701 der uneheliche Sohn der Maria Kühne und des Mühlknappe von der Hintermühle Liedewitz Wollwitz.

In Leonhardis Erdbeschreibung steht über Erwebungen/ Pächte folgendes:

Das große Stück Teich an der zu Sandberg gehörigen Mittelmühle am 17ten Septbr. 1702 an Johann Christoph Grohmann für 220 Fl. oder 192 Thlr. 12 Sgr. und 12 Fl. 12 Gr. 8 Pf. oder11 Thlr. 8 Pf. nebst 6 Schfl. Belziger Maas Waitzen jährlichen Erbzins.

Am 03.08.1684 ist der Mühlbursche Christoph Franke aus der Hintermühle in Belzig Pate bei der Taufe des Sohns des Peter Kläre in Görzke. Franke war später Ölmüller in Belzig

Kopial des Kurkreises 1697 (Bild 389)

Hintermüller Johann Nicolaus Pauly

* 28.01.1686

+ 21.03.1738

I.°° 12.04.1717 der Hintermüller Johann Nicolaus Pauly mit Anna Rosina Serno (* 11.06.1696 + 03.08.1719)

II. °° 05.02.1720 der Erb- und Mühlmeister auf der Hintermühle Johann Nicolaus Pauly mit Anna Maria Dallchau  (+ 01.12.1720), Tochter des Erb- und Braukrügers Baltzer Friedrich Dallchau in Peschüle

III. °° 10.05.1721 der Hintermüller Johann Nicolaus Pauly mit Anna Magdalena Hammer, Tochter des Müllers Christian Hammer zu Bohne bei Zerbst

Nach der Zerstörung im 30. jährigen Krieg wurde sie am Himmelfahrtstag (15. Mai) 1679 durch einen Blitzschlag zum zweiten Male eingeäschert.

Kinder I. Ehe

Johann Nikolaus * 21.09.1717                                 

Dorothea Elisabeth * 01.08.1719, °° 16.07.1743 Müller Johann David Tietz aus Medewitz  

Kind II. Ehe     

Nikolaus Friedrich * 13.11.1720,  + 25.07.1723    

Kinder III. Ehe

Johann Christian * 21.01.1722, + 16.10.1766 Mühlstedt, °° Juni 1747 in Medewitz Maria Elisabeth Krause     

Maria Dorothea * 10.03.1723                       

Anna Maria * 02.11.1724              

Anna Sophia * 07.10.1726                            

Gottlieb Nikolaus * 11.05.1729                                 

Gottfried * 19.08.1731,  + 23.07.1762 ?       

Kind * 04.08.1737     

Johann Christoph Berger 5/367

+ 22.10.1744

I. °° Anna Dorothea

Kinder 1 Ehe:

1. Johanna Rosina, sie gebar am 30.11.1755 ausserehelich einen Sohn Namens Johann Christoph

2. Anna Rosina, °° 13.06.1756 mit dem Holzaufseher Johann Peter Hechel

3. Christiana Dorothea °° 28.04.1746 mit dem Schneider Johann Christoph Brauer

4. Maria Magdalena °° 18.10.1758 mit dem Leineweber Peter Siegert

Die Witwe Anna Dorothea heiratete

II. °° 28.10.1745 den Hintermüller Johann Andreas Schnippert (+ 20.01.1755), Sohn des Ackermanns Johann Schnippert aus Diesen (Anhalt/ Zerbst)

Kinder:

5. Johann Christoph + 29.12.1755

6. Maria Dorothea °° 25.10.1764 mit dem Schäfer Johann Martin Senst

Hintermüller Johann Heinrich Köhler 6/275

+ 23.07.1754 Sohn Johann Friedrich

Johann Gottlob Neubauer 6/335

+ 19.03.1759

°° mit Karolina Augusta Christiane (+ 06.05.1763)

Kinder:

Georg Karl * 07.08.1757 + 20.04.1760

Paulina Charlotta * 20.02.1759 + 05.01.1760

Johann Christoph Gäbel (Göbel) 7/122

Mühlenmeister auf der Hintermühle

1763 der Hintermüller Christoph Göbel (Spezifikation der Quartembersteuer 1763)

°° Anna Sophia Härtel

Kinder:

1. Johann Christoph * 09.04.1766

2. Juliana Christiana * 06.03.1768 + 19.02.1769

3. Johann Gottlob Friedrich * 12.12.1769 °° 12.01.1800 mit Johanna Sophia Christian Reck

4. Johanna Christiana * 02.04.1772 + 16.07.1772

5. Johann Karl August * 11.04.1773 °° 26.01.1880 mit Johanna Christiana Müller

6. Johanna Friederika * 24.08.1775 + 04.12.1775

7. Johann Christoph Ludwig * 12.04.1777 + 05.05.1777

8. Dorothea Sophia * 15.05.1778 + 22.01.1783

Töchterlein Johanna Friederika + 22.01.1783

Johanna Sophia °° 03.01.1786 mit dem Steinmetz Johann Paul Mader in Potsdam

Johann Gottfried Zimmermann 7/67

ehemaliger Mühlenbesitzer und Handarbeiter

°° mit Johanna Sophia Gericke (+ 04.12.1797)

Kinder:

1. Johann Gottfried, °° 02.01.1781 mit Maria Elisabeth Wallbritz

2. Johanna Sophia + 31.12.1764

3. Maria Dorothea * 12.10.1766, °° 14.11.1792 mit dem Schneider Johann Friedrich Winckler

4. Christiana Friederika * 04.07.1769, + 19.10.1770

5. Johanna Juliana * 01.02.1773

1770 kaufte der aus Borne stammende Windmüller Johann Gottfried Zimmermann die Mühle, der sie 1784 weiter an Johann Gottlob (Gottlieb) Fischer veräußerte.

Abb. Hintermühle um 1910

Müllerfamilie Jäger

Am 29. November 1789 kaufte Johann Gottlieb Friedrich Jäger die Mühle, welche bis in die 60 ziger Jahre des 20. Jahrhunderts im Familienbesitz verblieb.

Dessen Vater schrieb 1756: „Ich, Johannes Andreas Jäger, Thüringer aus Raschau, habe das Sonnenlicht erblickt im Jahre 1729 am 13. Februar. Zu Eltern habe ich, noch lebend, Andreas Jäger und Johanna Dorothea aus der Familie Voigtel geboren. Nachdem die Grundlagen einer heilsameren Gelehrsamkeit gelegt worden waren, habe ich auf deren Anraten das Gymnasium, das zu Schneeberg blüht, besucht und dort 10 Jahre lang die Studien humanistischer Bildung, wie man zu sagen pflegt, betrieben. Als ich dieser Werkstätte des göttlichen Geistes das letzte Lebewohl zugerufen hatte, habe ich, Wittenberg, die Mutter der höheren Studien, besucht und bin in die Zahl der akademischen Bürger im Jahre 1749 unter dem Rektor Magnificus Hannack aufgenommen worden. Hier habe ich mich der heilsameren und heiligeren Gelehrsamkeit, die man Theologie nennt, gewidmet, worin ich durch die Klugheit der Universitätsgelehrten genügsam unterrichtet mit Verlauf von 4 Jahren nach Dresden gefahren bin, um meine Fortschritte prüfen zu lassen.

Nach bestandenem Examen habe ich 3 Jahre daheim im Hause des liebsten Bruders verweilt und bin Mitglied der Vereinigung gewesen, die ihren Namen erhält von Reden (predigen), dem zu Folge bin ich vom heiligeren Senat zu Dresden bestimmt worden, das Pastorenamt zu Niederwerbig und Jeserig auszuüben, deren geistliche Seelsorge dem Superintendenten der heiligen Theologie Herrn Michael Heinrich Reinhardt anvertraut ist. Bevor ich jedoch dieses heilige Amt antrat, habe ich mich der Prüfung im 2. Wechsel unterzogen, und am 7. März dieses Jahres habe ich zu Niederwerbig meine Probepredigt gehalten, an welchem Tage ich auch meine ordentliche Berufung erhielt. Übrigens erwarte ich bereits Ordinierung und Konfirmation (Als Pfarrer). Möge zum Schluss die höchste Gottheit es wirken, dass alles zu ihrem Ruhm und zum Heil der meinem Glauben anvertrauten Zuhörer abläuft.

Geschrieben zu Wittenberg im Jahre 1756 am 9. März.“

Der erstgeborene Sohn Johann Friedrich übernahm den väterlichen Besitz 1805 für 3.000 Thaler. Am 20. April 1819 ehelichte er Johanna Sophia Müller. Die Kinder Friederike Auguste, Johanna Karolina Wilhelmina Emilia und Karl Friedrich Wilhelm wurden geboren. Ihre älteste Tochter Friedrike Auguste wurde mit dem Schlossmüller Louis Völker verheiratet. Der Sohn Karl Friedrich Wilhelm übernahm 1854 die Hintermühle von seinem Vater für 2.000 Thaler und ein Altenteil.

In Folge einer gegen mich erhobenen Anklage, angeblich wegen absichtlicher Verfälschung von Gerstenschrot durch Lupinen, sehe ich mich hierdurch zu einer berichtigenden Erklärung und öffentlichen Darlegung der wahren Sachlage veranlasst, umso mehr, da Neid, Missgunst und böser Leumund die ganze Sache zu entstellen und zu vergrößern nicht verfehlt hat. Die klebrige Beschaffenheit der Lupinen macht es, wie Jedermann hinlänglich wissen wird und wovon Jeder durch Stoßen und Zerquetschen derselben überzeugen kann, fast unmöglich, sie anders als in gedorrtem Zustand zu schroten, und schrotet man sie ungedorrt, so ist es unausbleiblich, daß sie die Steine total verschmieren. Schüttet der Müller nun nach diesem Vorgang Gerste zum Reinigen (Spitzen) auf, so ist es unausbleiblich, dass die harten Gerstenkörner einen großen Teil des Lupinienklebers losreiben und mit sich fortführen. So und nicht anders hat es sich auch in dem vorliegenden Falle verhalten, und so kann ich daher auch mit ruhigen Gewissen der Entscheidung des Gerichts entgegensehen, denn gewiss kann kein Sachverständiger die erklärte Tatsache ableugnen, und die Qualität der unter dem Gerstenschrot gefundenen Lupinienschalen muss es ja ebenfalls ausweisen, ob sich dieselben darin in so bedeutender Menge finden, dass daraus auf eine absichtliche Verfälschung und Bevorteilung von meiner oder von Seiten meiner Leute, denn ich selbst war an dem Tage, wo sich jenes übrigens unangenehme Faktum der unabsichtlichen Vermischung von Gerstenschrot durch einige wenige Lupinienschalen ereignete, nicht einmal im Geschäft, gefolgert werden.

Belzig, den 21. November 1855. Wilhelm Jäger, Müllermeister

13. April 1861 (ZBKBL)

Gute Roggenkleie hat vorräthig und verkauft den Centner mit 1 Thlr. 22 ½ Sgr., desgl. Gutes Futtermehl, a‘ Ctr. 2 Thl. 2 ½ Sgr. Auch sind noch 20 – 25 Centner gutes Pferdeheu (Gartenheu) abzulassen von W. Jäger in der Hintermühle.

24. Mai 1862 (ZBKBL)

Bekanntmachung. Meine über 5 Morgen enthaltende, hinter Fredersdorf nahe an den Kohlgärten und am Kohlgraben gelegene Wiese bin ich Willens zu verpachten, und wollen sich hierauf Reflectirende hierüber gefälligst bei mir melden.

Belzig. W. Jäger, Mühlenbesitzer

23. August 1862 (ZBKBL)

Einem geehrten Publikum von Belzig und Umgegend die ganz ergebene Anzeige, dass ich mich hierselbst als Korbmacher niedergelassen habe und alle in diesen Fach einschlagende Arbeiten anfertige. Gleichzeitig bemerke ich noch, dass ich alte Korbarbeiten schnell färbe und lackiere, und bitte, bei vorkommenden Bedarf, mich gütigst beehren zu wollen, indem ich Jeden reell und prompt bedienen werde. Meine Wohnung ist im Hause meiner Eltern, dem Walkmüller Jäger.

Karl Jäger, Korbmachermeister in Belzig.

16. Januar 1864 (ZBKBL) Danksagung. Allen Denen, welche die irdische Hülle unseres seligen dahingeschiedenen Gatten und Vaters, des Mühlenmeisters Johann Friedrich Jäger, zu ihrer letzten Ruhestätte begleiteten, sowie dem Herrn Geistlichen für die schönen trostreichen und würdigen Worte unsern aufrichtigen Dank. Belzig. Die Hinterbliebenen.

Bekanntmachung (ZBKBL 18. November 1871)

Mit meinen neuen Mühleneinrichtungen wieder in Betrieb, zeige dies hiermit meinen werten hiesigen und auswärtigen Kunden ergebenst an, und ersuche zugleich alle meine jetzigen wie auch früheren Kunden hierdurch freundlichst, geschäftlich mich wieder recht zahlreich zu beehren, da es mir nun umso mehr möglich sein wird, allen Anforderungen in jeder Weise zu genügen.

Hintermühle bei Belzig W. Jäger.

08. April 1872 (ZBKBL)

Wiesenverpachtung. Meinen Grasgarten über der Diezel’schen Mühle, eine sehr ergiebige Heuernte bestes Futter versprechend, kann auch selbigen käuflich überlassen, und wollen sich hierauf Reflektierende baldigst melden. W. Jäger Hintermühle.

28. Februar 1874 (ZBKBL)

Ich offeriere meinen Bullen, Holländer Race zum Gebrauch für Kühe. Sprunggeld 10 Sgr. pro Stück. Auch habe ich circa 8 Scheffel Sommerroggen zur Saat (Propensteiner Art) abzulassen. Hintermühle W. Jäger.

Abb. Hintermühle um 1930

02.Mai 1874 (ZBKBL)

Ein zuverlässiger Müllergeselle findet als Bescheider eine Stelle in der Hintermühle bei Belzig.

20. Juni 1874 (ZBKBL)

Meinen Grasgarten oberhalb der Dietzel’schen Mühle, mit reichlichen Grasbestand, suche zu verpachten, und wollen sich Pachtliebhaber bald gefälligst bei mir melden. W. Jäger.

04. März 1876 (ZBKBL)

5. Mark Belohnung. In der Nacht vom 25. – 26. vorigen Monats ist mir eine breite starke Pappel – Bohle, die als Steg über den Freigraben bei meiner Mühle lag, gestohlen worden. Obrige Belohnung erhält Derjenige, der mir den Täter so nachweist, daß ich denselben gerichtlich bestrafen lassen kann. W. Jäger, Mühlenbesitzer.

05. April 1876 (ZBKBL)

Rübskuchen ist noch billigst zu haben, wie auch Roggenkleie vorrätig in der Hintermühle bei Belzig.

23. März 1879 (ZBKBL)

Von jetzt an verkaufe ich wieder Mergel, sehr kalkreich, zu billigen Preisen, Abnehmer haben sich stehst vorher bei mir zu melde.

Hintermühle W. Jäger

02. Juli 1879 (ZBKBL)

Eine Viehwaage habe ich neu angekauft und zum Rind- wie Schweinewiegen bequem eingerichtet. Ich empfehle dieselbe den geehrten Viehhaltern gegen eine geringe Entschädigung zur gefälligen Benutzung, umso mehr, da solche Waage den Handel mit Fettvieh sehr erleichtert und reell und schnell beendigt. Hintermühle. W. Jäger.

31. August 1881 (ZBKBL)

Geschäftsanzeige. Hierdurch zeige ich ergebenst an, dass ich zur Bequemlichkeit meiner werten Kunden vom 1. September an eine Verkaufsstelle für Mehl, Kleie u. a. Mühlenprodukte im Haus des Herrn Rentier Matthesius, Brandenburger Straße Nr. 31 errichtet habe, es wird daselbst auch jedes Quantum Getreide gegen Mehl ausgetauscht. Um günstigen Zuspruch bittet Hochachtungsvoll W. Jäger, Mühlenbesitzer.

Konkursverfahren. (Zauch – Belziger – Kreisblatt 28.11.1885)

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Mühlenbesitzers Wilhelm Jäger in Sandberg bei Belzig ist in Folge eines dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsvergleiche, Vergleichstermin auf den 4. Dezember 1885, Vormittags 10 ½ Uhr vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst anberaumt. Gleichzeitig findet die Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen statt.

Belzig, den 21. November 1885. Gems als Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts

Kassierer der Belziger Müllerinnung wurde 1887 der Mühlenbesitzer Paul Jäger (Anzeige S. 346)

25.01.1888 (ZBKBL)

Honig Vorzüglich, reinen Schleuderhonig, anerkannt bestes Honig – Produkt, gegen Brust-, Hals- und Magenleiden sehr zu empfehlen wegen seiner medizinischen Wirkung, habe noch zum Verkauf. Auch habe reinen Futterhonig abzugeben. W. Jäger, Hintermühle.

15. Februar 1888 (ZBKBL) Meine Wohnung im neuen Haus ist zum 1. April an ruhige Leute zu vermieten. Paul Jäger, Hintermühle.

Am Sonnabend den 15.04.1893 03:30 Uhr Morgens wurden die Gebäude der Hintermühle ein Raub der Flammen, selbst das Wohnhaus wurde teilweise zerstört und musste abgerissen werden. Ein Wiederaufbau der Mühle erfolgte noch im gleichen Jahr, so dass der Mahlbetrieb im September 1893 wieder aufgenommen werden konnte.

Bekanntmachung (Zauch – Belziger – Kreisblatt 16.09.1893)

Dem geehrten Publikum und meiner werten Kunden von Belzig und Umgegend mache ich die ergebene Mitteilung, dass ich meinem Mühlenbetrieb wieder aufgenommen habe und wird es mein eifrigstes Bestreben sein, stets preismäßig beste und reelle Ware zu liefern, ich bitte daher um recht zahlreichen Zuspruch.

Hochachtungsvoll Paul Jäger Hintermühle.

06. Juni 1903 Mühlenbesitzer: – Herr A. Rettig (Obermühle), – Herr Paul Jäger (Hintermühle)

07.02.1905 (ZBKBL)

Am gestrigen Abend wurde auf hiesigem Bahnhof der Knecht des Mühlenbesitzers Herrn P. Jäger aus dem nach Berlin fahrenden Zuge herausgeholt und verhaftet. Er war im Laufe des Tages von seinem Herrn nach Lotzschke mit Mühlenfabrikaten geschickt worden, hatte dafür an 200 – 300 Mark kassiert und beschlossen, mit dem Gelde durchzubrennen. Bis Borne hatte er dann das ihm anvertraute Fuhrwerk noch gefahren, es hier aber verlassen und war nach Wiesenburg gegangen, um von dort mit dem Abendzuge über Belzig das Weite zu suchen. Beim Amtsgericht unserer Stadt traf ein Landbriefträger das führerlose Gefährt an und führte es seinem Besitzer wieder zu. Herr Jäger ahnte das Richtige, und da er vor dem Durchgange des betr. Zuges sein Fuhrwerk bereits wieder in Händen hatte, war er zur rechten Zeit noch aufmerksam geworden und vermochte eine Revision des Zuges zu veranlassen, bei der der Durchgänger, der unter sein Alltagsgewand noch den guten Anzug eines Gesellen gezogen hatte.

Abb. Innenhof des Mühlengehöfts um 1905

09. April 1908 brannte die Mittelmühle mit dem dazugehörigen Wohnhaus, durch Selbstentzündung, vollständig ab. Grundsteinlegung für das neue Mühlengebäude erfolgte am 6. Mai und am 6. September konnte die neue Mühle in Betrieb genommen werden.

Am 27. September 1906 heiratete der Meister Wilhelm Paul Hermann im Alter von 45 Jahren Hermine Louise Eugenie Johanna Schmidt aus Berlin. Die Kinder Frieda Hedwig Lucie, Walter Paul Hans, Max Paul Erich, Hilde Käthe Hanna, Wilhelm Bernhard Paul und Georg Helmut Fritz wurden geboren. Der Sohn Erich legte am 30. März 1927 seine Gesellenprüfung für das Müllerhandwerk vor dem Gesellenprüfungsausschuss der Müllerinnung in Coswig ab. Seine Eltern lebten zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr. Er trat das Erbe seiner Vorväter an und wurde Müllermeister auf der Hintermühle in der fünften Generation. Im Laufe der Jahre wurde er Obermeister des Müllerhandwerks und Vorsitzender des Lehrlingsprüfungsausschusses Kreis Belzig. Am 21. Februar 1935 heiratete er in Niemegk Margarete Wegener. Die Töchter Helga Hanna Erna, Gretel Else und Erika Lucie wurden geboren.

„Um das Jahr 1958 stellte mein Urgroßvater die Mühle von Mehl auf Tierfutter um, da Mehl nicht mehr lukrativ war (Mühlensterben).“ Im Jahr 1961 pachtet die BHG als Mischfutter Belzig die Hintermühle für die Produktion von Tierfutter. Die Familie Jaeger wohnte weiterhin im Wohntrakt der Mühle. Die Meisterstelle im Mischfutterwerk übernahm Horst Brandenburger, Ehemann der dritten Tochter Erich Jaegers.

1981 verkaufte Margarete Jäger die Mühle an die Pächter. Die Familie bezog ein neu erbautes Haus in der Kirchhofstraße.

Letzter Hintermüller der Familie Jäger war Erich Jäger (gest. 1961)

Später wurde in der Mühle das Belziger Trockenfuttermittelwerk eingerichtet.

Abb. Hintermühle im Jahr 2002

1. Johann Gottlieb (Gottlob) Friedrich Jaeger (1. Hintermüller) 8/178

* 10.08.1770 in Niederwerbig, Sohn des Pfarrers Johann Andreas Jaeger und der Johanna Friederika Pohler

+ 12.04.1832 in Belzig

Eltern: Pfarrer Johann Andreas Jäger in Straach 1771 – 1792 (* 13.02.1729 in Raschau/ Erzgebirge [Sohn des Andreas Jäger und der Johanne Dorothea Voigtel] + 25. November 1781, I. °° 12.10.1758 in Brück/ Mark mit Johanna Friederika Pohler (+ 30.12.1772 in Straach) und in II. °° Elisabeth Henriette N.N. (+ 19.10.1809 in Seehausen; 77 J. 10 M. 14 T.). Er war Pfarrer in Niederwerbig (1756 – 1772), danach Pfarrer in Straach (1772 – 1781).

°° 1791 in Dippmannsdorf mit Marie Elisabeth Matthes, Tochter des Mühlenbesitzers Adam Matthes in Dippmannsdorf (+ 18. Dezember 1822 , 54 J.)

Die Ehe wurde geschieden. Die geschiedene Ehefrau gebar am 30. August 1809, außerehelich, einen Sohn mit dem Namen Friedrich Wilhelm, der am 13. September 1809 verstarb. Als Vater ist der Müllerbursche Johann Friedrich Grüncke angegeben.

Zu (1) Kinder:

1. Johann Friedrich * 21.11.1791, + 02.01.1864 Belzig, °° 30.11.1809 mit Maria Christiana Eschholz

2. Johanna Christiana Sophia  * 05.01.1793, † 02.12.1805

3. Johanna Christina * 13.11.1794, † 18.09.1865, °° 18.04.1819 mit dem Seiler Christian Friedrich Marthe

4. Johanna Henriette Karoline * 04.01.1798, † 10.07.1831, °° 15.08.1819 Schuhmacher Johann Georg Heinrich Andree (* 15.10.1775 Belzig, + 20.09.1838 Belzig)

5. Johanna Dorothea  * 04.11.1799, † ?

6. Karoline Wilhelmine * 13.11.1800, † 13.01.1867 Görzke, I. °°  26.08.1828 mit dem Bürger und Weißbäcker Friedrich Gotthelf Dorno (* 1801 in Belzig, + 1835 Görzke) in Görzke, Sohn des Bürgers und Weißbäckers Johann Gottlob Dorno und der Marie Elisabeth Busse in Belzig, II.  °° 1836  Görzke Weißbäcker Christian Gottlob Görisch [* 10.05.1813 Belzig, + 16.07.1872 Görzke, 59 J. 2 M. 6 T.)

7. Adolf Heinrich * 07.11.1802, † ?)

8. Johanna Friederike  * 06.03.1804, † 22.04.1871 Görzke, °° 04.07.1833 Görzke Heinrich Friedrich Erdmann Schmidt

9. Friedrich Karl  * 04.06.1806, † 29.11.1872, °° 02.10.1842 Maria Elisabeth Kränzlin, Tochter des Schäfers Michael Kränzlin in Borne (* 23.07.1808 Borne, + 04.04.1874 Belzig)

Kind:

1. Johann Friedrich Wilhelm * 02.06.1844, °° 18.02.1872 Maurergeselle Jäger (02.06.1844), Sohn des Müllergesellen Friedrich Karl Jäger, mit Friederika Louisa (03.12.1846), Tochter des Handarbeiters Johann Gottlieb Brandenburger.

2. Johann Friedrich Jaeger

* 21.11.1791 in Belzig

+ 02.01.1864 in Belzig

I. °° 30.11.1809 (Heirat in Großbriesen) Maria Christian Eschholz (* 25.08.1786 Groß Briesen, † 16.10.1818, 32 J. 1 M. 3 W.), Tochter des Johann Peter Escholz

Kinder

1. Maria Christiana (* 14.06.1811 – † 14.06.1811), lebte 2 Stunden

II. °° 20.04.1819 in Kerzendorf mit Johanna Sophia Müller (* 17.08.1794 in Kerzendorf, †  02.01.1875 in Belzig), Tochter des Erb-, Lehn- und Gerichtsschulzen Peter Müller in Kerzendorf  und der Marie Dorothea Christiana Berger

Zu (2) Kinder:

1. Frederike Auguste * 02.02.1820, † 02.01.1895, °° 27.10.1842 mit dem Schloßmüller Friedrich Wilhelm Louis Völker (27 J.)

2. Johann Friedrich * 04.1822, † 11.07.1827

3. Johanna Karolina Wilhelmina Emilia * 05.04.1828 , † ?, °° 04.12.1851 Bürger und Bäcker Karl Friedrich Vocke in Brandenburg (32 11/12 J.), Sohn des Gasthofbesitzers Johann Friedrich Vocke in Sandberg

4. Karl Friedrich Wilhelm * 16.03.1830,  † 23.09.1896

5. Carl Friedrich Wilhelm Eduard * 01.10.1831 , † ?

3. Karl Friedrich Wilhelm Jaeger

* 16.03.1830 in Sandberg/ Belzig

† 23.09.1896 in Belzig

°° am 09.03.1857 in Schivau mit Frederike Emilie Emma Schwarzkopf (* 22. 01.1839 in Zerbst, †  03.05.1913 in Belzig)

Zu (3) Kinder:

1. Anna Klara Hedwig * 16.04.1858, † 13.07.1945

2. Wilhelm Paul Hermann Edmund  * 02.11.1859, † 23.12.1910

3. Emil Karl Wilhelm Paul  * 30.07.1861, † 20.07.1920

4. Karl Friedrich Wilhelm  * 28. Mai 1863, † 25 .06.1916

5. Anna Emilie Elma  * 19.08.1865, + 03.09.1865

6. Arnold Robert Richert Bernhard  * 16.10.1866 , † ?

7. Emma Klara Helene * 14.06.1869, † ?

8. Hermann Wilhelm Bernhard Bruno * 11.04.1872, † ?

4. Wilhelm Paul Hermann Jaeger (Müllermeister)

* 30.07.1861 in Sandberg/ Belzig
† am 20.07.1920 in Belzig

I. °° Emma Anna Koetz, + 04.10.1904 (29 Jahre)

II. °° am 27.09.1906 in Berlin mit Hermine Louise Eugenie Johanna Schmidt (*  19.05.1878 in Zehdenick, †  23. 09.1915 in Belzig)

Zu (4) Kinder:

1. *+ 24.09.1905  ein totgeborener Sohn

2. Frieda Hedwig Lucie * 03.12.1906, † ca. 1983

3. Walter Paul Hans, * 10.08.1908, † ?

4. Max Paul Erich, * 30.04.1910, † 23.10.1969

5. Hilde Käthe Hanna, * 12.10.1911

6. Wilhelm Bernhard Paul, * 22.03.1914, † ca. 1944

7. Georg Helmut Fritz, * 15.05.1915, † 10. 01.1916

5. Max Paul Erich Jaeger

(Müllermeister/ Obermeister des Müllerhandwerks und Vorsitzender des Lehrlingsprüfungsausschusses Kreis Belzig)

*  30.04.1910 in Belzig/ Sandberg

†  23.10.1969 in Leipzig, beerdigt in Belzig

°° 21.02.1935 in Niemegk mit Margarete Wegener (letzte Mühlenbesitzerin bis Anfang 80er Jahre, * 20.01.1913 in Berlin/Neuköln

Zu (5) Kinder:

1. Helga Hanna Erna * 24.01.1936 in Belzig/Hintermühle

2. Gretel Else * 17.02.1938 in Belzig/Hintermühle

3. Erika Lucie * 12.07.1943 in Belzig/Hintermühle

6. Helga Hanna Erna Jaeger

(letzte Getreidemüllerin)

*  24.01.1936 in Belzig/Hintermühle

°°  29.10.1955 in Siegen/ NRW mit Alfred Schaetzchen (* am 21.07.1932 in Siegen, † am 21.03.1998

7. Erika Lucie Jaeger

*  12.07.1943 in Belzig/Hintermühle

°°  02.03.1963 in Belzig mit Horst Willi Brandenburger (Meister für Getreidewirtschaft/ Müller, * 24.11.1938)

Tochter Erich Jaegers:

* Helga Hanna Erna Jaeger * 24.01.1936, in Belzig/Hintermühle

* Gretel Else Jaeger *17.02.1938, in Belzig/Hintermühle

* Erika Lucie Jaeger * 12.07.1943, in Belzig/Hintermühle

Außerehelich * 20.10.1861 Johann Friedrich

Grundbucheintrag

Nr. 37

Hintermühle aus Mahlmühlen Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Ställe Schuppen

Mühlenmeister Johann Friedrich Jaeger

1805 verkauft für 3000 Thaler an Mühlenmeister Johann Friedrich Jaeger (vermutlich Sohn)

1854 Der Müller Carl Friedrich Jäger vom Vater für 2000 Thaler und Altenteil 1855 kauft er vom

Lohgerbermeister Weber für 300 Thaler einen Plan auf Grunddoche, an den kurzen Weinbergstücken und einen Plan in den Springstücken von 4 Morgen, eine Hufe in der Mark Grunddoche

1856 Wilhelm Paul Jäger

1929 in ungeteilter Erbengemeinschaft:

Lucie Jäger geb. 1906, Hans geb. 1908, Erich 1910, Hanna 1911, Paul 1914

1935 Mühlenmeister Erich Jaeger…

Kategorien
Mühlen

Die Mittelmühle

1496 als Niedermühle bezeichnet

Lt. Historischen Ortslexikon vor 1542 Mühle schon vorhanden

1550 Erbbuch Mittelmüller Urbancki

1565 Mühle mit zwei Mahlgängen

1591 Erbbuch Hans Lüssam. Mittelmüller hat Mühle mit zwei Gängen.

1636 durch die Schweden zerstört.(weggebrannt)

1661 wieder aufgebaut, mit zwei Mahlgängen

1682 Mittelmühle mit 2 Gängen

1764 Mittelmüller Zweihüfner

Abb.  Die Mittelmühle um 1920

Müller Joachim Gröbler

°° Regina

Kirchenbucheinträge

* 12.08.1662 Taufpate bei der Taufe des Sohnes Stephan des Leinwebers Andreas Werckner, war der Mittelmüller Joachim Gröbler.

* 26.04.1663 Taufpatin bei der Taufe der Tochter Regina des Tagelöhners Hans Schneider ist die Ehefrau des Mittelmüllers Joachim Gröbler, Regina.

* 10.07.1663 Taufpate bei der Taufe des Sohnes Joachim des Peter Matthesius aus Sandberg war der Müller Joachim Gröbler.

* 16.05.1664 Taufpate bei der Taufe des Sohnes Heinrich des Tischlers Jacob Vögler war der Müller Joachim Gröbler.

* 09.06.1664 Taufpatin bei der Taufe des Sohnes Christoph des Zimmermanns Christian Liebert war Regina, Ehefrau des Müllers Joachim Gröbler.

* 13.08.1665 Tochter des Schneidemüllers Hans Lindner, Maria Magdalena. Taufpatin, Regina Ehefrau des Vordermüllers Joachim Gröbler

* 28.11.1667 Taufpate bei der Taufe der Tochter Anna Regina des Tagelöhners Peter Mutzer war der Mühlenknecht Joachim Gröbler.

26.01.1670 der Mittelmüller M. Joachim Gröbler (Gäbel) und der Müllerbursche Joachim Gröbler Paten bei einer Taufe

Müllerfamilie Stuhlmann

1670 – 1838 im Besitz der Familie Stuhlmann

1670 Mühle von Matthes Stuhlmann erworben

Michael Stuhlmann um 1695

Andreas Stuhlmann 1708/29

Johann Christoph I. 1733/ 1769

Johann Christoph II. 1766/ 1794

Johann Gottfried um 1767/ 1780

Johann Christoph III. um 1800

Matthias Stuhlmann (2/ 235)

* 24.08.1640 Loburg, Sohn des Stadtmüllers Peter Stuhlmann und der Catharina Hohenstein[1]

+ 19.01.1690

°° mit Maria Thiemann (+ 23.03.1707), eine Schulzentochter aus Straach bei Zerbst

Kinder

1. Michael * 19.11.1670, °° 01.06.1695 mit Catharina, Tochter des Wittenberger Mühlmeisters Peter Schmidt

2. Hans Christoph * 23.10.1672, + 25.05.1682. Paten der Bürgermeister Johann Altenkrüger, M. Christoph Stuhlmann

3. Gottfried Siegmund* 11.03.1675, + 18.08.1676

4. Andreas * 09.07.1678. °° 21.06.1708 Steinberg mit Elisabeth Florentine Margarete Catharina Michaelis

5. Christianus * 11.11.1680, + 06.02.1705 Belzig, °° 21.01.1703 mit Maria Dorothea Thiele

6. Maria Magdalena * 20.08.1683, °° 10.07.1708 mit dem Kauf- und Handelsmann Peter Günther Freytag in Treuenbrietzen

7. Martin Petrus (Peter) * 15.01.1686, + 1744 Treuenbrietzen, °° 07.05.1713 in Bardenitz mit Marie Sybilla Hertzog, Tochter des Pfarrers Tobias Niklaus Hertzog und der Elisabeth Sibylla Krause

Er ist zu dem Zeitpunkt seiner Heirat schon Erbmüller auf der Zindelmühle in Treuenbrietzen)

Kinder:

Johann Christfried * 19.02.1717 Treuenbrietzen, + 23.01.1722 Treuenbrietzen

Maria Dorothea Elisabeth * 06.12.1715 Treuenbrietzen + 17.01.1798 Roßlau, °° 08.07.1732 Schlalach mit dem Papiermacher Johann Christian Greger (* um 1701 Roßlau, + 15.04.1747 Roßlau)

Kinder:

Johann Heinrich ~ 07.02.1732 in Roßau, begr. 17.02.1746 in Roßlau

Johann Christian ~ 20.04.1735, † 1815, Papiermacher in Roßlau 1793/1808

Marie Charlotte ~ 07.02.1737 in Roßlau, begr. 05.08.1737 in Roßlau

Johann Friedrich ~ 12.06.1738 in Roßlau, begr. 21.02.1741 in Roßlau

Johann Gottfried ~ 11.10.1739 in Roßlau, begr. 01.01.1741 in Roßlau

Karl August ~ 27.12.1740 in Roßlau, + 28.09.1787 in Roßlau, Papiermacher

Johann Friedrich ~. 19.08.1742 in Roßlau, berg. 15.01.1743 in Roßlau

Johanna Christiana ~15.01.1747 in Roßlau, + 07.02.1794 in Roßlau; °° 05.07.1763 mit dem Papiermacher Johann Gottfried Schwitzing von der Rothen Mühle

Johann Gottlieb * 09.05.1718 Treuenbrietzen, + 21.03.1720 Treuenbrietzen

Gottfried * 28.10.1721 Treuenbrietzen, + 20.04.1760 Treuenbrietzen

Johanna Louise * 09.04.1724 Treuenbrietzen, + 30.09.1799, °° mit dem Kaufmann Martin Friedrich Dannenberg in Treuenbrietzen

Marie Magdalene * 03.04.1727 Treuenbrietzen, + 08.03.1728 Treuenbrietzen

Charlotte Sibylla * 17.10.1729 Treuenbrietzen, + 27.06.1774 Belzig, I. °° 10.10.1746 August Wieland (+ 27.11.1750 Schwanebeck), II. °° 20.01.1752 Schwanebeck Schlalacher Johann Adam Stuhlmann (* 09.02.1715 Belzig, + 27.06.1774 Schwanebeck

8. Marie Elisabeth, °° 29.10.1690 der Weißbäcker Leonhardt Gottwald mit der Tochter des Mittelmüllers Matthias Stuhlmann.

Martin Schmidt

Schneidemüller

+ 21.04.1709

I. °° 26.06.1694 Magdalena Hagendorf (+ 13.05.1695)

Kinder:

Johann Georg * 24.04.1695, + 20.01.1698

II. °° 19.05.1696 Schneidemüller Martin Schmidt mit Maria Thiemann, der Witwe des Mittelmüllers Matthias Stuhlmann

III. °° 23. April 1708 Marie Bergzug, Tochter des Ackermanns Andreas Bergzug aus Gröningen.

* 23.02.1695 Taufpaten bei der Taufe des Sohnes Hans Peter des Tagelöhners Hans Dobritz waren der Schneidemüller Martin Schmidt und Andreas Christian der nachgelassene Sohn des Mittelmüllers Matthias Stuhlmann.

Am 18.02.1704 verkauft der Mühlmeister „vor Belzig“, Martin Schmidt, seiner Schwester Anna Schmidt 2 Wiesen vor Brachwitz, zusammen 2 ½ Morgen, für 17 ½ Taler.

Andreas Stuhlmann ( 3/ 375)

* 12.07.1678

+ 12.10.1729

°° 21.06.1708 Elisabeth Florentine Margarethe Catharina Michaelis  (* 1685 Steinberg bei Belzig, + 12. März 1721 Belzig, Tochter des Schafmeisters Paul Michaelis und der Catharina Magdalena Mahrnholtz), in Steinberg copoliert

Kinder:

1. Johann Christoph * 08.07.1709, + 27.05.1769 Belzig, I. °° 08.01.1733 mit Blandina Katharina Goltze

2. Johann Gottfried * 17.03.1711

3. Johann Christian * 19.05.1713, + 21. 05.1719

4. Johann Adam * 09.02.1715, + 27.06.1774, °° 20.01.1752 Charlotte Sibylla Wieland geb. Stuhlmann in Schwanebeck getraut

5. Blandina Elisabeth * 28.05.1717, + 22.04.1728

6. Dorothea Elisabeth * 15.01.1720, °° 05.11.1739 mit dem Müller Christian Friedrich Henicke (* 12.014.1714 Locktow, + 12.08.1759 Locktow) in Locktow getraut

II. °° N.N.

Kinder

7. Andreas Lebrecht * 14.06.1725, + 26.06.1725

8. Johann Friedrich * 08.10.1727, °° 1754 in Pulspforde bei Zerbst getraut mit Anna Rosina Koch

9. Andreas * 10.03.1730 , + 23.02.1769 als Musketier

Johann Christoph Stuhlmann (4/ 209)

* 08.07.1709

+ 27.05.1769

I. °° 08.01.1733 mit der Witwe Blandina Katharina Goltze geb. Schneider (* 26.11.1699, + 04.08.1754, I. °° 22 Aug 1719 in Belzig Johann Christoph Golze)

II. °° 12.02.1764 mit Maria Dorothea Ulrich (* 04.11.1721, + 22.11.1792)

Kinder 1 Ehe:

1. Johann Christoph * 10.10.1733, + 26.05.1794 Belzig, °° 13.02.1766 mit Maria Sophia Rüge

2. Johann Gottfried * 27.08.1735, °° 22.01.1767 mit der Witwe Maria Sophia Fleischer

3. Maria Dorothea * 16.02.1737, + 16.01.1783

Sie gebar am 24.10.1768 die aussereheliche Tochter Marie Dorothea, und diese gebar am 04.04.1798 eine Tochter Namens Marie Dorothea (* 15.04.1799) sowie am 29.03.1805 eine Tochter Namens Johanna Sophia (+ 02.10.1806)

4. Christiana Blandina * 25.11.1739, °° 24.08.1762 mit dem Riemer Johann Gottfried Dehnicke

5. Katharina Dorothea * 17.06.1742, + 17.03.1745

Kinder 2 Ehe:

6. Johann Gottlob, * 04.01.1765, + 04.01.1765

7. Johanna Dorothea * 05.08.1766, 14.12.1804 Belzig, °° 10.10.1793 mit dem Knopfmacher Johann Christian Wohlhaupt

Johann Gottfried Stuhlmann (5/ 80)

* 27.08.1735

+ ?

I. °° 22.01.1767 mit der Witwe Maria Anna Sophia Fleischer geb. Kühn (* 26.11.1706, + 25.04.1780, I. °° 05.10.1730 mit dem Bürger und Schneider Gottfried Fleischer [+ 09.04.1767]) Tochter des Bürgers, Huf- und Waffenschmied Andreas Kühne in Sandberg

II. °° 21.06.1780 mit der Auguste Sophie Gebler, Witwe des Mühlmeisters Johann Christian Gebler aus Jahmo

Kinder  aus Ehe der Maria Anna Sophia Fleischer:

1. Johann Gottfried * 01.01.1734, °° 11.05.1756 mit Dorothea Sophia Drechsler

2. Dorothea Friederika * 30.10.1735, °° 10.09.1762 mit dem Musikus Johann Friedrich Tiede

3. Johann Christoph Adolph * 30.12.1738, °° 14.06.1761 mit der Witwe Marie Christiana Krafft (Er war in Wittenberg Kornschreiber)

4. Johanna Sophia * 04.10.1741, + 03.08.1743

Johann Christoph Stuhlmann (7/ 99)

* 10.10.1733 Belzig

+ 26.05.1794 Belzig

°° 13.02.1766 mit Maria Sophia Rüge (+ 04.08.1791) Tochter des Gerichtsschulzen Gotthilf Friedrich Rüge in Neuendorf

Kinder:

1. Johanna Sophia * 05.01.1767, + 14.03.1814, °° 03.11.1791 mit dem Schuhmacher Johann Friedrich Benke

2. Christiana Friederika * 12.03.1768, + 17.02.1772

3. Johann Christoph * 18.06.1770, + 26.02.1772

4. Martin Christoph * 15.09.1772, + 15.02.1852, °° 1792 mit Wilhelmina Christiana Charlotta Säger

5. Charlotta Friederika * 02.09.1774, °° 24.05.1796 mit Johann Friedrich Karl Linthe (* 20.10.1770, + 07.12.1827)

6. Friedrich Christian * 26.12.1777, + 27.12.1782

7. Johann Gottlob * 08.05.1780, °° nach Neujahr 1801 in Zerbst mit Louisa Bruckmüller

8. Johann Gotthelf * 16.04.1782, + 24.04.1782

9. Gottlieb Friedrich * 22.12.1783, + 25.12.1836, I. °° 10.11.1816 mit Johanna Sophia Richter (* 12.07.1797) Die Ehe wurde geschieden. II. °° 12.06.1836 in Niemegk mit Witwe Johanna Elisabeth Benke verw. Heinrich (* 1787, I. °° 21.11.1818 in Niemegk mit Martin Heinrich, * 1787, + 21.10.1834)

[°° 10.11.1816 der Müller Friedrich Gottlieb Stuhlmann (32 J. geb. 1784), Sohn des Johann Christoph Stuhlmann Mühlmeister auf der Mittelmühle, mit Johanna Sophia (20 J. geb. 1796), nachgelassene Tochter des Zeug- und Leinewebers Johann Christian Richter]

10. Heinrich Gottfried * 04.04.1786, °° 23.11.1806 mit Johanna Sophia Richter

[°° 23.11.1806 der Zeug- und Leineweber Friedrich Heinrich Stuhlmann, Sohn des Mittelmüllers Johann Christoph Stuhlmann mit Johanna Dorothea Richter, Tochter des Zeug- und Leinewebers Johann Christian Richter]

11. Christiana Wilhelmina * 21.06.1788, + 21.11.1791

Johann Christoph Stuhlmann

Johann Christoph Stuhlmann geb. 1759, °° 1783

(Martin) Johann Christoph Stuhlmann (8/ 191)

* 15. September 1772

+ 12. Februar 1852 (+ 12.02.1852 der ehemalige Mühlenbesitzer Martin Christoph Stuhlmann, 79 J. 4 M. 28 T. (Begr. 14.02) Hinterlässt 3 Söhne 4 Töchter)

I. °° 18.11.1792 oder 1794 ? Wilhelmina Christiana Charlotte Säger (+ 04.02.1810). Tochter des Mühlenmeisters Johann Peter Säger in Verlorenwasser.

II. °° 01.05.1810 Johanna Christiana Golze (* 18.07.1788), Tochter des brauberechtigten Bürgers und Großböttchers Christian Gottfried Golze – Die Ehe ist geschieden worden. Die geschiedene Ehefrau heiratete am 21.09.1812 der Mühlenmeister Johann Gottlob Dressler aus Nudersdorf.

III. °° 26.05.1812 in Ragösen mit Anna Elisabeth Spiesecke (+ 16.03.1837, 44 J. 3 M. 26 T.) , nachgelassene Tochter des Gerichtsschulzen Wilhelm Spiesecke in Ragösen und Stieftochter des Martin Wieland. (Im KB Ragösen steht 02.06.1812)

Kinder I. Ehe:

1. Johann Christoph Karl Heinrich * 13.09.1806 (get. 17.09.), + 22.09.1806

2. Christiana Wilhelmina * 20.09.1808, + 08.10.1808

3. Karl Heinrich * 13.01.1810, I. °° 4 n. Trinitatis 1836 in Domitzsch mit Johanna Sophie Knobloch verw. Kademann (Witwe des Mühlenmeisters Johann Carl Kademann) (11/104), + 27.11.1858 in Walterdorf.

Karl Heinrich Stuhlmann erwarb 1846 die Andreasmühle in Waltersdorf. Auf Carl Heinrich Stuhlmann (* 13.01.1810, + 27.11.1858) folgt 1858 seine Witwe Christiane geb. Lehmann, die 1859 als wiederverehelichte Loewe bis 1876 Besitzerin ist. Die Mühle erbt dann die Tochter Auguste Clara Stuhlmann (* 05.12.1847, + 06.01.1914), die 1878 August Rossack heiratet und nach dessen Tode 1882 im Jahre 1884 Emil Oskar Thamm?? (* 30.04.1857, + 21.08.1908) zum Ehemann erwählt.

Karl Heinrich hatte bei seinem Tot noch drei lebende Töchter und einen Sohn, einer seiner Söhne Friedrich Karl wurde 1852 geboren und verstarb am 02.11.1852 in Waltersdorf.

Kinder II. Ehe

4. Friedrich August * 18.12.1810, Exaudi 1839 °° mit Wilhelmine Haedicke. TP. Der Müllerbursche Friedrich Gottlieb Stuhlmann von der Mittelmühle.

Kirchenbucheintrag

°° 17.04.1839 Der Weißbäcker Friedrich August Stuhlmann, Sohn des Mittelmüllers Martin Christoph Stuhlmann, mit Wilhelmine Haedicke aus Wiedenhagen, Tochter des Stellmachers und Krämers Gottlob Haedicke in Wiedenhagen. Heirat in Wiedenhagen

Kinder III. Ehe

5. Wilhelm Ferdinand * 03.01.1815, + 10.08.1836

6. Karoline Emilie Wilhelmine * 29.10.1818, °° 06.06.1839 mit Mühlenbesitzer Johann Heinrich Dossmann. TP. Älteste Tochter des Wühlmüllers Gottlieb Oelschläger, Carolina.

7. Friederika Augusta * 10.07.1820, + 20.04.1821

8. Maria Friederika * 02.01.1824, °° 11.12.1851 mit dem Gürtler Günter August Wilhelm Neumann

9. Friederika Augusta * 20.01.1826 Belzig, + 19.06.1867 Kemberg, °° Juli 1847 in Berlin (Pankow) mit Bäckermeister und Wattefabrikant August Ferdinand Kühnzack (* 01.03.1818 Belzig, + 1903 Finterwalde) in Finsterwalde, Sohn des Weißbäckermeisters Johann Friedrich Kühnzack in Finsterwalde.

Aufgebot im KB Belzig Mai 1847 Der Bäckermeister und Waffenfabrikant August Ferdinand Kühnzack (29 J. 3 M.) in Finsterwalde, Sohn des Bäckermeisters Johann Friedrich Kühnzack in Finsterwalde, mit Friederike Auguste (21 J. 11 M.), Tochter des Mittelmüllers Martin Christoph Stuhlmann. Eine Heirat erfolgte nicht.

I. °° 05.03.1848 in Petzsch den Bürger und Böttcher Johann August Strehnisch (* 24.01.1810 Kemberg, Sohn des Johann Friedrich Strehnisch und der Johanna Wilhelmine Rüdiger)

10. Gustav Ernst * 17.01.1828, + 23.08.1893 Güstrow

11. Friederike Karoline * 17.03.1830

In meinem hohen Alter als Witwer bin ich entschlossen, meine bei der Stadt Belzig vor dem Wiesenburger Thore belegene Wassermühle, bestehend aus einem Mahl- und Schrootgange, ingleichen einer Schneidsäge, nebst Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, einen dicht bei der Mühle belegenen, nicht unbedeutenden Obst- und Küchengarten, 80 Morgen separierten und besaeten Acker, 18 Morgen gute Wiesen, mit dem sehr vollständigen lebenden und todten Inventaricem, am künftigen 6. Juli d. J., Vormittags, in meiner Wohnung aus freier Hand zu verkaufen, wozu ich Kauflustige mit dem Bemerken einlade, daß ich über die Abgaben und sonstigen Bedingungen täglich Auskunft gebe, und die Hälfte des Kaufpreises gegen landesübliche Zinsen auf dem Grundstücke stehen bleiben kann.

Belzig, den 20. März 1838 Stuhlmann, Mühlenmeister

Christian Heinrich Stuhlmann (9/ 158)

°° Johanna Rosina Käselitz

Kind:

* 19.02.1809 Gottlob Heinrich, Sohn des Bürger und Müllergesellen Christian Heinrich Stuhlmann und der Johanna Rosina Käselitz. Taufpaten: der Leineweber Gottfried Heinrich Stuhlmann, der Müllergeselle Johann Gottlob Stuhlmann.

Gottlieb Friedrich Stuhlmann (9/ 312)

* 22.12.1783

+ 25.12.1836

I. °° 10.11.1816 Johanna Sophia Richter (* 12.07.1797)  diese Ehe ist geschieden worden.

Mühlenmeister Christoph Stuhlmann 1828

In kurmärkischen Amtsblättern wird die Familie Stuhlmann 1811 -1838 erwähnt. Es gab auch einen Müller Stuhlmann in Treuenbrietzen

Mühlenbesitzer Johann Heinrich Doßmann

Er erwarb 1839 die Mühle.

* 09.12.1815 in Wiesenburg, Sohn des Schneidermeisters Johann Georg Gottfried Karl Dossmann in Wiesenburg (* 03.10.1782) und der Christiane Fischer (°° 23.11.1809 in Wiesenburg)

+ 11.01.1854 in Zahna

°° 06.06.1839 mit Karoline Emilie Wilhelmine Stuhlmann (* 29.10.1818)

Kirchenbucheintrag

°° 06.06.1839 Mühlenbesitzer der Mittelmühle Johann Heinrich Doßmann (23 J. 5 M.), Sohn des Kaufmanns Karl Doßmann in Wiesenburg, mit Caroline Emilie Wilhelmine (21 J. 6 M. [* 09.12.1815]), Tochter des Mittelmüllers Martin Christoph Stuhlmann

Kinder:

1. Louise Emilie * 31.05.1841 (~ 19.06.) Belzig, + 10.03.1922 Hannover, °° 02.11.1864 Potsdam Karl August Franz Pfeifer

2. Karl Heinrich * 24.05.1843 Belzig

3. Johann Karl * 22.02.1846 Belzig

4. Johann Ferdinand Wilhelm * 04.05.1847 Belzig

5 Anna Marie Elisabeth * 24.02.1851 Zahna, °° 18.07.1876 Berlin Gustav Hermann Emil Schnurpel (* 02.10.1850 Potsdam)

6. Friederike Marie * 07.12.1852 Zahna

Bekanntmachung

Der Mühlenmeister Doßmann zu Sandberg beabsichtigt, in seiner Mühle noch einen neuen Mahlgang anzulegen und ihn mit demselben Rade in Verbindung zu bringen, welches den einen bereits vorhandenen Gang in Bewegung setzt, während er einen zweiten alten Mahlgang nur noch zum Spritzen und Schrooten einstweilen beibehalten will.

An dem Wasserstande und den Betriebswerken wird eine Veränderung nicht intendirt.

Indem ich das Vorhaben des Doßmann hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe, fordere ich all Diejenigen, welche dadurch eine Gefährdung ihrer Rechte befürchten, auf: ihre Widersprüche in einer präklusivischen Frist von 8 Wochen bei mir anzumelden und gehörig zu begründen.

Belzig, den 29. Juli 1844

Königl. Landtrath Zauch-Belzigschen Kreises

von Tschirschky

Wilhelm Friedrich Wiere (14/ 330)

* 07.09.1848 Belzig

+ 19.09.1912 Berlin

°° 29.08.1882 mit Therese Marie Anna Zimmermann (* 15.06.1857)

Kinder:

1. Anna Theresa Friederika * 12.05.1883

2. Maria Anna * 07.09.1884

3. Emilie Elsa * 12.05.1886

4. Wilhelm Ferdinand Fritz * 16.11.1890, + 27.11.1897

Müllerfamilie Zehnsdorf

Gottlob Franz August Zehnsdorf (16/ 117)

* 13.03.1868 in Wiesenburg, Sohn des Rentners Christian Zehnsdorf (* 06.01.1831 in Wiesenburg + 27.02.1917 in Belzig) und der Friederika Schinkel (* 06.05.1840, Tochter des Landwirts Andreas Schinkel und der Maria Schinkel + 23.02.1912)

+ 14.03.1915

°° Oktober 1899 in Nescholz mit Anna Bertha Wrede (* 31.03.1875 in Nescholz, Tochter des Gastwirts Johann Friedrich Wrede (+ 1892) in Neschholz und der Wilhelmine Schumann)

Kinder:

1. Bertha Marie * 24.07.1900, °° 20.05.1920 mit dem Mühlenbesitzer August Berhard Willi Gehricke in Dahnsdorf (Sohn der Albertina Gehricke in Dahnsdorf, * 11.02.1888)

2. Helena Katharian * 22.10.1905, °° 03.09.1925 mit dem Landwirt Kurt Ernst Waldemar Engemann, geboren in der Försterei Spring.

Am 25. Januar 1897 kaufte Christian Zehnsdorf aus Wiesenburg die Mühle für seine Söhne August und Franz.

Am 01. März 1897 übernahm der Sohn August die Mittelmühle von seinem Vorgänger Friedrich Wiere.

9. April 1907 brannte die Mittelmühle mit dem dazugehörigen Wohnhaus, durch Selbstentzündung, vollständig ab. Grundsteinlegung für das neue Mühlengebäude erfolgte am 6. Mai und am 6. September konnte die neue Mühle in Betrieb genommen werden und 20 Tage später wurde das erste Mehl gemahlen.

Die Grundsteinlegung für den Hausbau erfolgte am 7. Juli 1907, schon am 6. November konnte die Familie einziehen.   Die Bauausführung erfolgte durch die Firmen Steinhaus und Sacharowitz.

22. April 1913 wurde Mühlenbesitzer August Zehnsdorf  Vorsitzender des Schützenvereins -Major. Herr Fleischbeschauer W. Görisch wurde Zieler. Vorgänger als Zieler war 50 Jahre lang der Nachtwächter Jäger.

1915 übernahm sein Bruder, Christian Carl Franz Wiere, die Mühle vorübergehend.

Abb. Das jetzige AOK-Gebäude auf dem Gelände der Mittelmühle

Christian Carl Franz Zehnsdorf (16/ 76)

(Mühlenmeister und Kaufmann)

* 22.10.1872 in Wiesenburg, Sohn des Rentners Christian Zehnsdorf (* 06.01.1831 in Wiesenburg + 27.02.1917 in Belzig) und der Friederika Schinkel (* 06.05.1840, Tochter des Landwirts Andreas Schinkel und der Maria Schinkel + 23.02.1912)

°° 06.01.1898 mit Louisa Augusta Hosemann (* 27.06.1874)

Kinder:

1. Friedrich August Franz * 09.04.1898, °° 06.06.1929 mit Clara Margarete Charlotte Dahlenberg

2. Gertrud Clara * 02.03.1902, °° 02.05.1928 mit dem Ober-Postsekretär Alexander Willibald Ehrfried Engemann (* 19.05.1897 in Spring), Sohn des Försters Willibald Engemann und der Klara Engemann geb. Kase

Familie Engemann

Kurt Ernst Waldemar Engemann

* in der Försterei Spring

°° 03.09.1925 Helena Katharina Wiere * 22.10.1905

1925, im September, übernimmt Waldemar Engemann, der Schwiegersohn des Altmeisters, die Mittelmühle.

Zum Jahreswechsel 1932/ 33 wurde der Mahlbetrieb wegen Wassermangel eingestellt, es wurde nur noch die auf der Hofseite befindliche Bäckerei betrieben.

1948 Bäckereibetrieb eingestellt, Mühle wird als Lager genutzt.

1962 – 63 wurde das komplette Gebäude durch die FIMAG GmbH umgebaut zu einer Ankerwickelei.

1992 – 95 Leerstand der Mühle

1995 Abriss des Gebäudes, an seiner Stelle wurde das AOK – Gebäude errichtet.

Grundbucheinträge

Blatt 38 eine Wassermühle, die Mittelmühle genannt, mit zwei Gärten,

Stallgebäude, Worth in Bergermark Acker und Weide in Mehlsdorf

Mühlenmeister Johann Christoph Stuhlmannn hat im Erbvergleich von 1794 mit Sohn Mühlenmeister Christoph Stuhlmann für 1800 Thaler Konventionsgeld/Konzessionsgeld das Grundstück übernommen (Kinder: 1818 Caroline Emilie Wilhelmine Stuhlmann, 1824 Marie Friederike, 1826 Friederike Auguste, 1828 Gustav Ernst, 1830 Friederike Caroline)

1839 Mühlenmeister Heinrich Doßmann zu Sandberg schließt Kaufvertrag ab für 5000 Thaler Courant und einen Auszug und gegen Übernahme einiger Verbindlichkeiten.

1847 Kaufverhandlungen mit Mühlenmeister Ferdinand Wiere ohne Nebenhaus und Stallgebäude, Preis nicht erwähnt. Nach Verfügung wurden die Verbindlichkeiten zur Bewachung von Schloss Eisenhardt gelöscht 1848

1882 Mühlmeister Friedrich Wiere zu Sandberg

1897 Landwirt August Zehnsdorf

1898 zum Anteil Mühlenbescheider Franz Zehnsdorf

1906 geschlossen

Blatt 209: ein Wohnhaus mit Stall (Niemegker Str. 2)

1882    der Müllermeister Ferdinand Wiere zu Sandberg

1921    1. Frau Witwe Friederike Dorno geb. Wiese

2. Frl. Ida Wiere in Belzig

3.Frl. Johanna Matthesius in Belzig

4. Frl. Anne Matthesius in Belzig

1952    die Ehefrau Else Goerick geb. Mehlitz in Belzig

Blatt 276: Mittelmühle Niemegker Str. 3 (Verweis auf Bd. 6 No. 209)

1897     der Landwirt August Zehnsdorf zu Sandberg

             der Mühlenbescheider Franz Zehnsdorf zu Sandberg

Verweis auf Bd. 1 Blatt 38

1930    die verwitwete Frau Landwirt und Mühlenbesitzer Berta Zehnsdorf geb. Wrede in Belzig


[1] Weitere Kinder

Catharina Magdalena * 23.06.1643 Loburg

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Mühlen

Schloßmühle Belzig

Die Schlossmühle wurde im 12. Anfang des 13. Jahrhundert errichtet, erster nachweislicher Schlossmüller war der Kupferschmied Simon Senst (1414). Im Historischen Ortslexikon (HOL) für Brandenburg wird 1496 der Schlossmüller als Bergmüller bezeichnet.

Um 1500 besitzt die Familie von Ziesar (Czyesser) ein Rittergut in Sandberg, nebst der Burgmühle.

Im Erbbuch des Amtes Belzig von1550 wird als Borgmüller Forus erwähnt.

Weiterhin wird im HOL erwähnt, das 1542 die 3 Müller 4 Knechte und 1 Magd haben, 1551 haben die 3 Mühlen 5 Dienstboten.

Die Burgmühle hat 1565 zwei Gänge. Des weiterem hat der Schloßmüller 1 wüste Hufe in der Bergermark sowie 1 Worth daselbst.

Laut dem Erbbuch von 1591 hat die Schlossmühle 2 Gänge und wurde durch den „Borgmüller“ Hans Schröter betrieben. Er wird auch im Kreiskopial des Kurkreises am 18.06.1599 erwähnt. Laut dem Kreiskopial des Kurkreises muss er 1603 gestorben sein. Er war verheiratet mit Anna Gerkin.

1634 wurde die Mühle durch Hochwasser weggeschwemmt, weiterhin zwei weitere Häuser in Sandberg. („Die Schloßmühle ist anno 1634 nebst zwei Häusern im Sandberg vom großen Wasser weggeschwemmt, die noch übrig gebliebenen Seitengebäude aber Anno 1636, bei der feindlichen Invasion in Rauch aufgegangen“. Im Belziger Brandregister, von 1646, steht weiterhin: „ Die Mühle von Baltzer von Creuzbergk 1634 vom Wasser weggeschwemmt und das Haus 1636 vollends verbrannt, der von Creuzbergk hält sich zu Leipzig bei Torgau auf.“ Sie hat nachher 34 Jahre zu jedermann öffentlich ausgehangen.

Mit der Mühle des Baltzer von Creuzburgk ist noch das Haus des Matthes Helffer 1639 vom Wasser fortgerissen worden.

1661 ist die Mühle, mit zwei Gängen, wieder in Betrieb. Einige Jahre später, 1666, wird die Mühle an die Witwe Magdalena Sibylle Find verlehnt. 1670 erwarb Georg Schreiber aus Gommern die kümmerlichen Reste der Mühle und verpflichtete sich gegen „gewisse Frey-Jahre“ sie wieder aufzubauen und einzurichten.

1671 Ansprüche der Anna Margareta Hellwig auf die wüste Schlossmühlenstätte bei Belzig (Akte Preußisches Staatsarchiv Berlin-Dahlem)

Abb. Schloßmühle im Jahr 2003

Müller Junack (1/ 173)

Michael Junack

Er erbaute die Mühle Anno 1671.

+ 04.10.1676

I. °° 11.1645 in Jüterbog mit Gertraudt George (* 1624, + 07.02.1654 Belzig)

II. °° 31.07.1654 Ursula Thiele, Tochter des Andreas Thiele aus Schwanebeck (+ 06.08.1676)

I. Ehe mit Getraudt

Kinder:

1. Maria ~ 16.09.1646 in Jüterbog, I. °° mit dem Kirchenvorsteher Johann Mechel (~ 09.10.1622, begr. 14.02.1672) (3 Kinder) in Jüterbog; II. °° 11.02.1673 mit dem Tuchmacher Jacob Otto († vor 12.1673) (1 Kind);  III. °° 19.10.1675 mit dem Tuchmacher August Nicolaus Clarius in Jüterbog (begr. 18.05.1690 (6 Kinder)

2. Gabriele ~ 20.03.1646 in Jüterbog, °° Maria Borgmann in Treuenbrietzen

3. Gertraudis + 19.03.1655 Belzig

4. Andreas * 16.04.1652 Belzig, + 08.04.1653 Belzig

5. totgeborene Tochter 07.02.1654 Belzig

07.02.1654 ist die Frau des Hintermüllers Michael Junack, Gertraudis und das neu geborene Kind gestorben. Seine Ehefrau war 30 Jahre alt. Sein Töchterlein Gertraudis wurde am 19. März 1655 begraben.

II. Ehe mit Ursula Thiele

Kinder:

1. Gertraud * 11.10.1655, °° 29.01.1677 mit dem Schloßmüller Andreas Altenstädt

2. Martin * 09.11.1657

3. Anna * 04.12.1659

4. Marie Elisabeth * 04.12.1661, + 17.12.1662

5. Margarete * 06.07.1663, °° 07.07.1684 mit dem Tuchmacher Gerhard Poltz

6. Michael * 19.11.1666 (Bürgereid in Wittenberg am 29.04.1693)

7. Catharina * 16.01.1669

8. Maria Magdalena * 22.01.1673, + 20.04.1674

1674 wird Michael Junack im Kirchenbuch als Schloßmüller erwähnt, davor hatte er die Hintermühle in Besitz.

Müller Andreas Altenstädt (2/ 131)

Nachfolger wurde sein Schwiegersohn Andreas Altenstädter. Er kaufte die Mühle 1676.

Am 29.01.1677 heiratete er die Tochter des Michael Junacks, Gertraud (* 11.10.1655 + 16.04.1714).

+ 30.12.1703 der Schlossmüller Andreas Altenstädt.

°° 29.01.1677 Gertraud (* 11.10.1655 † 16.04.1714), Tochter des Michael Junacks

Kinder:

1. Gürge Christoph * 01.02.1678 + 15.08.1679

Taufpatin Elisabeth, Ehefrau des Mittelmüllers Matthias Stuhlmann.

2. Anna Maria * 20.08.1680 + 22.08.1680

3. 24.04.1681 wurde 3 Kinder (Töchter) des Schloßmüllers Andreas Altenstädter begraben.

4. Daniel Gottfried * 23.03.1682

5. Hans Joachim * 10.10.1684 + 10.10.1685

6. Andreas * 07.11.1686 + 28.10.1687

7. Anna Dorothea * 09.02.1689

8. Christian * 12.11.1690

9. Anna Margaretha * 23.06.1693 + 18.04.1697

1682 Schlossmühle mit Wohnhaus und der Mühle mit zwei Gängen.

Kirchenbucheinträge

* 20.03.1688 Sohn des Mühlburschen Michael Almenstedt, Johann Georg. Taufpaten: Catharina, die nachgelassene Tochter des Schlossmüllers Michael Junack. Der Mühlbursche Augustin Paul, nachgelassener Sohn des Lübnitzer Schulze Peter Paul.

17.01.1702 Taufpaten bei der Taufe der Tochter Anna Dorothea des Ölmüllers Michael Alpenstädt sind: der Papiermacher Johann Zimmer, Anna Dorothea Alpenstädt (Altenstädt), Tochter des Schlossmüllers Andreas Altenstädt.

11.06.1704 Tochter des Kuhhirten Bendir Jäckel, Maria Elisabeth. Taufpate: die Witwe des Schlossmüllers Andreas Altenstädt, Gertraud.

23.12.1704 Sohn des Müllermeisters Michael Alpenstedt, Johann Heinrich. Taufpaten: die Witwe des Schlossmüllers Andreas Altenstädt, Gertraud, Andreas Rust der Schneidemüller, der Papiermacher Heinrich Hirt.

28.01.1705 Tochter des Bürgers und Radmachers Hans Georg Stuhlmann, Magdalene. (~ 13.02.1705) Taufpatin: die Witwe des Schlossmüllers Andreas Altenstädt, Gertraud (die Schloßmüllerin).

26.08.1705 Gertraud Altenstädt, Witwe des Schloßmüllers Taufpatin bei der Taufe der Tochter des Tagelöhners Martin Köppe, Maria Sabina

Georg Schiele (4/ 88)

I. °° 20.01.1706 mit Gertraud Altenstädt geb. Junack, Witwe des Schlossmüllers Andreas Altenstädt (* 11.10.1655 + 16.04.1714).

II. °° 22.10.1714 mit Margaretha Grauert, Tochter des Pfarrers Thomas Grauert (* 1651 in Jüterbog, + 09.11.1726 in Werder) in Friedrichswerder und der Marie Sophie Curio

Kinder II. Ehe:

1. Anna Margaretha * 16. November 1715

Kirchenbucheinträge

°° 20.01.1706 der Schlossmüller Georg Schirly (Schierle oder auch Schiele), gebürtig aus Jüterbog, mit der Witwe Gertraud Altenstädt geb. Thiele des Schlossmüllers Andreas Alpenstedt (Altenstädt).

26.11.1706 Taufpate bei der Taufe der Tochter des Hufschmieds Andreas Kühne in Sandberg, Maria Sophia, der Schloßmüller Georg Schiele.

30.01.1710 Taufpatin bei der Taufe der Tochter des Schäfers Andreas Böttcher aus Sandberg, Maria Catharina, Gertraud Ehefrau des Schloßmüllers Georg Schierle

09.02.1711 Taufpaten bei der Taufe des Sohn des Bürger und Weißgerbers David Genersicken, David, der Schloßmüller Georg Schierle der Mühlknappe Johann Gottfried Lösig aus Niemegk (gebürtig aus Werder)

19.02.1712 Taufpate bei der Taufe der Tochter des Nagelschmieds Hans Gottfried Gebhardten, Maria Getraudt, die Ehefrau des Schloßmüllers Georg Schierle, Gertraudt

+ 16.04.1714 Ehefrau des Schlossmüllers Georg Schirl, Gertraudt geb. Junack in ihrem 60zigsten Jahr.

°° 22.10.1714 der Schlossmüller Georg Schiele mit der Tochter des Pfarrers Thomas Grauert zu Friedrichswerk in Anhalt, Margarethe.

* 16.11.1715 Anna Margaretha, Tochter des Schloßmüllers Georg Schirle. TP Margaretha Elisabeth Stuhlmann, Ehefrau des Mittelmüllers Andreas Stuhlmann

* 03.02.1716 Sohn des Andreas Kühn, TP Margaretha EF des Schloßmüllers Georg Schierle

Müller Klunter

1730, 33, 64 Schlossmüller Johann Christoph Klunter (1670 – 1735)

Hans Klunder (Klunter) (3/ 279)

Mühlmeister auf der Mahlmühle bei Ziesar, später Schloßmüller in Belzig. Hans Klunter, gebürtig aus Wenzlow baute 1685 die Eulenmühle in Glienegke bei Ziesaz, nach der Zerstörung durch die Schweden im 30zigjährigen Krieg, wieder auf.

Am 19.12.1702 ist er Taufpate in Hohen Springe und ist jetzt Müller in Klein Briesen. Als Belziger Schloßmüller ist er am 30.11.1718 Pate bei der Taufe  von Anna Elisabeth, Tochter des Klein Briesener Müllers Heinrich Witthuhn.

* 23.04.1687 (~ 28.04.1687) in Bücknitz Sohn des Uhlmüllers Hans (Johann) Klunter und der Anna Kühnein Klein Briesen (+ 21.08.1714 in Bücknitz)[1]

† 09. April 1758 Belzig

°° 02.10.1704 Bücknitz mit Elisabeth Pauly (* 03.03.1686 Beltig, † 09.11.1746 Belzig), Tochter des Hintermüllers Nikolaus Pauly und der Dorothea Bastian

Kinder:

Johann * 22.11.1705 Bücknitz

Andreas * 22.09.1707 Bücknitz (Eulenmühle), + 04.10.1707 Bücknitz (Eulenmühle)

Johann Christoph * 26.08.1708 Bücknitz (Eulenmühle) , † 01.04.1780 Niemegk, °° 23.05.1737 Belzig Dorothea Elisabeth Bölke

Friedrich * 09.03.1711 Bücknitz (Eulenmühle)

Dorothea Elisabeth * 04.09.1713 Bücknitz (Eulenmühle), + 14.05.1715 Bücknitz

Dorothea Elisabeth † 07.10.1737 Belzig

Marie Dorothea °° 05.05.1746 Belzig Johann Ernst Dobe

Johann Andreas * 26.01.1716

Marie Elisabeth * 24.12.1716 Bücknitz (Eulenmühle)

Johann Andreas * 19.11.1723

Kirchenbucheintrag:

02.12.1704 Mühlmeister Hans Klundter auf der Walkmühle, mit der Tochter des Hintermüllers Nicolaus Pauly, Marie Elisabeth in der Kirche zu Preußnitz copuliert.

Marie Dorothea Klunter, °° 05.05.1746 mit dem Schlosser Johann Ernst Dobe

Johann Christian Klunter, ein Sohn des Hans Klunder, + 23.01.1742

In der Akte zum „Atlas Saxonicus Augusteus“ (1702) steht, dass die Mühle einen Mahlgang besaß und das Mühlrad durch das Wasser eines Teiches angetrieben wurde.

Nächster Besitzer, der Sohn Johann Christoph Klunter, der die Mühle nach 1752 an Martin Friedrich Thiele verkaufte.

Johann Christoph Klunder (Klunter) (5/ 256)

* 26.08.1708 Bücknitz

† 01.04.1780 (# 03.04.1780) Niemegk

I. °° 23.05.1737 mit Dorothee Elisabeth Bölcke (* 1714, + 08.08.1801)

Kinder:

1. Maria Elisabeth + 11.05.1751

2. Dorothee Elisabeth * 23.05.1737, + 08.07.1801, °° 10.02.1761 mit Johann Gottlieb Wendel aus Belzig

3. Johann Christoph °° 04.01.1762 mit der Witwe Johanna Sophia Zimmermann

Johann Christoph Klunter erwarb später die Gömnigker Mühle.

Müller Martin Friedrich Thiele (6/ 242)

Nach 1752, neuer Besitzer Martin Friedrich Thiele (Sohn des Gastwirts Andreas Thiele in Ragösen)

°° 06.10.1753 in Borne mit Magdalena Dorothea Hauschild (Tochter des Pfarrers Georg Hauschild in Borne)

Kinder:

1. Georg Friedrich August * 04.08.1784 °° 20.11.1777 mit Dorothea Elisabeth Altenkirch

2. Christiana Sophia * 30.05.1757

Müller Gottfried Heyer 7/ 264

Laut einer Spezifikation der Quartembersteuer von 1763 war Gottfried Haynn (Heyer) zu dieser Zeit Schlossmüller.

I. °° mit Anna Sophia Goltze (+ 25.09.1764)

II. °° 01.01.1765 mit Anna Katharina Lindau (+ 21.10.1805), Tochter des Rabener Schafmeisters Joachim Lindau

Kinder I. Ehe

1. Johann Gottfried * 25.09.1764, + 04.11.1764

Kinder II. Ehe

2. Johanna Juliana * 27.04.1766, + 19.09.1767

3. Johann Gottfried * 01.11.1767, + 20.03.1769

4. Johanna Friederika * 28.08.1769

5.

Müllerfamilie Oelschläger

Johann Michael Oelschlägel

Er war Pächters der kurfürstlichen Neumühle in Pretzsch

* 31.10.1738 in Rädicke, Sohn des Erbmüllers Johann Jacob Oelschläger(+ 07.06.1755)  und der Friederika Katharina Koch

+ 20.02.1784 in Belzig

°° 12.01.1768 in Pretzsch Christiana Elisabeth Bachmann (* 30.10.1748 Pretzsch, + 21.05.1830 Belzig, 81 J. 6 M. 22 T.), Tochter des Amts- und Landgerichtsschöppen Christian Bachmann in Pretzsch

Kinder:

1. Johann Christian Gottfried * 23.12.1774 Belzig, + 18.03.1848 in Neschholz, I. °° 21.09.1795 mit der Witwe Anna Elisabeth Merten geb. Hagen. II. °° 20.08.1809 mit Christiane Friederike Henze (+ 06.12.1847 in Neschholz)

2. Christian Gottlob Ludwig * 23.12.1774 Belzig, + 21.11.1813 Belzig

4. Johann Christian Gottlieb * 16.12.1776 in Pretzsch

5. Christiana Wilhelmina * 03.09.1778 Belzig, + 06.09.1779 Belzig

6. Johann Friedrich Wilhelm * 12.01.1780 Belzig + 12.05.1783 Belzig (ertrunken)

Aus der I. Ehe des Johann Christian Gottlob Oelschäger gingen folgende Kinder hervor:

1. Tochter Karoline Friedericke, verheiratet mit dem Seilermeister Goerisch aus Belzig

2. Tochter Christiane Friedericke. °° 15.07.1819 Der Bürger und Ritterhüfner Carl Friedrich Baatz (29 J.), Sohn des Ritterhüfners Carl Adam Baatz aus Rathenow, mit Christiana Friederika (18 J.), Tochter des Wühlmüllers Oelschläger in Neschholz.

In seiner zweiten Ehe war Johann Christian Gottlob (°° 20.08.1809) mit Christiane Friedericke Henze, Tochter des Brücker Bürgermeisters Henze und seiner Frau Katharina Elisabeth geb. Hannemann.

Aus dieser Ehe gingen 6 Kinder hervor.

1. Karl Erdmann Eduard Oelschläger Mühlenmeister

2. Henriette Wilhelmine Antonie, heiratete den Böttchermeister Hannemann

3. Emilie Auguste, verheiratet mit Nadlermeister Lieniche aus Treuenbrietzen

4. Karl Louis Müllermeister in Schlamau

5. Emilie Louise geb. 1.2.1827

6. Theodor Albert geb. 15.08.1828

Johann Gottfried Oelschläger verstarb am 18. März 1848 und seine Ehefrau Christiane Friedericke am 6. Dezember 1847.

Johann Heinrich Grohmann

Der Sohn des Rädigker Müllers Johann Ludwig Grohmann’s und der Johanna Elisabeth Busse,

* 16.06.1758 in Rädigke,

+ 02.03.1826 in Belzig

Er heiratete am 11.11.1784 die Witwe des Belziger Schloßmüllers Christiana Elisabeth Bachmann) und übernahm die dortige Mühle.

II. Ehe der Ehefrau Christiana Elisabeth Oelschläger geb. Bachmann

°° 11.11.1784 in Rädigke mit dem Mahl – und Mühlmeister Johann Heinrich Grohmann

* 16.06.1758 in Rädigke

+ 02.03.1826 in Belzig

Kinder:

1. Christiana Dorothea * 27.08.1786, + 25.10.1863 Belzig, I. °° 13.01.1803 mit dem Seifensieder und Gastwirt Gottlieb Wilhelm Wohlhaupt, II. °° 13.06.1824 (in Belzig) mit dem Postmeister Carl Friedrich Schür, Sohn des Fleischsteuereinnehmers und Postmeisters Carl Friedrich Schür (Schuer)

2. Johann Heinrich Gotthelf * 08.03.1789 + 03.04.1791

3. Todgeburt am 26.08.1792

4. todgeborene Tochter am 08.12.1793

5. todgeborene Tochter am 08.12.1794

Kirchenbucheintrag

* 06.03.1805 TP Christiane Elisabeth, EF. des Schloßmüllers Johann Heinrich Grohmann

TP Christian Gottlob Ludwig Oelschläger, nachgelassener Sohn des

Schloßmüllers Johann Michael Oelschläger

Christian Gottlob Ludwig Oelschläger

* 23.12.1774 Belzig

+ 21.11.1813 Belzig

°° 11.06.1811 Christian Gottlob Ludwig Oelschläger, zweiter Sohn des Erbmüllers Johann Jakob Oelschlägel in Rädigke, mit Maria Dorothea Gobel (* 06.04.1791 Bücknitz), Tochter des Mühlenbesitzer Johann Christoph Jobel (* 10.04.1748, + 18.02.1805 Bücknitz) und der Marie Elisabeth Lehmann (* 1759 Wentzow, + 12.04.1805 Bücknitz) in Brücknitz bei Ziesar.

Kirchenbucheintrag

°° 11.06.1811 der Mühlenmeisters und Besitzer der Schloßmühle Christian Gottlob Ludwig Oelschläger, nachgelassener zweiter Sohn des Schloßmüllers Johann Michael Oelschläger – Stiefsohn des Schloßmüllers Johann Heinrich Grohmann mit Maria Dorothea Gobel, hinterlassene zweite Tochter des Mühlenmeisters und Besitzers der Mühle in Bücknitz bei Ziesar Christoph Gobel

Kinder:

1. Franz Julius Wilhelm * 08.04.1812, °° 06.10.1836 Franz Julius Wilhelm Oelschläger (24 J. 4 M.) Besitzer der Paradiesmühle in Niemegk, Sohn des Christian Gottlob Ludwig Oelschläger Besitzer der Belziger Schloßmühle, mit Marie Elisabeth 19 J. 11 M.), Tochter des Büdners und Handelsmann Gottlieb Kegler aus Dippmannsdorf.

2. Heinrich Ludwig * 10.10.1813, + 10.02.1814

Kirchenbucheinträge

* 08.04.1812 Franz Julius Wilhelm, Sohn des Mahl- und Mühlenmeisters der Schloßmühle Christian Gottlob Ludwig Oelschläger und der Johann Dorothea Jobel (Gobel). TP. Johann Christoph Gobel, Mahl- und Mühlmeister der Mühle in Bücknitz. Johann Christian Gottlieb Oelschläger, Besitzer der Wühlmühle.

* 10.10.1813 Heinrich Ludwig, Sohn des Mahl- und Mühlmeisters der Schloßmühle Christian Gottlob Ludwig Oelschläger und der Maria Dorothea Gabel (Gobel). TP. Johann Heinrich Grohmann Auszügler und Schloßmüller. Maria Elisabeth, Witwe des Brücknitzer Müllers Andreas Gottlob Gobel.

+ 10.02.1814 Heinrich Ludwig, Sohn des Mühlmeisters auf der Schloßmühle Christian Gottlob Ludwig Oelschläger. 4 M. 10 T.

+ 21.11.1813 der Mühlenmeister Christian Gottlob Ludwig Oelschläger. 38 J. 11 M. (Witwe und 2 Söhne)

Der Besitz fiel an seine Frau Marie Dorothee geborene Gobel. Er umfasste das Grundstück der Schlossmühle, ein Wohn-, ein Mühl- und ein Brauhaus, eine Scheune, Ställe, Schuppen und Gärten. Der Gesamtwert wurde mit 4.186 Thalern im Grundbuchbuch notiert.

Müllerfamilie Völker

In den heimatgeschichtlichen Veröffentlichungen meistens falsch als Bölker bezeichnet.

Johann Adam Völker 9/ 196

* 1785 Kutzleben, Sohn des Johann Heinrich Völker in Kutzleben

+ 29.12.1845 (60  Belzig

II. °° 14.08.1814 der Witwe Maria Dorothea Oelschläger geb. Jobel [Gobel] (+ 06.08.1875, 86 J.), Tochter des Mühlenbesitzers Christoph Jobel in Brücknitz bei Ziesar, mit Johann Adam Völker Besitzer der Schloßmühle, Sohn des Johann Heinrich Völker Mühlenbesitzer in Kutzleben.

Kinder:

1. Friedrich Wilhelm Ludwig * 16.08.1815 + 12.05.1892, °° 27.10.1842 Friederika Augusta Jäger (* 02. Februar 1820 + 02.01.1895), Tochter des Mühlenbesitzers der Hintermühle Johann Friedrich Jäger

2. Augusta Friederika Amalia * 14.04.1817, + 20.04.1817

3. Augusta Friederika Amalia * 23.04.1818, * 14.10.1819

4. Lisetta Friederika Amalia * 18.07.1820, °°16.01.1849 mit dem Seiler Friedrich Gustav Baitz

5. Augusta Karolina Wilhelmina * 23.11.1822, °° 05.08.1849 mit dem Garnweber Gottlieb August Amelang aus Coswig

6. Charlotta Wilhelmina Karolina * 09.10.1824, °° 27.03.1851 mit dem Uhrmacher Johann Ernst Friedrich Engelmann in Wittenberg

7. Louisa Friederike Amalia * 08.01.1827

8. Klara Friederika * 23.11.1828, + 11.08.1856 Görzke, °° 25.10.1855 mit dem Flaschenfabrikanten Johann Friedrich Rudolph Römlinger aus Görzke

9. Wilhelmina Ernestina * 28.01.1831, + 31.01.1911 Landsberg a. d. Warthe

Mühlenbescheider Johann Adam Völker, ein Bruder des Schloßmüllers, + 20.03.1848 (54 J.).

Er war der Vater eines außerehelich todgeborenen Sohnes (28.04.1857)

Johann Friedrich Christoph Völker 

* 05.07.1792, vierter Sohn des Johann Christoph Völker Mühlenbesitzer in Kutzleben, verstarb am 06.02.1852 (59 J. 7 M. 1 T), er hinterließ 5 Kinder.

°° 11.05.1818 mit Johanna Sophia Braunsdorf (* 17.06.1792, + 14.03.1857), Tochter des Schneiders Johann Christoph Braunsdorf

Die Ehefrau brachte eine uneheliche Tochter, Johanna Christiana, mit in die Ehe.

Kinder:

1. Johanna Friederika * 03.01.1819 (T. 17.01.1819, TP: Christiana Friederika Grohmann Ehefrau des Johann Ludwig Grohmann Besitzers der Papiermühle, Johann Adam Völker Mühlmeister der Schloßmühle)

2. Friedrich Wilhelm * 08.04.1821

3. Johanna Sophie * 22.09.1823

4. Christiana Carolina * 26.01.1827, + 09.07.1827

5. Henrietta Emilia * 26.01.1827, + 19.02.1844

Am 09. Juli 1845 kam es über Belzig zu einem starken Wolkenbruch. Das Wildwasser von den umliegenden Bergen drohte den Wall zu übersteigen. Der damalige Schlossmüller sperrte dem Wasser mit Leitern und Dung den Weg und verhütete so die Wassernot für Mühle, Sandberg und Belzig.

Am 09. März 1827 kaufte Carl Heinrich Leopold von Lochow zu den beiden 1817 erworbenen Lehnsteilen auch den dritten Teil seines Bruders Carl Wilhelm Ferdinand von Lochow zurück. Dabei war auch ein Grasgraben unweit der Belziger Schneidemühle rechts des Belziger Baches. Carl Heinrich hatte den von Carl Friedrichs Witwe an ihren Kutscher vererbten Grasflecken bei Belzig am 08. Mai 1822 für 670 Taler zurückgekauft. Der Kutscher hatte dieses Grundstück für seine Dienste bei der Errettung des Gutes Lübnitz während der Napoleonischen Befreiungskriege erhalten.

05. August 1854 (ZBKBL)

Ein tüchtiger Pferdeknecht, mit guten Zeugnissen versehen, findet sofort einen Dienst bei L. Völker in der Schlossmühle bei Belzig.

1857 kostete auf der Schlossmühle gemahlenes: „Extra feines Weizenmehl Nr. O. à Ctr. 5 Thaler 20 Silbergroschen / Extra feines Weizenmehl Nr. 1. à  Ctr. 5 Thaler 10 Silbergroschen / Extra feines Weizenmehl Nr. 2. à Ctr. 4 Thaler 10 Silbergroschen / Extra feines Roggenmehl Nr. O. à Ctr. 3 Thaler 10 Silbergroschen / Extra feines Roggenmehl Nr. 1. à Ctr. 3 Thaler / Extra feines Roggenmehl Nr. 2. à  Ctr. 2 Thaler 20 Silbergroschen“

26. November 1864 (ZBKBL)

Ein tüchtiger Müllergeselle kann sofort in Arbeit treten beim Müllermeister Völker in der Schlossmühle bei Belzig.

Friedrich Wilhelm Ludwig Völker

* 16.08.1815

+ 12.05.1892

°° 27.10.1842 Friederika Augusta Jäger (* 02.02.1820 Belzig, + 02.01.1895 Belzig)

Kinder:

1. Friederika Augusta Sophie Maria * 15.08.1843. + 15.12.1857

2. Amalia Karolina Wilhelmina Emilie * 06.03.1845, + 30. März 1887, °° 04.06.1872 mit dem Ackermann Friedrich Otto Julius Dorno

Der Kgl. Landrath des Kreises Zauch – Belzig i.V. von Köller, Regierungs – Assessor

Königl. Kreisgerichts-Commission II. Belzig, den 17. März 1868

Von Person bekannt und verfügungsfähig erschienenen:

1. Der Rittergutsbesitzer Herr Carl von Lochow auf Lübnitz,

2. Der Herr Mühlenbesitzer Friedrich Wilhelm Louis Völker aus Sandberg, überreichten anliegenden Vergleichsentwurf mit Karte und rekognoszierten die unter demselben befindlichen Unterschriften als von ihnen herrührend. Das Objekt wird auf 60 Rp angegeben.

Vorgelesen, genehmigt, unterschrieben.

gez. Carl von Lochow

gez. Louis Voelker

a. u. s.

gez. Klemming.

Zwischen den Rittergutsbesitzer Carl von Lochow auf Lübnitz als Besitzer des so genannten Rohrteichs im Hypothekenbuche der Königl.- Kreisgerichts -Kommission Belzig von Landungen Vol. II. Nr. 74 Pag. 461 ad. 18 und resp. Vol. I. Nr. 46 Pag. 903 ad. 5 verzeichnet, eines Teils und dem Besitzer der im Hypothekenbuch von Sandberg Vol. I. Nr. 5 Pag. 55 verzeichneten Schlossmühle, Herrn Louis Völker anderseits wird ein Vergleich dahin geschlossen,

§ 1.

Der Rohrteich bestand bisher und besteht jetzt noch teils aus einen freien Wasserspiegel, teils aus mit Rohr bestandenen und mit Wasser durchzogenen Sumpfterrain, teils aus Wiesenboden. Herr Völker, welcher den Rohrteich bisher als Sammelteich für seine Mühle benutzt und betrachtet hat, steht davon ab, und gibt sich das Recht, der Umwandlung des Teichterrains in Wiesenboden zu widersprechen, jedoch mit folgenden Ausnahmen,

1.

am Ständer, welcher der Völker’schen Mühle durch einen zwischen derselben und dem Wallgraben liegenden Kanal das Betriebswasser zuführt, befindet sich nach beiden Seiten eine Verschälung. In der ganzen Breite der Verschalung nach Norden muss auf 12 Fuß in den Teich hinein ein Wasserbassin, in welchem die Gräben und Kanäle ausmünden, bestehen bleiben. Auf der anliegenden Handzeichnung ist die Lage dieses Bassins mit a, b, c, d bezeichnet. Die Räumung dieses Bassins und die Unterhaltung der Verschalung übernimmt Herr Völker.

2.

beim Ausfüllen des Sumpfterrains auf dem Rohrteichanteil des Rittergutbesitzers von Lochow wird der schon bestehende von Schlägels Hof herankommende Graben dergestalt verlängert, dass er in dem Wasserbassin ausmündet. Vom Wasserbassin ab soll diesem Graben bis 200 Fuß Länge, vom Wasserbassin ab gerechnet, eine Breite von 12 Fuß in der Oberkante und eine Tiefe von 2 Fuß vom Wasserspiegel ab gegeben werden. Weiter nach Westen soll der Graben in der bisherigen Breite von 3 Fuß erhalten werden und desgleichen in einer Tiefe von 2 Fuß vom Wasserspiegel ab. Die Räumung dieses Grabens in so weit, als er die Breite von 12 Fuß erhält, wird von Herrn von Lochow und Herrn Völker gemeinschaftlich bewirkt. Auf der beigefügten Handzeichnung ist dieser Kanal mit e, f  bezeichnet.

3.

die jetzt bestehenden, dem Wasserbassin das Wasser zuführenden Kanäle und Gräben, nämlich:

a.

der von der Stollenberger – Schäferei herankommende Hauptkanal g – h der Handzeichnung,

b.

der Graben, welcher an der Mitternachtsseite der von Lochow’schen Wiese sich hinzieht, und die in der Richtung dieses von Mitternacht nach Mittag neu angelegte Fortsetzung dieses Grabens i, k, l. der Handzeichnung.

c.

Der Graben an der Grenze der Koch’schen Wiese in der Richtung von Mittag nach Mitternacht m n der Handzeichnung, müssen für immerwährende Zeiten als Gräben zur Leitung des Wassers nach dem Wasserbassin vor den Ständer bestehen bleiben und als Zuleitungsgräben offen gehalten werden. Die Besitzer des Rohrteiches verpflichten sich, das Wasser der an der Nord- West- und Südseite des Rohrteiches entspringenden Quellen dem Wasserbassin am Ständer zufließen zu lassen und dasselbe nicht nach anderen Seiten abzuleiten und ferner die innerhalb ihres Eigentums befindlichen Quellen offen zu erhalten und, soweit es erforderlich, auszustechen. Der auf der Handzeichnung mit g h bezeichnete Hauptkanal, vom Stollenberg herkommend, welcher vom Wasserbassin ca. 320 Fuß lang und am Bassin 8, am entgegengesetzten Ende aber 7 Fuß breit ist, und bisher von den Besitzern des Rohrteiches, Herrn von Lochow und Frau Kaufmann Koch gemeinschaftlich und zu gleichen Teile werden ist wird in dieser Breite auch ferner erhalten und in einer Tiefe von 2 Fuß vom Spiegel des höchst zulässigen Wasserstandes ab. Der vorstehend sub. Littr. B gedachte Graben (i k l der Handzeichnung) soll stets mindestens eine Breite von 1 ½ Fuß haben. Die Räumung verbleibt eine Verpflichtung der Besitzer des Rohrteiches, doch soll dem Mühlenbesitzer Völker gestattet sein, wenn durch außergewöhnliche Naturereignisse uns Überschwemmungen plötzlich eine Versandung des Hauptkanals eintritt, diese dadurch zu beseitigen, dass er die Räumung in solchen außerordentlichen Fällen selbst übernimmt. Der an der Morgenseite der Koch’schen Wiese entlang gehende Graben, m n der Handzeichnung, wird, sowie auch die sonstigen Gräben in der bisherigen Breite, wie sie aus dem anliegenden Verzeichnisse hervorgeht, erhalten, und soll ihnen eine Tiefe gegeben und sie stets in einer Tiefe erhalten werden, welche den ungehinderten Abfluss des darin enthaltenen Wassers nach dem Bassin vor dem Ständer gestattet. Die Räumung dieser Gräben übernehmen die Rohrteichbesitzer, Herr von Lochow und Frau Kaufmann Koch ein jeder in soweit, als sie auf seinem Grund und Boden liegen. Die Räumung ist im Frühjahr jeden Jahres, und zwar vor dem 15. Mai auszuführen.

§. 2

Der Wasserstand in dem Bassin vor dem Ständer soll durch einen auf Kosten des Herrn von Lochow und Herrn Völker zu setzenden Merkpfahl und zwar dergestalt reguliert werden, das er 1 (ein) Zoll unter der am Ständer eingemeißelten Marke zu liegen kommt. Kontrahenten wollen diesen Merkpfahl ohne Zuziehung der Behörde selbst errichten. Herr von Lochow verpflichtet sich von der Nordseite des Wasserbeckens ab, a – b der Handzeichnung, bis zur Grenze mitten der Wiese des Magistrats. v der Handzeichnung, den Wiesenboden muldenartig derart zu erniedrigen, dass das Wasser aus dem Bassin, wenn solches den höchst zulässigen Wasserstand erreicht hat, nach der Brücke am Wiesenburger Tor Abfluss zu finden im Stande ist, und den Wiesenboden in diesem Stande zu erhalten. Zugleich wird hier festgesetzt, dass das Wiesenterrain, über welches dieser Abfluss stattfindet, stets mit dem Markpfeil im Niveau stehen und dieser Höhe von Herrn Lochow unterhalten werden muss, dergestalt, dass das Wasser aus dem Bassin erst dann abfließen vermag, wenn der Wasserstand wie ihn der Markpfeil markiert, überschritten wird. Die Kosten der Herstellung dieser Vertiefung der Wiese tragen Herr von Lochow und Herr Völker zu gleichen Teilen. Die Herstellung erfolgt im Frühjahr künftigen Jahres, vor Eintritt des Graswuchses. Sowohl in dem Falle, wenn durch Schuld des Mühlenbesitzers Völker der durch den Merkpfahl regulierte Wasserstand überschritten wird, als auch in dem Falle, wenn das Wiesenterrain, über welches bei Überschreitung des regulierten Wasserstandes das Wasser abfließt, durch Schuld oder Vernachlässigung des Wiesenbesitzers, niedriger zu liegen kommt, als der Merkpfahl also nicht mehr im Niveau mit demselben bleibt, verfällt der schuldige Teil in eine Konventionell – Strafe 10 Sgr. Während der Wintermonate, nämlich vom 1. Oktober bis zum 1. April soll es dem Mühlenbesitzer Völker gestattet sein, den Wasserstand 3 Zoll über den vorgegebenen höchsten Sommer – Wasserstand zu halten, also in der Höhe, welche die am Ständer eingemeißelte Marke anzeigt, die erforderliche Vorrichtung zum Festhalten des Wassers im Bassin in dieser Höhe hat Herr Völker nach seinem Ermessen und auf eigene Kosten zu treffen.

§. 3

zu beiden Seiten des Ständers, und zwar auf der von Lochowschen Seite auf Fuß und auf der Koch’schen Seite auf Fuß ist das Ufer mit einer Bretterverschalung versehen, den Grund und Boden, welcher zwischen Wallweg und dieser Uferverschalung liegt, treten die Besitzer des Rohrteichs, Herr von Lochow und Frau Kaufmann Koch, jeder Teil, soweit ihm das Eigentumsrecht daran zusteht, an den Schlossmühlenbesitzer Herrn Völker eigentümlich, jedoch ohne Gewährleistung hiermit ab, letzterer verpflichtet sich dagegen zur Unterhaltung der Verschalung. Den Wasserspiegel an dieser Stelle mit einer Bretterdecke oder in einer anderer Weise zu überdecken, ist dem Mühlenbesitzer Völker nicht gestattet.

§. 4

Die Rohrteichbesitzer sind befugt, auf dem jetzt schon vorhandenen Wiesenboden sowohl, wie auf dem noch herzustellenden Gräben nach ihrem Belieben anzulegen, jedoch nur so, dass das in die angelegten Gräben eintretende Wasser seinen Abfluss nur nach dem Wasserbassin vor dem Ständer und nicht anderweit hinnehmen kann.

§. 5

Bis zur Herstellung der zum Abfluss übermäßigen Wassers bestimmten muldenartigen Vertiefungen, welche vom Frühjahr nächsten Jahres und längstens bis zum 15. Mai kommenden Jahres erfolgen soll, wird der derzeit bestehende und bisher bestandene Zustand aufrecht erhalten, doch nimmt der Mühlenbesitzer Völker die angestellte Besitzklage zurück. Die gerichtlichen Kosten des Besitzprozesses werden vom Herrn von Lochow zu einer und Herrn Mühlenbesitzer Völker zur anderen Hälfte getragen, die außergerichtlichen dagegen kompensiert.

§. 6

Zu den Kosten, welche durch die geometrischen Arbeiten, durch den Entwurf und die gerichtliche Vollziehung dieses Übereinkommens, durch die Herstellung des Merkpfahls und der muldenartigen als Wasserablauf dienenden Vertiefung entstehen, tragen Herr von Lochow und Herr Völker zu gleichen Teilen bei.

§. 7

Die Rechte und Verbindlichkeiten, welche den Kontrahenten aus diesem Übereinkommen erwachsen, sollen auf die Nachfolger in den Besitz der darin berührten, im Eingange gedachten Grundstücke übergehen und dies auf gemeinsame, gleichmäßig zu tragende Kosten im Hypothekenbuch der Grundstücke eingetragen werden, was hierdurch von den Kontrahenten ausdrücklich bewilligt wird.

Belzig, den 17. März 1868

gez. Carl von Lochow

gez. Louis Völker

a. u. s.

gez. Klemming.

Abb. Lageplan zum ersten Vertrag

Zweiter ergänzender Vertrag

Belzig, den 14. Februar 1870

Vor mir, dem hier wohnhaften Notar, Justizrath Friedrich Eduard Flemming und den zugezogenen, mir persönlich und als Inländer bekannten Instumentszeugen:

a. dem Schuhmachermeister Christian Kencke

b. dem Kürschnermeister Heinrich Toerlitz beide von hier, die mit mir versichern, dass keinem von uns Verhältnisse entgegenstehen, die nach dem § 5 – 9 der Verordnung vom 11. Juli 1845 von der Theilnahme an der Verhandlung ausschliessen, erschienen heut, von Person bekannt und dispositionsfähig:

a.der Rittergutsbesitzer Herr Carl von Lochow auf Lübnitz wohnhaft,

b. der Besitzer der Schlossmühle zu Sandberg Herr Louis Voelker zu Sandberg wohnhaft, und contrahierten dahin miteinander:

Zwischen den Coamparaenten ist unterm 17. März 1868 ein den Sammelteich vor der hiesigen Schloßmühle betreffendes Abkommen geschlossen und gerichtlich recognosoiert worden. Dies Abkommen ist in der Voraussetzung geschlossen worden, dass die Mitbesitzerin des gedachten Teiches und der daran stossenden Wiesengeländereien Frau Kaufmann Koch demselben beitreten werde, was nicht geschehen ist. Comparenten wollen nichtsdestoweniger das von ihnen geschlossene Abkommen unter sich aufrecht erhalten, selbstverständlich unter der Bedingung, dass die Bestimmungen, zu welche der Beitritt der Frau Kaufmann Koch erforderlich wäre ausser Anwendung treten. Das vorgedachte Abkommen bedarf in mehreren Punkten einer Ergänzung welche unter den Contrahenten dahin erfolgt.

Zu § 1 Nr.1 Paragraph eins Nr 1)

Die Verschaalung an dem Basain vor des Ständer übernimmt Herr Völker nur insoweit, als das Bassin sich auf dem Herrn von Lochov gehörigen Grund und Boden befindet, nicht auch auf dem Kochschen Anteil an dem Bassin, wenn Frau Kaufmann Koch überhaupt an dem Bassin Anteil haben sollte, was nach der vorhandenen Teilungskarte, von dem Regierungsfeldmesser Klose gefertigt, zu beurteile Grund und Boden des Bassins, soweit Herr Völker die Versschaalung desselben übernommen hat, fällt ihm zu. Die Unterhaltung des Ständers hat Herr Völker und die Nachfolgenden Besitzer seiner Mühle zu bewirken und wird sein Eigentum daran an Herrn von Lochow anerkannt.

Zu § l Nr. 3 ( P. eins Nummer 3)

Die tiefe des Grabens, welcher auf der, der Ausfertigung des gedachten Abkommens beigefügten, Handzeichnung mit i k l bezeichnet ist auf 2 Fuss Rheinländisch von dem höchst zulässigen Wasserspiegel festgesetzt. Die Fischerei sowohl in dem Graben als auch in dem Bassin, verbleibt Herrn von Lochow.

Zu § 2 (P. zwei)

Der Merkpfahl, dessen Setzung sich Contrahenten vorbehalten haben, ist gesetzt und zwar an der Stelle, an welchen es auf dem Bielfeldschen Plan des Rohrteiches verzeichnet steht und mit A, bezeichnet ist. Dieser Merkpfahl aus eichenem Holz bestehend und mit einem, zwei Zoll starken durch 5 Nägel mit dem Pfahl verbundenen eichenen Bohlenstück , von dem Umfange des Pfahls belegt, steht mit der Oberfläche einen Zoll unter der Höhe an dem steinernen Ständer und soll in dieser Höhe sorgfältig erhalten werden. Contrahenten beabsichtigen und verpflichten sich gegenseitig, einen zweiten in der Höhe mit dem schon stehenden ganz gleichen Merkpfahl in dem Bassin vor dem Ständer zu errichten.

Zu § 3 ( P. drei)

In dem mehrgedachten Abkommen, fehlt es an einer Bestimmung des Längenmasses, in welchem Herr Völker die Verschaalung zu unterhalten hat. Zur Ergänzung dessen wird bestimmt, dass Herr Völker die Verschaalung des Bassims insoweit übernimmt, als das Bassin zu dem Anteil des Herrn von Lochow am Röhrteich gehörig und jetzt verschaalt ist.

Es wird beantragt:

Die Abkommen zweimal für jeden der Herren Contrahenten einmal auszufertigen und die Eintragung in das Hypothekenbuch zu veranlassen.

vorgelesen genehmigt unterschrieben

Carl von Lochow

Louis Voelker.

Es wird hiermit attestiert, dass die vorstehende Verhandlung so, wie sie niedergeschrieben worden ist, wirklich stattgefunden hat und dieselbe in Gegenwart des Notars und der Zeugen den Herrn Contrahenten vorgelesen von denselben genehmigt und wie vorsteht eigenhändig unterschrieben worden ist.

Christian Bencke

Heinrich Toerlitz

Friedrich Eduard Flemming

Vorstehende, in das Register für das Jahr 1870 sub. Nummer 56 eingetragenen Verhandlung wird hiermit zweimal, nämlich einmal für den Rittergutsbesitzer Herrn Carl von Lochow auf Lübnitz und das andere Mal für den Mühlenbesitzer Herrn Louis Voelker zu Sandberg ausgefertigt.

Belzig, den 14. Februar 1870

Der Justizrath:

gez. Unterschrift.

(Flemming)

Ausfertigung für den Rittergutsbesitzer Herrn Carl von Lochow auf Lübnitz.

E.w. Hochwohlgeboren werden hierdurch benachrichtigt, dass auf Grund der am 27. März 1868 und 14. Februar 1870 aufgenommene Verhandlungen folgende Eintragung im Hypothekanbuche von Ihrer Landungen und zwar ad. 18 der Tabelle Volumen 2 pagina 461 No.74 bewirkt ist:

R u b r i c a II.

Sie werden hierdurch benachrichtigt, dass auf Grund des am 17. März 1868 aufgenommen Vertrages und der in Ausfertigung beiliegenden notariellen Verhandlung vom 14. Februar 1870 folgende Eintragung im Hypothekenbuche von Sandberg bei dem Grundstück des Mühlenbesitzers Voelker in Sandberg Vol. I pag. 65 No. 5 bewirkt ist.

Rubrica II. Nr. XIII 3

Die Verpflichtung des Besitzers dem Grundstück Vol. I. Nr. 5 fol. 65 von Sandberg gegenüber zur Anlegung, unveränderter Erhaltung und Räumung der Gräben und Wasserzuflüsse nach Massgabe der Bestimmungen im Übereinkommen vom 17. März 1868 und vom 14. Februar 1870 eingetragen zufolge Verfügung vom 8. Oktober 1870.

Belzig, den 8. Oktober 1870

Königliche Kreisgerichts-Commission II

gez. Unterschrift

R u b r i c a II.

No. 10. Die Verpflichtung des Besitzers :

a) dem Besitzer des Rohrteiohes Vol.II Nr.74 pag. 461 ad.

der Tabelle die Umwandlung des Teichterrains zu gestatten

b) zur Räumung des Wasserbassins

c) zur Unterhaltung der Verschaalung des Bassins,

d) zur gemeinschaftlichen Räumung des von Schlägels Hof herkommenden Grabens,

e) zur Regulierung des Wasserstandes im Rohrteiche, und zwar alles nach näherem Inhalte des Abkommens vom 17. März 1868 und l4. Febr. 1870 eingetragenen ex decreto vom 19. Oktober 1870.

Belzig, den 19. Oktober 1870

Königliche Kreisgerichts-Commission I.

Unterschrift.

Müllerfamilie Dorno

Friedrich Julius Otto Dorno

* 30. März 1847, Sohn des Bäcker und Brauereibesitzer Friedrich August Dorno und der Caroline Wilhelmine Kühne in Belzig

+11. Dezember 1912

I. °° 04. Juni 1872 mit Amaila Karoline Wilhelmine Emilia Völker (* 06. März 1845, + 30. März 1887)

II. °° 26. Dezember 1891  Lina Clara Auguste Bethge (* 05.02.1858 Berlin-Charlottenburg, + 14. Dezember 1924 in Belzig), Tochter des Bäckermeisters Ferdinand Bethge und der Auguste Issim in Berlin-Zehlendorf  

Kinder I. Ehe:

1. Maria Anna Clara * 19. Februar 1874, + 17. September 1874

2. Paul Louis Otto * 14. März 1878, + 21. April 1878

3. Klara Maria Margarethe * 06. Januar 1880

4. Friedrich Louis Otto * 26. Januar 1881, + 25.10.1918 Feldlazarett zu Bay, °° 07. Oktober 1907 mit Mathilde Pauline Pulz

Kinder II. Ehe:

5. Klara Martha Karolina * 27 Juni 1894

6. Karl Heinrich * 07. Februar 1898, gefallen 09. Oktober 1918 bei Verdun (Dorno, Heinrich Lt., geb. in Sandberg b. Belzig 7.2.98, gef. 9.10.18 v. Verdun 1 Klm. südöstl. H. 371 (Kleiner Stern) 3 1/2 Klm. südöstl. Sipvy – Er war im Füslier-Regiment Prinz Heinrich von Preußen (Brandenburgisches) Nr. 35 Leutnant)

18.April 1874 (ZBKBL)

2 Taler Belohnung. Denjenigen, welcher mir Person namhaft gemacht, die sich ihres Schuttes in den und am Mühlenbach, sowie in der Ecke bei der Mühle und der Wiese beim Maurergesellen Piepert entledigen. Otto Dorno, Mühlenbesitzer.

05.02.1879 Gemeindevorsteher ist in Sandberg Mühlenmeister Dorno

1880 Sandberg: Gemeindevorsteher: Mühlenbesitzer Ferdinand Wiere, Schöppen: Maurer Rüger, Mühlenbesitzer Dorno

Bei der Bekämpfung des Brandes der Schlossmühle am 11. Mai 1887 hatte die Feuerwehr einen bedauerlichen Unfall zu verzeichnen. Durch Einsturz der Vorderfront wurde dem Feuerwehrmann Karl Störtzer, der ein Strahlrohr führte, der rechte Unterschenkel zerschlagen. Das Feuer brach in der Nacht vom 10. – 11. Mai aus, die Feuerwehr wurde um 3 Uhr Nachts alarmiert.

25. Mai 1887 (ZBKBL)

Dem bei dem Brande der Schlossmühle verunglückten Mitgliede der Freiwilligen Feuerwehr, Kamerad Störtzer, sind Seitens des Brandenburgischen Provinzial – Feuerwehr – Verbandes 10 Mark Unterstützung pro Woche während der Dauer seiner Arbeitsunfähigkeit bereitwilligst zugesichert worden. Die Privatwohltätigkeit hat ebenfalls das Ihre getan, dem Schwerverletzten und seiner Familie helfend beizuspringen. Der Arbeiter Störzer kam bei Löscharbeiten zu Falle, als er einer niederstürzenden Wand ausweichen wollte. Dabei wurde ihm der Unterschenkel derartig verletzt, dass er an einem komplizierten Bruch desselben schwer darniederliegt.

Das Richtfest für den Mühlenneubau erfolgte am 5. August 1887

„Zimmermanns-Predigt beim Richtfest des Schloßmühlen-Gebäudes zu Sandberg, bei Belzig, den 5ten August 1887

Am 11ten Mai, die Nacht war klar

Als just der Wind zu Bette war,

da weckte uns nächtliches Geschrei

auf dort im Sandberg ein Feuer sei

Wer munter ward vom Haus weg rann.

‚Die Schloßmühle brennt!‘ so hieß es dann.

Die Schloßmühle? Das kann nicht sein

Man sieht ja keinen Feuerschein!

Doch bald schoß die Flam zum Dach heraus.

‚Da ist nichts zu retten, auch das Wohnhaus brennt!‘

Dann gewaltig raste das Element.

So fand man am Morgen eine Wüstenei,

und tagelang dauerte die Spritzerei.

Nach trüben Wochen, in Monatsfrist,

die Aussicht bei der Brücke eine andere ist.

Es wurde dann wacker Schutt fortgeräumt,

in deß der Mühlenbach stürzend schäumt.

Bald kamen Maurer und Handlanger an,

und mit dem Metermaß der Zimmermann.

Es entstand ein tüchtiges Fundament

aus Schutt und Moorgrund, den Ihr alle kennt.

In kurzer Zeit wuchsen die Mauern an

und das Gebälk legte der Zimmermann.

Im ersten Stockwerk und weiter herauf

und gut brachte man die Sparren hinauf.

Das Gebäude ist fertig – von der Hand nun erschaffen

die Maurer gaben ihm sein Gewand

Von außen, fein und solide

Von innen, da kann der Mühlenbach noch lange rinnen.

Ehe Fundamente und Wände weichen

die gewiß ein hohes Alter erreichen.

Dies wollen wir wünschen dem ganzen Gebäude

Zu der Bauherrn und ihrer Nachkommen Freude!

Mit Ruhm wird der Bau auch die Baumeister lohnen,

weil die Bauherrn keine Kosten schonen

‚Das Werk lobt den Meister‘ wird jeder sagen,

auch die Gesellen und Handlanger, die dabei sich plagen,

bei Tages Hitze, bis spät in die Nacht,

damit der Bau bald wird zu Stande gebracht.

Nun heißt es beim Predigen: ‚Krieg und Brand

Segnet der Himmel mit milder Hand!‘

So verleihe er der Schloßmühle Heil und Segen,

Frieden und Wohlstand allerwegen,

darin Glück, Gesundheit an Leib und Seele,

und das nimmermehr das kleine Geld hier fehle,

daß es sich – wie bisher – darin halte und vermehre,

auch bewahret bleibe des Schloßmüllers Ehre,

als tüchtiger Müller zu allen Zeiten

die hierorts das feinste Mehl bereiten.

Mögen die Bauherrn nur Gutes erleben,

an Kindern und Enkeln und Verwandten daneben.

So schließe ich denn in Gottes Namen

Mit einem kräftigen lauten Amen.“

27. Mai 1889 Aufgebot der angeblich verloren gegangen Quittungsbücher der Sparkasse von: 1. dem Mühlenbesitzer Otto Dorno in Sandberg, Quittungsbuch Nr. 6544 über 259, 16 Mark und seiner Frau Margarethe Dorno – Quittungsbuch Nr. 6087 mit 284, 48 Mark.

Belzig, den 24. Februar 1900 ( ZBKBL 03.03.1900 )

Der Maurer Carl Rüger in Sandberg ist zum Gemeindevorsteher, sowie der Mühlenbesitzer Otto Dorno und der Ackermann Carl Krause ebendaselbst zu Schöppen der Gemeinde Sandberg wiedergewählt und von mir bestätigt worden.

Der Kgl. Landrath des Kreises Zauch – Belzig i.V. von Köller, Regierungs – Assessor

Mühlenbesitzer Otto Dorno, sein Dienstknecht Gottfried Hagen (1901)

1913 Sandberg: Amtsvorsteher Rittergutsbesitzer Koreuber, Stellvertreter Mühlenbesitzer Dorno, Gemeindevorsteher der Maurer August Haase.

Friedrich Louis Otto Dorno 17/ 31

Schloßmüller

* 26.01.1881

† 25.10.1918 Feldlazarett zu Bay

°° 07.10.1907 mit Mathilde Pauline Pulz

Kinder

Gertrud * 1908

Elly * 1910

Otto Gustav * 13.08.1914, † 07.11.2000, °° Irene Sperfeld

Richard * 1916, gefallen im 2. Weltkrieg

1932 hatte der Müller Kuhlmey von der Werdermühle 1248,99 RM Schulden bei der Frau Mühlenbesitzerin Pauline Dorno.

Otto Gustav Dorno

Mühlenmeister 1914 – 2000

* 13.08.1914

† 07.11.2000

Irene Dorno geb. Sperfeld(* 15.10.1919, † 23.06.1999)

Kinder:

Otto

Renate

Elke 

Axel.

Grundbucheinträge

Nr. 4

Ein Haus, das Zubehör zur Schlossmühle Nr. 5 ist

Nr. 5

Schlossmühle mit Wohnhaus, Mühlhaus, Stallungen, Brauhaus, eine Scheune, Ställe, Schuppen, zwei Gärten von und hinter der Mühle

1814 vom Mühlenmeister Christian Gottlieb Ludwig Oelschäger errichtet

1831 erbt die Ehefrau des Müllermeisters Voelker, Marie Dorothee geb. Gobel, vormals Witwe des Mühlenmeisters Oelschläger, Wert 4186 Thaler

1840 Müller Friedrich Wilhelm Ludwig Völker hat das Grundstück für 6000 Thaler von seiner Mutter, verehelichte Völker erkauft

1873 Otto Dorno und Ehefrau Emilie geb. Völker für 9650 Thaler mit Landungen erworben

1891 Otto Dorno erhält laut Erbvertrag den Anteil der Ehefrau

1907 Otto Dorno jun.

1919 Erben: die Witwe Pauline Dorno geb. Pulz, unverheiratete Gertraud Dorno, geb. 1908, Elli Dorno geb. 1910, der Müller Otto Dorno 1914, Richard 1916 in ungeteilter Erbengemeinschaft

Blatt 430

Wiese zwischen Mühlbach und Seedoche, Acker in der Stadtmark am Lübnitzer Wege (28 ha), Acker Schönefeld 20 ha, insgesamt über 45 ha

1878 Ökonom Otto Dorno und Ehefrau Emilie geb. Völker zu Sandberg

1891 Mühlenbesitzer Otto Dorno

1907 Mühlenbesitzer Otto Dorno jun.

1919 auf Grund des Erbscheins von 1919 erbt Pauline Dorno geb. Pulz

            unverehelichte Gertrud Dorno, geb. 1908

            unverehelichte Elli Dorno, geb. 1910

            Müller Otto Dorno, geb 1914

            Richard Dorno, geb. 1916