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Brauwesen

Brauwesen

Die Herstellung des Bieres
Die Herstellung von Bier erfolgte ursprünglich im Haushalt, ab Mitte des 19. Jahrhunderts dann in fabrikmäßigen Betrieb.Die Brauerei gliedert sich in das Mälzen (Bereitung des Malzes), die Herstellung der Würze (eigentlicher Brauvorgang) und die Vergärung.Zur Würzezubereitung wird das Malz geschrotet, d.h. auf der Malzmühle zermahlen, und im Sudhaus mit Wasser zur Maische gemischt, gemaischt, wobei Zucker, stickstoffhaltige Abbaustoffe des Eiweißes u. a. als „Extrakt“ in Lösung gehen. Dann läutert man die Lösung, d. h. man entfernt daraus im Läuterbottich die Malzrückstände, die Treber, die als Futter dienen.Hierauf kocht man die Flüssigkeit mit mehr oder weniger Hopfen, der das Bier bitterlich würzt und haltbar und bekömmlicher macht, in der Würz- oder Bierpfanne zur eigentlichen Würze ein.Die Konzentration der Würze ist bei den einzelnen Bierarten verschieden, sie wird in Balling – Graden (° B) angegeben.Man filtert die Hopfenrückstände wieder ab und läßt die Würze im Kühlschiff oder im Kühlapparat abkühlen, wobei das Kühlgeläger, das Trub oder die Trübe, absetzt und sich eine Kruste von Bierstein (hauptsächlich oxal- und phosphorsaurer Kalk) bildet.In den Gärgefäßen versetzt man nun die Würze mit Hefe (Satz, Zeug), diese verwandelt unter Gärung einen Teil des Zuckers der Würze in Alkohol und in schaumgebende Kohlensäure.Bei der älteren Obergärung, wobei die Hefe während ihres Wirkens obenauf schwimmt, entstehen die obergärigen Biere, bei Untergärung, wobei sich die unter geringer Erwärmung am Grund bleibt, die haltbaren untergärigen Biere.Diese Gärung dauert 8 – 10 Tage und wird durch Kühlung gemäßigt, wobei sich die meiste Hefe niederschlägt. Das entstandene Jungbier wird möglichst klar auf Lagerfässer übergehebert (geschlaucht) und soll nach 9- bis 24- tägiger Nachgärung bei offenem Spund und mehrtägigen Liegen mit Spundverschluß fertig sein zum Abziehen auf Frachtfässer (Versandbier) und Flaschen.Nach 3 – 6 Wochen ist das Schankbier, nach mehreren Monaten das Lagerbier trinkfertig.Das fertige Bier enthält im Durchschnitt 1 – 6 % Alkohol, 3 – 13 % Extrastoffe, 0,2 – 0,4 % Kohlensäure.

Braugeschichte

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Mühlen

Die Belziger Mühlen

Die Geschichte der Belziger Mühlen wurde in verschiedenen heimatkundlichen Veröffentlichungen bis jetzt nur mangelhaft behandelt. Eine intensive Erforschung der Geschichte der einzelnen Mühlen ist bis jetzt nicht erfolgt.Die hier zusammengetragenen Daten sind ein Versuch zur Aufarbeitung der sehr abwechlungsreichen Geschichte der einzelnen Mühlen. Viele dieser Daten sind dem Zauch – Belziger Kreisblatt (ZBKBL) entnommen.Ich möchte mich beim Kreisarchiv des Kreises Potsdam – Mittelmark für die mir gewährte Unterstützung, bei der Benutzung der Zeitungsbände, aber auch anderer Archivalien, bedanken.Weiterhin möchte ich mich bei der evangelischen Kirchengemeinde bedanken, für die Einsicht in die Belziger Kirchenbücher.

Wappen der Müllerzunft

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Lexikalisches

Mühlenordung

Müllerinnung

Folgende Mühlen gab bzw. gibt es noch in Belzig (Näheres bei der jeweiligen Mühle)

1. Schloßmühle

2. Mittelmühle

3. Hintermühle

4. Walkmühle

5. Neue Mühle

6. Oelschägers Mühle

7. Springbachmühle

8. Obermühle

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Brauwesen

Hotel Zur Weintraube

Blatt 20          

heute Straße der Einheit 22

Brauberechtigtes Wohnhaus mit Brauhaus unter einem Dache, mit einem Kuhstall, einem Schafstall und einem Hintergebäude in der Brandenburger Str. 20 und einem Budenhaus hinter der Mauer. (Brandenburger 50 und Mauerstr. 1)

1823 1. Schmiedemeister Christian Gottlob Kalisch

        2. Witwe Johanne Sophie geb. Domitzsch für 998 Thaler geerbt.

1856 Müller Christian Heßler

1875 Friedrich Wilhelm Hesler

1889 das minderjährige Fräulein Emma Hesler

„Weintraube“ – Emil Richter hatte drei Söhne, Paul übernimmt die Gaststätte, heiratet Trudchen (Walter leitet die Mitropa-Gaststätte am Bahnhof, Willi übernahm einige Zeit das Schützenhaus Belzig (vorher war Trittel, blieb jedoch Inhaber der Weintraube)

Gebäudeleitblatt 1954

Straße der Einheit 106 und Mauerstr. 19

Grundstückseigentümer Richter, Emma geb. Heßler

Ant. a. Best. Nr. 280

Grundbuch 1 Nr. 20

a) Wh. m. Seitenflügel u. Ab. , b) Wh., c) St. m. Remise, d) St., e) St. m. Ab., f) Ab.

Straße der Einheit 26 (Brandenburger Straße 50)

Ursprünglich ein Kolonialwarengeschäft, dann auf Ratsbeschluss Herberge für Handwerksburschen, weiterhin Gaststätte ( Weintraube ), kurz nach der Wende, 01. September 1990 wurde hier ein Blumengeschäft eröffnet (Blumenhaus Sigrid Hey). Februar 1975 übernahm der Konsum die Gaststätte von Paul Richter. Am 01. Februar wird die rekonstruierte Konsumgaststätte „Zur Weintraube“ wieder eröffnet. 1927 Besitzer Emil Richter.

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Brauwesen

Gasthaus Jäger

Grundbuchblatt 18   

Ein brauberechtigtes Haus mit Brauhaus, Seitengebäude, Stall, Scheune vor dem Brandenburger Tore, Brandenburger Str. 18 (später 48), auch Adolf-H.-Str. 104) heute Straße der Einheit 30

(später Gasthof mit Ausspanne Anton Jäger „Stadtmitte“)

Bürgermeister Johann Friedrich Liefenberg

1822 kauft es Kaufmann Heinrich Christoph Hollmann für 2000 Thaler (+ 08.05.1830)

1830 Übernimmt als Alleinerbe der Bruder des Obigen, Amtmann Christian Friedrich Hollmann und verkauft es weiter an:

1830 Kaufmann Johann Gustav Serno kaufte das Grundstück mit Kabel und Garten von Amtmann Hollmann für 2200 Thaler.

In der Nacht vom 2. zum 3. März d. J. sind aus dem in der Brandenburger Strasse sub. Nr. 18 hierselbst belegenen Wohnhause mittels gewaltsamen Diebstahls

1) am krossierenden Münzen: 50 bis 60 Taler, und zwar ungefähr in Zweitalerstücken 16 Thlr., in Eindrittelstücken 4 Thlr.,  in Einsechstelstücken 10 Thlr, in Einzwölftelstücken einige Taler, einige Silbergroschen und in Eintalerstücken der Rest,

2) an silbernen Schaustücken sechs bis acht Stücke, unter welchem a) eine Gedenkmünze auf das scheidene Jahrhundert mit dem Bilde des Todes als Sensenmann mit der Umschrift: „Alles vergeht“, auf der Kehrseite die Fortsetzung mit den Worten: „nur die Lieb zu guten Menschen nicht“, b) ein Schaustücke in Größe eines Preußischen Guldens, auf der einen Seite das Bild Friedrich II., auf der andern die Schlacht bei Prag mit einem lateinischen Denkspruch, c) mehrere kleine gehenkelte Silberstücke in der Größe eines halben Silbergroschens, auf der einen Seite mit der Siegesgöttin, auf der anderen die Worte: „Schlacht bei Lübnitz und Hagelberg 1813“

3) eine Filetbörse von gelb und blauer Seide mit einem alten verborgenen Dukaten, zwei Eindrittelstücken und einem russischen Silberstück von ungefährem Werte eines Talers, entwendet worden.

Wir fordern jeden, der von den gestohlenen Gegenständen Kenntnis erhält, oder etwas in Erfahrung bringt, was zur Ermittlung und Überführung der Täter dienen könnte, auf, davon ungesäumte Anzeige zu leisten.

Belzig, den 4. März 1842. Königl. Preuß. Land- und Stadtgericht.

1849 Kauft Kaufmann Wilhelm Görisch für 2000 Thaler

1857 Friedrich Wilhelm Görisch vom Vater (versichert mit 2400 Thaler)

1892 Kaufmann Karl Friedrich Wilhelm Görisch [* 17.04.1847, + 16.06.1919)

1898 Witwe Hedwig Görisch geb. Habedank

1920 Kaufmann Else Jäger geb. Wesing

Gebäudeleitblatt 1954

Straße der Einheit 104

Grundstückseigentümer Jäger, Else geb. Wesing. 1954 Eigentum des Volkes (Rechtsträger)

Ant. a. Best. Nr. 280

Grundbuch 1 Nr. 18

a) Wh. m. Seitenflügel u. Ab. , b) Seitengb., c) St.

Straße der Einheit 30 (Brandenburger Straße 48), (Adolf Hitler Strasse 104) Ehemals Kaufladen mit Lokal und Ausspannung Anton Jäger, 1945 Sowjetisches Offizierskasino. Ehemals Hotel Stadt Mitte (DDR – Zeit), dann Pizzaria Valentino, jetzt Pizzeria San Marino. Anfang Oktober 1970 Beginn Rekonstruktion der HOG „Stadtmitte“. Einweihung September 1971. 1984 Renovierung des Hotels, Neueröffnung 30. März 1984. 20. Dezember 1997 Brand im Restaurant Valentino. 11.01.1947 Wohnhausbrand in der Gaststätte Jäger

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Mühlen

Obermühle

Im Archiv für Geschichte des deutschen Buchhandels. Leipzig 1890, Band 13 S. 172 (Ein spekulativer Buchhändler alter Zeiten: Johann Franke in Magdeburg), teil A. Kirchhoff mit: „Die schönsten Sorten bezog Francke aus Belzig, das schon 1524 als Fabricationsstätte von Papier vorkommt.“ Der Belziger Heimatforscher Walter Kuhlmey sagt, dass die Mühle erst 1591 als Papiermühle errichtet wurde. Gemäß dem Nachweis der Wasserzeichensammlung von Picarde, aus den Staatsarchiv in Stuttgart, existierte schon 1450 eine Papiermühle in Belzig. Ein weiteres Wasserzeichen der Sammlung stammt aus dem Jahre 1544, so dass die Mitteilung von Kirchhoff stichhaltig untermauert ist.

In der Ur-Oederkarte (um 1607) wird die Mühle schon als Papiermühle aufgeführt.

Thomas Anthoni

In der gedruckten Kirchenpredigt „Vera Domus Dei. Das ist die wahre und eigentliche ken- und Merkzeichen des rechten Hauses Gottes“ des Belziger Diakons Joachim Crüger von 1620 wird der Besitzer der Belziger Papiermühle, Antoni Thomas (Anthonij Thomae), als Widmungsempfänger erwähnt. Errn Thomae Anthonij Possessori der Papier Mühlen vor Belzig

Familie Selfisch / Fugmann

Laurentius Selfisch

Papiermühlenbesitzer, Papiermacher und Ratsherr in Belzig

* 24. Mai 1578 in Wittenberg, Sohn des Buchhändlers und Verlegers Samuel Selfisch (* 10.11.1529 Erfurt, + 08.01.1615 Wittenberg)

und der Maria Rühel (* 1537 Naunheim, + 01.09.1580 Wittenberg)

+ 1620 ?

°° 16. Juni 1606 Marie Bomgarten (* 1585, + 25.08.1617), Tochter des Belziger Bürgermeisters Andreas Bomgarten

Kinder

Magdalena Selfisch, * um 1605 Wittenberg. + 19.10.1688 Belzig, °° 10.05.1630 Nikolai Fugmann

Samuel Selfisch °° mit einer Dalichow aus Niemegk

Erwähnt in der Leichenpredigt für seinen Vater 1610

1610 widmete der Belziger Superintendent Michael Muling (Mühling) ihm „Zwo Christliche Predigten“ – „der christlichen Gemeine zu Beltzigk“, “ besondes dem Erban, Wolgeachten vnd Namhafften Laurentio Seelfisch, seinem freundlichen lieben Gevatter“. (Anmerkung: Dieser Druck ist nicht im Verzeichnis der Drucke des 17. Jahrhunderts [VD 17] verzeichnet. Das einzig bekannte Exemplar befindet sich im Buchmuseum Leipzig.)

Samuel Seelfisch

Papierfabrikant in Belzig

°° mit einer Dalichow aus Niemegk

Kinder

Johann + 1705

Laurentius, Theologe, + 1672 (Sohn Samuel ü 18.02.1738 Niemegk)

Nikolai Fugmann

1637 vorher Amtsschreiber, dann Amtmann  des Amt Belzig -Rabenstein (1637 – 1655, 15.12.1667 -)

1655 Amtsmann in Dobrilugk

* 06.11.1606 in Schweinitz, (Sohn des Nikolaus Fugmann in Schweinitz * 1575)

+ 20.04.1676

°° 10.05.1630 Magdalena Seelfisch (* 1605 Wittenberg, + 19.10.1688 Belzig), Tochter des Papiermühlenbesitzer Laurentius Selfisch und der Maria Bomgarten

Abb. Johann Friedrich Fugmann und seine Ehefrau Magdalena Selfisch (Altarbilder in der Marienkirche in Belzig)

Kinder (8 Söhne und 5 Töchter) :

Margarethe

Johann Friedrich * um 1633, + 07.06.1716, °° 08.07.1673 Anna Maria Büttner

Georg

Gertraud

Maria Magdalena * 08.08.1641 Niemegk, + 19.11.1700 Wurzen, °° 04.07.1661 in Wurzen Christoph Daniel Schreiter (* 05.12.1624 Wurzen, + 27.10.1714)

Johann Friedrich Fugmann

16.02.1656 Uni Wittenberg Dissertation

1661, 1675 Amtmann Belzig – Rabenstein?

* um 1633, Sohn des Nikolaus Fugmann und der Maria Magdalena Seelfisch

+ 07.06.1716 Belzig (82 ½ J.)

°° Barbara Marien Kaulisch (Verlobt 04.12.1671)  + 18.03.1672 (Starb als Braut)

I. °° 08.07.1673 mit Anna Maria Büttner (* 1646 Halle, + 24.05.1697 Belzig, Tochter des Amts- und Justizrates Johann Büttner und der Dorothea Rosine Neefe in Halle

II. °° 08.05.1703 Johann Friedrich Fugmann mit Sibilla Sophie Pistorius (um 1687 Meissen, Tochter des Amtsmanns Johann Christoph Pistorius aus Meißen

Kinder:

Johann Nikolay * 13.05.1674, + 22.01.1682

Friedrich Gottlieb * 01.04.1675, + 05.08.1675

Conrad Gottfried * 23.06.1676, + 23.12.1679

Christiana Dorothea * 04.06.1677, + 24.11.1679

Anna Juliana * 13.03.1679, + 08.1708 Wittenberg °° 29.08.1701Wittenberg Georg Wilhelm Kirchmaier (* 29.04.1653 Wittenberg, + 07.08.1759 Wittenberg, Sohn des Georg Kaspar Kirchmaier und der Elisabeth Notnagel)

Christiana Dorothea * 23.06.1680, °° 24.11.1701 in Wittenberg mit Dr. med. Ernst Friedrich Meder

Magdalena Rosina * 08.01.1682, + 26.08.1686

Maria Elisabeth * 25.12.1683

Johanne Marie + 24.05.1697

Laurentius Fugmann + 1692

(Brandregister 1647) Nikolaus Fugmann Schneidemühle im Sandberger Viertel. Die Schneidemühle ist abgebrannt und hat bei diesen Kriegswesen wüst gestanden, will aber jetzt wieder solche aufbauen, daher der Zins künftig wieder gangbar.

Im Brandenburger Viertel wohnte 1647 der Papiermacher Michael Hildebrandt.

Der erste Papiermachergeselle welcher im Kirchenbuch erwähnt wurde, war Martin Fischer. Am 27.09.1661 wurde ein Kind von ihm begraben.

1663 muss die Papiermühle schon seit einigen Jahren betrieben worden sein. Am 22.04.1663 wurde der Sohn Lumpensammlers auf der Papiermühle Jacoby Bartzsch, Martin Pauly, getauft. Der erste namentliche Papiermacher war Arnold Boc.e.

Arnold Bock

1664 kaufte die Mühle (Arendt) Arnold Bock (Lt. Reso)

Kinder

Maria * 29.03.1664

Peter Barisch

1665 Papiermachermeister

† um 1682

I. °° 31.01.1665 Papiermacher Peter Barisch mit Dorothea Schrecken (+ 04.01.1678), Tochter des Kunstmachers Caspar Schrecken aus Gera.

Als erstes Mal trat seine Frau als Patin bei der Geburt der Tochter des Töpfers Hans Dehne, Judith, am 18.02.1665 auf.

II. °° Margarethe Meißner (* um 1654, † vor 1709)

Kinder:

Blandina * 29.11.1665, °° 31.10.1683 Kantor Daniel Polz

Magdalena * 24.06.1667, + 14.11.1682

Dorothea Sabina * 11.07.1669, °° 25.05.1685 Posamentierer Johann Caspar Langenhahn

Gottfried * 14.03.1671, + 15.10.1680

Totgeborener Sohn 01.05.1674

Petrus + 02.10.1681

Paul * 11.10.1681 (Notttaufe), + 13.10.1681

Caspar * 25.03.1673, + 25.05.1673

Salomon + 14.11.1674

Magdalena Catharina * 19.12.1682 (wurde nach dem Tod des Vaters getauft.), °° 24.11.1698 mit dem Schmied Ernst Lüderich von der Laufschmiede in Zerbst.

Christian Carl *04.12.1684 Sohn des Korporals unter der Reiterei, Johann Siegmund Hartung, welche er mit der alten Papiermacherwitwe von Peter Berisch gezeugt hat,.

Nach Barischs Tod hat wahrscheinlich schon im Oktober 1682 der Papiermachermeister Georg Kloß die Selfisch’sche Papiermühle geleitet.

Weiteres Mühlenpersonal

Martin Fischer

Papiermachergeselle

Kind + 27.09.1661

Gürge (Georg) Fischer

Lumpensammler

Kinder:

Georgius * 10.12.1661

Anna Magdalena * 02.05.1664, + 18.06.1664

Dorothea Elisabeth * 08.08.1669, + 23.03.1670

Samuel * 16.06.1671

Jakoby Bartzsch 1/312

Lumpensammler

Kinder:

Martin Pauly * 22.04.1663

Georg Siebold

Lumpensammler

Kinder:

Anna Dorothea * 04.03.1675

Gürge (Georg) Fichel 1/301

+ 11.03.1683

Ehefrau Anna Elisabeth + 15.03.1683

Papiermachergeselle und später (1671) Lumpensammler

Kinder:

Martin * 03.11.1665, + 21.09.1673

Martin Hoffmann

Papiermachergeselle

Taufpate am 03.11.1665

Daniel Heerde(r)

Papiermacher, dann Lumpensammler, Ackermann

+ 28.12.1691

I. °° 20.02.1677 Anna Marie Große + 26.05.1690

II. °° 02.05.1691 Elisabeth, Tochter des Martin Grabow

Kinder

Anna Margaretha * 02.05.1678

Dorothea Elisabeth * 28.06.1682

Maria Magdalena * 10.03.1685

Daniel * 04.09.1688, + 06.07.1690

Gürge Daniel * 10.05.1692

Peter Heerder

Papiermacher

Kinder

Salomon * 28.04.1774

Michael Wolff

Papiermacher aus Dresden

+ 16.04.1677

Hans Köppe 2/277

Lumpensammler

Kinder

Maria Sabina * 18.05.1685

Paul Albrecht * 11.01.1688

Anna Maria * 26.02.1691, + 13.04.1693

Susanna Köpge

Lumpensammlerin

+ 28.01.1715

Maria Höppner

Lumpensammlerin

+ 03.12.1686

Baltzer Gröbler 3/50

Lumpensammler

Kinder

Hans Nicolai * 24.08.1693, + 04.09.1693

Matthies Böldicke (Bölker)

Lumpensammler und Leineweber

Kinder

Martin + 28.10.1694

Kind + 29.12.1694

Magdalena * 17.12.1695

Georg Heedebrück 3/280 (Georg Hodebruch 3/206)

Lumpensammler und Schulmeister aus Markendorf bei Treuenbrietzen

°° 23.11.1700 Lorina Christiana Magdalena Müller, Tochter des Bürgers und Bäckers Christian Müller aus Güsten

Kinder

Anna Dorothea * 13.01.1704, + 18.09.1707

Anna Rosina * 22.09.1706

Dorothea Elisabeth * 04.02.1711

Dorothea Sophia * 28.10.1715

Tochter + 24.11.1717

Martin Glauchen

Papiermachergeselle

Kinder

Johann Georg * 05.03.1715

Hans Christian Pasch

Papiermachergeselle

08.12.1710 TP. in Werbig

Christian Weisslich

Papiermacher

+ 01.08.1726

Georg König

Papiermacher

°° 12.10.1730 der Witwer und Papiermacher Georg König mit Anna Maria Fleischer

Papiermacher Georg Kloße (Klose)

°° 24.10.1682 mit der Tochter des Bürgermeisters Gottfried Hildebrandt in Belzig, Marie Sabine (* 05.10.1664)

Kinder:

Anna Maria *  24.09.1683 , + 26.10.1684

totgeborene Tochter +  22.06.1684

Maria Magdalena *  02.07.1686 , + 04.08.1693

Anna Elisabeth *  01.01.1688, 15.11.1704 Taufpatin in Werbig

Johann Christoph *  02.10.1689 , + 16.10.1692

Anna Rosina *  13.04.1691 , °° 08.11.1714 mit dem Brauer und Kunstmacher Carl Christian Hartung

Gottfried *  23.01.1693 Werbig,  + 06.03.1754 Dahlen , °° 25.10.1722 mit Anna Rosina Büttner (Kind: Johann Gottfried * 18.10.1723 in Werbig)

Maria Elisabeth *  31.03.1694

Johann Friedrich *   16.08.1696,  + 18.07.1697

Dorothea Elisabeth *  27.11.1699

Maria Sabina *  23.01.1701 in Hohenspringe (Werbig)

Kopial Kurkreis Belzig 16.04.1696

Kopial Kurkreis Belzig 27.04.1696

Klose muss um 1700 die Hohenspringer (Werbig) Papiermühle mit aufgebaut haben, denn seine Tochter Maria Sabina wurde im Januar 1701 in Werbig geboren. Seine Frau, Sabina, war am 11.09.1701 Taufpatin in Werbig. Vollständig erscheint er ab 1705 in Werbiger Kirchenbuch. Der erste Papiermachergeselle welcher in der Hohenspringer Mühle arbeitete war Heinrich Hirte (21.03.1700).

Am 03.11.1665 wurde dem Papiermachergesellen Gürge Fichel der Sohn Martin geboren, dabei stand Papiermachergeselle Martin Hoffmann Pate. 1671 wird Gürge Fichel im Kirchenbuch, bei der Geburt seines Sohns Samuel, als Lumpensammler bezeichnet. Fichel starb in dieser Position am 11. März 1683 und vier Tage später auch seine Frau.

Aus der Wittenberger Kämmereirechnung von 1668/ 69 geht hervor, dass der aus Belzig stammende Papiermacher Urban Heinz am 3. Februar 1669 den Betrag von 24 Groschen der Stadt Wittenberg zahlte, „so um den Torschreiberdienst im Elbthor anhält.“

Am 11. Juli 1674 wurde Meister Gürge Kämmerer, Bürger und Papiermacher von Ziesar, in Belzig begraben, er muss in Belzig plötzlich vom Tod überrascht worden sein.

Papiermühlenbesitzer Johann Zimmer

gebürtig aus Schlesien

°° 06.07.1706 mit der Tuchmacherstochter Maria Magdalena Hoffmann, Tochter des Tuchmachers Andreas Hoffmann und der Maria Wendel

Kinder:

Johann Christoph * 28.10.1706, + 1734

Sophia Elisabeth * 18.01.1708, + 28.02.1721

Anna Rosina Elisabeth * 11.07.1709, °° 30.06.1729 den brauberechtigte Bürger und Großböttcher Johann Gottfried Dehne

Johann Emmanuel * 19.02.1711, + 01.03.1711

Johann Christian * 03.05.1712

1706 erscheint der erste Papiermühlenbesitzer vom Fach, am 28. Oktober zeigt Johann Zimmer, gebürtig aus Schlesien, die Geburt seines Sohns Johann Christoph an. Pate war der Papiermacher Peter Kloß, der in der väterlichen Papiermühle zu Hohenspring, „Bey der Belziger Hörste gelegen“ tätig war. Zimmer war seit 1706 mit Marie Magdalena Hoffmann, die Tochter eines Belziger Bürgers und Tuchmachers, verheiratet.

* 11.11.1708 Sohn des Papiermachers Martin Richter aus Schlesien, Johann Georg, welche sich bei Johann Christoph Richter aufgehalten hatte.

Am 28. Februar 1721 wurde die Papiermühle, damaliger Besitzer Johann Zimmer, ein Raub der Flammen. Beim Brand kam seine älteste Tochter ums Leben. Sein ältester Sohn starb 1734.

°° 30.06.1729 der brauberechtigte Bürger und Großböttcher Johann Gottfried Dehne mit Rosina Elisabeth Zimmer, Tochter des Papiermachers Johann Zimmer.

1730 stirbt in der Papiermühle der Papiermachergeselle Gottfried Kloß und kurz nach ihm ein weiterer Geselle, Johann Georg Pascher. Johann Zimmer ist noch 1736 Taufpate bei der Geburt des Klein Briesener Müllers Caspar Friedrich Knienagel (Knönagel).

Georg Gottfried Gerber

Nächster Besitzer der Papiermühle war der Papiermacher und Mühlenbesitzer Georg Gottfried Gerbers, er starb am 23. März 1746.

Er war vorher Papiermacher auf der Papiermühle in Hohen Springe (Werbig), wo 1707 seine Tochter Anna Christiana Elisabeth geboren wurde und dann Papiermacher in Derwitz (nach den Werbiger Kirchenbuch war er von 1720 -1727 Papiermacher in Derwitz). Er war mit Catharina Elisabeth Klunter verheiratet.

Seine jüngste Tochter Catharina Louisa Gerbers heiratete am 12. Mai 1749 den Papiermacher Johann Benjamin Schwerdtner aus Schweinitz in Schlesien.

°° Catharina Elisabeth Klunter (TP. 12.07.1723 in Derwitz)

Kinder:

Anna Christiana Elisabeth * 24.11.1707 Werbig, + 01.12.1790 Belzig, TP. Am 01.11.1724 in Derwitz

Maria Juliana * 08.10.1710 Werbig

Catharina Elisabeth °° 12.05.1749 Papiermacher Johann Benjamin Schwerdtner aus Schweinitz

Michael Lebrecht * 1717,  17.12.1724 Derwitz, 7 J. 10 M. 2 W. 5 T.

Catharina Louise * 02.04.1724 Derwitz (Bild 80), TP Justina Stoltze Ehefrau des Papiermachers Johann Michael Gerber in Magdeburgerforth

Anna Elisabeth * 06.05.1726 Derwitz, + 08.05.1726 Derwitz

Georg Gottfried Lebrecht * 06.03.1729 Derwitz, + 15.04.1752 Belzig

Johann Benjamin Schwerdtner

Papiermacher aus Schweinitz in Schlesien, –  1754 auf der Roten Mühle in Prühlitz, 1754 – 1790 in Belzig

Sohn des Papiermachers Jacob Schwerdtner

+ 18.11.1790 Belzig

°° 12.05.1749 Belzig Catharina Louise Gerber (* 08.01.1798 Belzig)

Kinder

Johann Benjamin * 1754 Belzig

Heinrich Gottlob * 1760, + 05.11.1802, °° 18.10.1791 in Tornau Christiana Caroline Frömmich, Tochter des Stadtrichters in Köthen

Anna Elisabeth * Prühlitz

Er war auf seiner Wanderschaft nach Prühlitz (heute Mühlanger) gekommen und hatte dort eine leitende Stellung bei dem alten Schwertner der so genannten Rothe Mühle in Prühlitz als Pächter. Seine Tochter Anna Elisabeth wurde in Prühlnitz geboren, dabei war die Witwe Gerber Patin. Mitte 1754 war Johann Benjamin Schwerdtner immer noch auf der Rothen Mühle, aber er muss noch im gleichen Jahr nach Belzig gekommen sein, denn der in der Mühle mittätige Sohn verstarb 1752. Der Sohn Johann Benjamin wurde schon 1754 in Belzig geboren. 36 Jahre war Schwerdtner sen. Besitzer der Papiermühle, er starb am 18. November 1790, seine Ehefrau starb am 8. Januar 1798. Der jüngste Sohn wurde im September 1760 in Belzig geboren.

1748 Brand in der Mühle

1791 wird Schwerdtners Sohn, Heinrich Gottlob Schwerdtner, als „kunsterfahrener Papiermacher allhier, auch Erb- und Eigenthums Besitzer hiesiger Papiermühle vor Belzig“ genannt. Er heiratete Christina Caroline geborene Frömmich, des „Herren Ehrgott Frömmichs, kurfürstlich sächsischer wohlbestallter gewesener Fleisch-Steuer-Einnehmer, Conspectori und Stadttrichter zu Köthen wie auch angesehener Erbbesitzer der Mühle in Tornau bei Düben hinterlassene einziger Tochter erster Ehe.“ Die Tornauer Mühle war ein Papiermühle. Die Trauung fand dort am 18.10.1791 statt. Schon mit 42 Jahren und 3 Monaten verstarb Heinrich Gottlob Schwerdtner am 5.11.1802 an Lungenentzündung. Die Eheleute waren 11 Jahre verheiratet und hatten vier Kinder, von denen der 11jährige Heinrich und der vierjährige Friedrich beim Tode des Vaters lebten. Die Witwe hat wahrscheinlich die Mühle mit einem Meisterknecht weitergeführt.

Heinrich Gottlob Schwerdtner

* 1760 Belzig

+ 05.11.1802

°° 18.10.1791 in Tornau Christiana Caroline Frömmich, Tochter des Stadtrichters in Köthen

Kinder

Heinrich Gottlob * 1792 Belzig

Friedrich Wilhelm * 1798 Belzig

Johann Christian Ludwig Grohmann

* 23.07.1761 in Rädigke, Sohn des Mühlmeisters Johann Ludwig Grohmann(* 1734, + 1772) in Rädigke und der Johanna Elisabeth Busse aus Klepzig (* 1739, + 1772, °° 08.01.1756 in Rädigke)

+ 12.08.1826

I. °° n. 3. Epiph. 1791 in Rädigke mit Marie Elisabeth Bölcke (+ 05.11.1803), Tochter des Schuhmachers Georg Bölcke

II. °° 14.08.1810 mit Christiana Auguste Seyffert geb. Willmann (* 08.02.1780 Loburg), Tochter des Schullehrers Christian Wilhelm Willmann und der Johanna Friederika Schmidt in Loburg

Kinder

Ludwig Wilhelm Lebrecht * 01.08.1811 Loburg, + 06.12.1881 Halle

III. °° 24.03.1818 in Bücknitz mit Christiane Friederike Gobel (Jobel) (* 05.12.1795 Bücknitz, + 16.02.1827, 30 J. 11 M. 9 T.), Tochter des Mühlmeisters Johann Christian Jobel und der Marie Elisabeth Lehmann von der Herrenmühle in Bücknitz bei Ziesar

Kinder:

Carl Friedrich Wilhelm * 01.08.1817 Loburg

1. totgeborene Tochter + 07.03.1819

2. Johann Heinrich Ludwig * 26.10.1820

3. Friedrich Ferdinand * 15.08.1822, + 15.08.1843 Oranienburg

4. Karolina Friederike Auguste * 05.10.1824, + 28.04.1826

5. totgeborene Tochter + 07.02.1827

Nächster Besitzer Johann Christian Ludwig Grohmann aus Rädigke, 1819 in einer amtlichen Statistik, 1810 war er neuer Besitzer geworden. Er lässt sich am 14. August 1810 auf der Papiermühle mit der verehelicht gewesenen, doch geschiedenen Frau Christiane Auguste Seyffert geborene Willmann, Tochter des „treufleißigen Schullehrers und Custodis“ in Loburg trauen. Sie muss bald gestorben sein, im Kirchenbuch von Belzig finden wir darüber keine Nachricht.

Seine erste Ehefrau, Marie Elisabeth geborene Bölcke aus Rädigke, war verstorben.

Mit 56 Jahren heiratete er ein drittes Mal, und zwar die 22jährige Christiane Friedericke geborene Gobel (Jobel) aus der Herrenmühle in Brücknitz bei Ziesar, auch diese Trauung fand auf der Belziger Papiermühle, am 24. März 1818, statt. Bei der Geburt des ersten Sohnes, Johann Heinrich Ludwig Grohmann, stand die Mutter der Ehefrau als Gevatterin.

1822 wurde der zweite Sohn, Friedrich Ferdinand, geboren.

Am 12. August 1828 verstarb Johann Ludwig Grohmann (1762 – 1828) mit 66 Jahren an einen Schlaganfall. Seine junge Frau verstarb 1827 bei der Geburt eines weiteren Kindes im Alter von knapp 30 Jahren.

Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und Berlin 1827 (Beilage)

Auf Antrag der Vormünder der Papierfabrikant Grohmannschen Eheleute sollen folgende, bei der Stadt Belzig gelegene Grundstücke, der Auseinandersetzung wegen, subhastirt werden:

1 ) die oberschächtige Papiermühle mit einem Butten, den dazu gehörigen Gebäuden, Teichen, Gärten, Acker, Wiesen und Gerätschaften,

2 ) eine halbe Hufe Acker im Grunddoche,

3 ) ein Stück Acker in der Vorderdoche bei der Papiermühle.

Der Lizitationstermin ist auf den 20. November d. Jahres, Vormittags 10 Uhr, an gewöhnlicher Gerichtsstelle vor dem Justizrat Richter angesetzt, zu welchem Kauflustige mit dem Eröffnen vorgeladen werden, dass die vollständige Beschreibung der Grundstücke, das Verzeichnis der mit zu verkaufenden Gerätschaften und die Bedingungen, zu welchen auch gehört, das ein Teil der Kaufgelder auf der Mühle stehen bleiben kann, täglich in unserer Registratur einzusehen sind.

Übrigens hat der Meistbietende seine Zahlungsfähigkeit auf Erfordern nachzuweisen, und wird bei einem annehmlichen Gebote der Zuschlag erfolgen, wenn nicht gesetzliche Hinderungsgründe vorhanden sind.

Belzig, den 31. August 1827. Königl. Preuß. Land- und Stadtgericht

Johann Adam Völker

* 1791

Mühlenbescheider Johann Adam Völker, ein Bruder des Schloßmüllers, + 20.03.1848 (54 J.).

Er war der Vater eines außerehelich todgeborenen Sohnes (28.04.1857)

Das dem Unterzeichneten gehörige, eine halbe Stunde von der im Zauch-Belziger Kreise belegenen Stadt Belzig errichtete Papiermühlen-Grundstück, mit einem Hause im Garten, einem Tagelöhnerhause, einem besonderen Wohnhause, einer Scheune, nebst Teichen, Aeckern und Gärten, bei der Feuersozietät mit 8000 und einigen Hundert Thalern versichert, ferner folgende Landungen:

1) ½ Hufe Acker auf Grunddoche bei Belzig

2) ein Ackerstück auf der Vorderdoche bei Belzig,

sollen am 25. Januar 1841, von Vormittags 10 Uhr ab, an Ort und Stelle unter den, im Termine bekannt zu machenden Bedingungen, aus freier Hand verkauft werden, wozu Kauflustige hiermit eingeladen werden. Bemerkt wird noch, daß dem Papiermühlen-Grundstück das Exklusivrecht des Lumpensammelns im Belziger Kreise zusteht, und zu demselben ein stets offenes, gleichmäßig zulaufendes Wasser führt.

Belzig, den 5. Dezember 1840

J. A. Völker

02.06.1846 11 Uhr abends Brand in der Papiermühle von Adam Völker. Es brannte die Papiermühle nebst den im Mühlengebäude befindlichen Wohnstuben.

Grundstück-Verkauf.

Die Völkerschen Erben zu Belzig wollen die Nachlaß-Grundstücke, als: die eine halbe Stunde von der Stadt Belzig belegene Papiermühle, eine separates Wohnhaus, ein Tagelöhnerhaus, Acker, Wiesen etc. im Ganzen oder in einzelnen Parcellen meistbietend in dem, auf den 8. Juni 1846 an Ort und Stelle anstehenden Termin verkaufen. Der Zuschlag hängt von den obervormundschaftlichen Behörden ab.

Der Posthalter Schür, als Vormund.

Freiwillige Subhastation.

Königl. Land- und Stadtgericht zu Belzig, den 14. Juni 1846

Die zum Nachlasse des Mühlenmeisters Johann Adam Völker gehörigen Grundstücke:

1) die, eine halbe Stunde vor der Stadt Belzig in städtischer Feldmark belegene Papiermühle, derer

gemeinschaftliches Wohn- und Mühlengebäude kürzlich abgebrannt ist, Vol. 6 Nr. 280 Pag. 465 des Hypothekenbuchs von Belzig.

2) ½ Hufe Acker und ein Ackerstück auf der Grunddoche bei Belzig, durch Separation in einem Plan hart an der Mühle belegen, vereinigt, Vol 9 Nr. 411 Pag. 201 des Hypothekenbuchs der Landungen,

wovon die Beschreibung und Hypothekenschein in unserer Registratur zur Einsicht vorliegen, sollen, und zwar zum Theil zerstückelt, am 6. Juli 1846, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle verkauft werden.

Franz Julius Wilhelm Oelschläger 11/ 367

* 08.04.1812 Belzig; Sohn des Christian Gottlob Ludwig Oelschläger und der Maria Dorothea Jobel

°° 06.10.1836 in Dippmannsdorf mit Marie Elisabeth Kegler (08.11.1816), Tochter des Büdners und Handelsmann Gottlieb Kegler in Dippmannsdorf. F. J. Oelschlägel, Sohn des Belziger Schloßmüllers Christian Gottlob Oelschläger, war 24 J. 4 M. alt und Besitzer der Paradiesmühle in Niemegk.

Kinder:

1. Hermann Otto Julius 19.09.1837 in Niemegk

2. Friedericke Henriette Amalie * 13.10.1839 in Niemegk

3. Heinrich Wilhelm * 13.10.1839 in Niemegk

4. Franz Louis Wilhelm * 12.06.1842 in Niemegk

5. Adolph Eduard Bernhard + 25.09.1845 Belzig

6. Emma Klara Maria * 29.12.1846, + 05.01.1852

7. Adolph Eduard Bernhard * 06.10.1848, 23.12.1851

8. Rudolph Richard Robert * 24.04.1851

9. Bernhard Eberhard Engelhard * 02.02.1853, + 27.10.1853

10. totgeborener Sohn + 19.12.1853

11. totgeborene Tochter + 19.12.1853

12. Minna Martha Maria * 12.07.1855

13. Anna Maria Elisabeth * 15.08.1856

Franz  J. W. Oelschläger besaß vorher die Niemegker Paradiesmühle, welche im Dezember 1842 an den Mühlenmeister Friedrich Gutsche verkauft wurde.

Mühlenverkauf am 12. November 1840

Der Mühlenbesitzer Franz Julius Wilhelm Oelschläger beabsichtigt, seine bei Niemegk gelegene, in früheren Zeiten Walkmühle, dann Mahlmühle und zuletzt Papiermühle gewesen, so genannte Paradiesmühle, zu welcher gegenwärtig, anstatt des kürzlich eingeäscherten Mühlen- und Wohn­hauses, ein Anspruch auf 2200 Thlr. Brandschaden=Vergütung, übrigens aber ein Stallgebäude, ein Garten- und Wiesengrundstück und die Wasserkraft gehört, aus freier Hand zu verkaufen, und habe ich zu diesem Behuf einen Lizitationstermin auf den 12. November d. J. Vormittags 10 Uhr, in dem Börnerschen Gasthof hierselbst angesetzt. Das Grundstück kann täglich in Augenschein genommen werden; die Bedingungen sind in meinem Geschäftslokale zu erfahren, und dem Abschlusse des Kaufvertrages steht kein Hindernis entgegen, wenn ein angemessenes Gebot erfolgt.

Niemegk, den 6. Oktober 1840. Girschner,Justizkommissarius.

Notwendiger Verkauf. Land- und Stadtgericht Belzig, den 3. April 1841

Das dem Papierfabrikanten Franz Julius Wilhelm Oelschläger zu Niemegk zugehörige Mühlengrundstück, nebst Zubehör, Vol. III. Nr. 335 Pag. 545 des Hypothekenbuchs von Niemegk, abgeschätzt, nach Abzug der Abgaben, auf 1981 Thlr. 2 Sgr. 4 Pf., soll mit der Verpflichtung, gegen Empfangnahme der für das kürzlich abgebrannte Mühlengebäude zu zahlenden Brandentschädigungs = Summe von 2200 Thlrn. das abgebrannte Gebäude wieder aufzubauen, den 5. August d. J. Vormittags 11 Uhr und Nachmittags 6 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle hierselbst subhastirt werden. Hypothekenschein, Taxe, so wie die übrigen Bedingungen sind in unserer Registratur einzusehen

Land- und Stadtgericht zu Belzig.

Die im Paradiese bei Niemegk gelegene, dem Müllermeister Oelschläger gehörige und Vol. VII Nr. 335 Pag. 545 des Hypothekenbuchs eingetragene Papiermühle, abgeschätzt auf 2728 Thlr. 2 Sgr. 4 Pf. soll den 30. Dezember 1842, Vormittags 11 Uhr, an Gerichtsstelle hierselbst vor dem Oberlandesgerichts-Assessor Herrn Möbius, im Wege der nothwendigen Subhastation verkauft werden. Taxe und Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

Belzig, den 30. August 1842.

01. – 02.06.1850 2 Uhr nachts Brand der Papiermühle von Franz Oelschläger.

Bekanntmachung

Der Mühlenmeister Franz Ölschläger hierselbst beabsichtigt in Stelle seiner abgebrannten Papierfabrik auf seinem unweit der hiesigen Stadt belegenen Grundstück eine Mahl- und Ölmühle anzulegen. Indem wir das Vorhaben des Ölschlägers in Gemäßheit des § 29. der allgemeinen Gewerbe-Ordnung vom 17. Januar 1845 hierdurch zu Kenntnis bringen, bemerken wir zugleich, daß etwaige Einwendungen gegen diese Anlage binnen vier Wochen präculsivischer Frist bei uns angebracht werden müssen.  

Belzig,den 10. Juni 1851 Der Magistrat.

Erneuter Brand in der Papiermühle von Franz Oelschläger 08.- 09.07.1852 nachts (Mühlengebäude und Wohnhaus)

24.02.1855 (ZBKBL)

Auf der Oelschlägerschen Mühle bei Belzig sind 2 Stück einjährige Schweine zu verkaufen.

18. Mai 1855 Mühlenbesitzer Franz Oelschläger

24.02.1855 (ZBKBL)

Auf der Oelschlägerschen Mühle bei Belzig ist gutes Roggenmehl und halbjährige Schweine zu verkaufen

28. Juli 1855 (ZBKBL) und am 06.02.1856

Ich bin gesonnen meine bei Belzig belegene Wasser – Mahlmühle mit den dabei befindlichen Grundstücken Familien- und veränderungshalber unter annehmbaren Bedingungen zu verkaufen. Zahlungsfähige Käufer können sich sofort bei mir melden.  Franz Oelschläger, Mühlenbesitzer.

16. Februar 1856 (ZBKBL)

Mühlenverkauf. Veränderungs- und Familienverhältnisse halber bin ich gesonnen, meine bei Belzig belegene Wassermahlmühle mit den dabei befindlichen schönen Grundstücken, bestehend in Wiesen, Gärten, – Weizen, Gerste und Roggenland, alles bei der Mühle belegen, den 15. März d. J. Vormittags 10 Uhr unter den im Termin bekannt zumachenden Bedingungen ungeteilt auf derselben Mühle zu verkaufen.

Der Besitzer F. Oelschlägel.

1. März 1856 (ZBKBL)

Auf der Oelschlägerschen Mühle bei Belzig sind circa 90 Kabeln Kartoffelland a. Kabeln 5 und 6 Sgr. 3 Pfg. gegen gleich bare Zahlung sofort zu verpachten.

Subhastions = Patent. Notwendiger Verkauf Schulden halber

Das dem Müller Julius Otto Oelschläger, in Belzig belegene, im Hypothekenbuch von Belzig Bd. VII Nr. 319 Bl. 465 verzeichnete Wohnhaus nebst Stallgebäude, geschätzt auf 2320 Thlr., soll den 8. Mai 1868 Vormittags 11 Uhr an hiesiger Gerichtsstelle öffentlich verkauft werden.

Belzig, den 18. Januar 1868 Königl. Kreisgerichts – Commission Buckow

Müller Schüler

August Schüler

I. °° Friederike Henriette Schmohl

1858 kaufte August Schüler die Mühle.

02.03.1860 Brand beim Mühlenmeister Schüler

16. August 1862 (ZBKBL)

Am 18. d. M. wird von 10 Uhr Vormittags ab die hiesige Schützengilde das übliche Vogelschießen abhalten, und wird vor unvorsichtiger Annäherung mit dem Bemerken gewarnt, dass die verschossenen Kugeln in der Regel auf den Ackerplänen vor der ehemals Schüler’schen Mühle einschlagen. Belzig, den 15. August 1862. Die Polizei-Verwaltung. Rittorff

Eduard Heinrich Wilhelm Friedrich Ernst Dietzel

* 26.11.1840, Sohn des Johann Heinrich Dietzel Mühlenbesitzer in Buchholz bei Beelitz und der Charlotte Sophie Friederike Plößer.

I. °° 15. nach Trinitatis 10.09.1864 in Krahne mit Friederika Karolina Mathilde Puhlmann (* 08.07.1843 Rotscherlinde, + 24.03.1871 Belzig), Tochter des Mühlenbesitzer Friedrich Puhlmann in Rotscherlinde

II. °° 12.12.1871 in Masberg Wilhelmine Schmidt (* 26.12.1849 Borne), Tochter des Schulzen Peter Schmidt aus Borne

Kinder:

1. Maria Theresa Mathilde * 15.05.1865

2. Eduard Paul Ernst * 09.07.1866

3. Karl Johann Heinrich * 09.03.1868

4. totgeborener Sohn + 24.03.1871

5. Charlotta Wilhelmina Elisabeth * 28.08.1872, + 13.09.1872

6. ungetaufter Sohn * 05.06.1873, + 05.06.1873

10.09.1864 (ZBKBL)
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten empfehlen sich statt besonderer Meldung als ehelich Verbundene Eduard Dietzel und Mathilde Dietzel geb. Puhlmann.

Belzig und Rotscherlinde, den 8. September. 1864

13. August 1864 (ZBKBL) Auktion. Ich beabsichtige am nächsten Dienstag den 16. August

a) Vormittags 8 Uhr im Böhm’schen Gasthofe hier ein starkes 7jähriges Arbeitspferd, 2 Ziegen, 2 neue eisenachsige einspännige Wagen und mehrere Wirtschafts- und Hausgeräte,

b) Nachmittags 3 Uhr auf der früher Jäger’schen, jetzt Dietzel’schen Ober-Mühle hier ein Ende Kartoffeln, ein Ende Pflanzen, eine Partie Hafer in Garben, ca. 2 Schock Roggenstroh und circa 60 Centner gutes Pferdeheu gegen sofortige Bezahlung meistbietend zu verkaufen, und lade Kaufliebhaber hierzu ergebenst ein.

Belzig. Friedr. König, Mühlenmeister

14. März 1868 (ZBKBL)

Nachruf des am 5. März des Jahres verstorbenen und auf seinen 78. Geburtstag, den 9. März, beerdigten Mühlenmeisters J. H. Dietzel zu Buchholzermühle.

Wieder fing zu dämmern an der 9. März,

und dem väterlichen Hause nah’n sich alle wieder,

Kinder! Kinderlein, brachten stets das gute Herz,

An dem Tage ihre Glück- und Segenslieder.

Aber heute? – Aller Augen voller Thränen,

Alle Herzen voll von Leid und Gram

Jedes Herz fühlt tief in seinem Sehnen,

Daß zum letzten Mal es heut zu Dir kam.

Keinem reichts Du heute die Freundschaftshände,

Deine blassen Lippen fordern keinen Kuss,

Bitt’rer Tod, du machtest sanft sein Ende,

Und wohl dem, der einmal scheiden muss.

Vater! Schöpfer! Himmels und der Erden,

Nimm die gute Seele gnädig auf.

Denk! dass dieser Tag du noch ließ’st werden

Eines neuen Weltenbürger Anfangslauf.

E. D.

(Bemerkung: Die Buchholzermühle gehört zum Gemeindebezirk Salzbrunn – Stadt Beelitz)

24. März 1871 verstarb die 27 Jahre und 8 Monate alte Frau M. Dietzel, geb. Puhlmann bei der Geburt eines Sohnes.

Am Freitag, 24. März 1871, Vormittags 9 Uhr entriss mir der bittere Tod meine innig geliebte Gattin Mathilde Dietzel, geb. Puhlmann, nach glücklicher Entbindung in ihrem 28sten Lebensjahre. Die tief betrübten Hinterbliebenen. Den geehrten Bewohnern von Belzig und Umgebung für die herzliche Teilnahme und den Trost in meinem großen Schmerze, auch für die Ausschmückung des Sarges meinen tief fühlenden Dank. E. Dietzel.

Verlobung Wilhelmine Schmidt aus Borne mit Eduard Dietzel aus Belzig, 30. November 1871.

°° 12.12.1871 in Masberg Mühlenbesitzer Eduard Heinrich Wilhelm Friedrich Ernst Dietzel (31 J. 30.11.1840) aus Belzig, Sohn des verstorbenen Mühlenbesitzers Johannes Heinrich Dietzel von der Buchholzer Mühle, mit Wilhelmine (21 J. 26.12.1849), Tochter des Erb- und Gerichtsschulzen Peter Schmidt in Borne.

08. April 1872 (ZBKBL)

Bekanntmachung. Wegen bedeutender Erhöhung des Arbeitslohns ist es mir nicht mehr anders möglich, als jedes Pferd der Mergelwagen mit 7 Sgr. 6 Pfg. zu berechnen, auch bin ich geneigt, das Mergellager zu verkaufen. Belzig. E. Dietzel.

31.August 1872 (ZBKBL)

Bekanntmachung. Sonntag, den 8. September, Nachmittag 5 Uhr, sollen außer dem Mergelplan meine sämtlichen Äcker und Wiesen auf 6 hintereinander folgenden Jahre an den Meistbietenden verpachtet werden. Bedingungen werden im Termin bekannt gemacht. Der Acker ist sämtlich in guter Kultur und Dung. Die Wiese, 3 schnittig, gutes Schaf- und Pferdeheu Belzig. E. Dietzel.

12. Oktober 1872 (ZBKBL)

Zwei französische Mühlensteine, 4 Fuß 2 Zoll Durchmesser, zum Roggen- und Weizen- Mahlen sind nachzuweisen durch Ed. Dietzel in Belzig.

Anzeige 01. März 1873 (ZBKBL)

Bekanntmachung: Das Fuder Mergel kostet von jetzt ab pr. Pferd 10 Silbergroschen, was jeden rationellen Landwirt bei den jetzigen Arbeitslöhnen und der vorzüglichen Qualität des Mergels nicht befremden wird, der immer noch das billigste und wirksamste Dungmittel bleiben muss. Belzig. E. Dietzel

07. Juni 1873 (ZBKBL)

Heute Morgen 9 Uhr ist meine liebe Frau von einem Sohne glücklich entbunden worden, leider nahm ihn der all weise Gott nach 5 stündigem Alter wieder zu sich und verwandelte unsere kurze Freude in tiefen Schmerz.

Belzig, den 5. Juni 1873 E. Dietzel

14. Juni 1873 (ZBKBL)

Bekanntmachung. Am 15. und 16. d. M. beabsichtige ich bei meiner Mühle in der Mergelgrube einen Kalkbrand vorzunehmen. Dieses den nächstliegenden Ortschaften zur Kenntnis. Zugleich empfehle ich nach der Zeit frisch gebrannten Mergelkalk, pro Scheffel nur 7 Sgr. 6. Pfg.; der sich jedoch zu jeder beliebigen Maurerarbeit eignet.

Belzig. E. Dietzel

25. April 1874 (ZBKBL)

Allen Spaziergängern nach Dietzels Mühle und der Kirchenhaide empfehle ich meine von dem 1. Mai cr. ab eröffnete Restauration. Belzig. E. Dietzel.

Das diesjährige Vogelschießen wird am Sonnabend, den 27. d. M., von früh 10 Uhr abgehalten, wozu Freunde dieses Vergnügens hierdurch eingeladen werden. Die Richtung des Schusslinie ist links am Wege von Belzig und Dietzels Mühle und wird vor unvorsichtiger Annäherung gewarnt. Belzig, den 20 Juni 1874. Der Schützen – Vorstand.

04. Juli 1874 (ZBKBL)

Die bei mir noch unbezahlten Mergelfuhren bitte baldigst zu bezahlen. Belzig. E. Dietzel.

17. September 1874 (ZBKBL)

Sonntag, den 20. d. M., soll bei mir eine Gans ausgekegelt werden, Stamm nur 1 Sgr. 3 Pfg. wozu freundlichst einladet. E. Dietzel, Belzig.

01. April 1876 (ZBKBL)

Die jenigen Ackerbesitzer, welche den Weg bei meiner Mühle entlang benutzen, haben, wie bekannt gemacht, dafür zu Neujahr pro Jahr 15 Sgr. zu entrichten. Für die im Rückstand gebliebenen ist der Weg verboten.

E. Dietzel, Belzig.

Mühlenbesitzer Heinrich Törlitz

1876 Privatsekretär Heinrich Törlitz wird laut Ajudicationsbescheid Besitzer der Mühle

1877 Bäckermeister Wilhelm Törlitz

08.08.1877 (ZBKBL)

Bekanntmachung

Das hier vom 6. bis 15. d. M. einquartierte Garde – Jäger – Bataillon wird während dieser Zeit in der nächsten Umgebung Schießübungen mit scharfen Patronen abhalten und zwar:

1. am 8. August zwischen 7 – 10 Uhr Vormittags in der Schlucht zwischen Lübnitzer

und Weitzgrunder Wege.

2. am 9. August zwischen 7 – 10 Uhr Vormittags auf dem Terrain zwischen der

Uhlmannschen und ehemals Dietzelschen, gegenwärtig Trölitzschen Mühle, gegen

Weitzgrund und die Königlich Dippmannsdorfer Forst.

3. am 11. August Nachmittags zwischen 2 – 5 Uhr auf dem ad 2 bezeichneten Terrain.

Dies wird mit der Warnung vor unvorsichtiger Annäherung und Betreten der angegebenen Orte hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht.

Belzig, den 3. August 1877 Die Polizei – Verwaltung Rittorff

10. Oktober 1877 (ZBKBL)

Geschäftseröffnung. Am 1. Oktober haben wir die früher Dietzelsche Mühle, so genannte Obermühle, bei Belzig übernommen. Nachdem nunmehr die nötigen Reparaturen beendet sind, wird das Mühlengeschäft jetzt eröffnet. Eine reelle und prompte Bedienung zusichernd, bittet um geneigten Zuspruch. Siek & Co.

31. Oktober 1877 (ZBKBL)

Geschäftsanzeige. Zur Bequemlichkeit unserer geehrten Kunden von Belzig und Sandberg wird unser Wagen jeden Dienstag und Donnerstag nach dort kommen, um Bestellungen sowie Mahlkorn in Empfang zu nehmen. Auch halten wir stets gutes Weizen- und Roggen- Mehl, Gersten- Schrot und Roggen- Kleie vorrätig und offerieren wir W.- Mehl pro 1/8 Ctr. mit 2 Mark 25 Pfge., Roggenmehl mit 12 Mark pro Ctr., Schrot mit 9 Mark, Kleie mit 2 Mark 89 Pfge. Obermühle Siek & Co.

14. November 1877 (ZBKBL)

Geschäftsanzeige. Unsern geehrten Kunden Belzigs und Umgegend die ergebenste Anzeige, dass wir in dem Haus Sandberger Straße Nr. 62 in Belzig, eine Mehlniederlage errichtet und den Schuhmachermeister Matthesius mit den Verkauf daraus beauftragt haben. Sämtliche Aufträge, Bestellungen, Umtausch des Roggens, Annahme von Schrotkorn, werden sofort ausgeführt.

Obermühle bei Belzig. Siek & Co.

05. Dezember 1877 (ZBKBL)

Zum bevorstehenden Weihnachtsfest halten wir unser Weizen- Mehl, extra gute Ware, bestens empfohlen. Auch ist gutes Roggen -Mehl und -Kleie in vorzüglicher Güte stets vorrätig, und sind die Preise in der Mühle und die in unserer Niederlage, Sandberger Straße 62, ganz gleich. Kleie kostet pro. Ctr. 6,20 Mark. Bei Entnahme größerer Posten billiger. Wiederverkäufer wollen sich direkt an uns wenden. Obermühle bei Belzig, 2. Dezember 1877. Siek & Co.

17. April 1878 (ZBKBL)

Bekanntmachung. Nachdem ich die Verwaltung meiner ehemals Dietzelschen Mühlenbesitzung dem Kürschnermeister Herrn Gustav Törlitz zu Belzig übertragen habe, bitte ich, alle das Grundstück betreffende Zahlungen, besonders Grundstückspächte und Kaufgelder für Mergel nun an Herrn Kürschnermeister Gustav Törlitz zu leisten. Ebenso bitte ich, an denselben auch die Aufträge auf Lieferung von Mergel aus meinen Gruben zu richten.

Potsdam, den 15. April 1878 Wilhelm Törlitz Bäckermeister.

26. Juni 1878 (ZBKBL)

Bezug nehmend auf meine in Nr. 30 des diesjährigen Kreisblattes enthaltene Annonce mache ich hiermit als alleiniger Besitzer des im Grundbuch Blatt Nr. 280 resp. Landungen Blatt Nr. 411 eingetragenen ehemaligen Dietzel’schen Mühlengrundstück bei Belzig nochmals bekannt, dass ich die Verwaltung insbesondere aber die Besorgung der Mergel – Abfuhr – und Verkaufsgeschäfts dem Kürschnermeister Herrn Gustav Törlitz zu Belzig übertragen habe und nur dieser zum Abschluss desfallsiger Geschäfte berechtigt ist. Alle dem zuwider etwas von dem Sekretär Heinrich Törlitz widerrechtlich vorgenommenen Geschäfte haben nicht die geringste Gültigkeit. Wilhelm Törlitz, Bäckermeister in Potsdam.

29. März 1879 (ZBKBL)

Aus der Törlitz’schen Grube kann der schon seit längerer Zeit gegrabener guter, reifer steinfreier Kalkmergel wieder abgefahren werden. Meldungen bei G. Törlitz, Kürschnermeister in Belzig. Zwei tüchtige Mergelgraber werden von Obrigen für sofort verlangt.

29.10.1879 (ZBKBL)

Mergelverkauf: Den Herren Landwirten von Belzig und Umgegend zeige ich ergebenst an, dass die Abfuhr von Mergel aus der bei meinem Mühlengrundstück bei Belzig belegenen Mergelgrube von heute ab wieder wie früher erfolgen kann. Die Herren Abnehmer wollen sich wegen Mergelabfuhr an den Herrn Handschuhmachermeister Haucke zu Belzig, bzw. bei der Aufladestelle an den Arbeiter Krumbach aus Sandberg wenden. Die Zahlung des Kaufgeldes bitte ich an mich selbst bei meinem persönlichen Erscheinen, oder an den zur Empfangnahme des Geldes berechtigten Herrn Haucke zu leisten.

Potsdam, den 26. Oktober 1879. W. Törlitz, Bäckermeister, Brandenburger Straße 22.

08. Mai 1880 (ZBKBL)

3 Morgen Wiese (Pferdefutter) sind zu verpachten; auch sind 20 Ctr. Pferdeheu zu verkaufen bei Thiele, Obermühle Belzig.

09. April 1881 (ZBKBL)

Ein Stallpferd mit Fohlen hat zu verkaufen Thiele, Obermühle Belzig.

1883 Mühlenmeister Carl Ebeling zu Neuendorf bei Brück

Johann Otto Schönefeld

°° Friederike Emilie Moritz

Kinder

1. Johann Emil Walter * 16.11.1888

2. Luisa Emilie Frieda * 31.05.1892

1887 Mühlenbesitzer Otto Schönefeld aus der Wühlmühle

1890 Frau Mühlenbesitzer Emilie Schönefeld geb. Moritz zu Belzig

Albert Rettig

°° mit Marie Hamann

Kinder:

Käthe, verlobt Januar 1905 mit dem Postassistenten Ernst Tornow

23.03.1911 Der Landwirt Herr Albert Rettig hierselbst hat seine Wirtschaft „Obermühle bei Belzig“ mit großen Teich- und Ackergrundstücken und Fuhrgeschäft an den Fabrikbeamten Fehse aus Tangermünde verkauft. Die Übernahme findet am 1. April statt.

Mühlenbesitzer Johann Friedrich Fehse

Prokurist und Landwirt, Fischzucht in Belzig

* 05.06.1864 in Tangermünde, Sohn des Schiffbauers Johann Friedrich Fehse und der Louise Albertine Busse

+ 21.10.1945 in Belzig.

I. °° Louise Auguste Emmi Schröder (* 04.01.1871 in Tangermünde, + 25.03.1897 in Tangermünde), Tochter des Johann August Heinrich Schröder und der Friederike Marie Auguste Maesse

Kinder:

Franz Hermann Fritz, geb. 31.1.1894, für tot erklärt am 31.12.1949.

II. °° 22.11.1904 in Meseberg/Altmark mit Anna Frieda Auguste Albrecht (* 22.09.1873  in Königsmark, Diakonieschwester und Hauswirtschaftsmeisterin, + 16.12.1939 in Belzig)

Kinder:

Johann Achim Friedrich Gotthilf, * 23.09.1905 in  Tangermünde, + 23.06.1980 in Bremen, Offizier.

Franz Ernst Karl, * 03.08.1906 in Tangermünde, + 03.09.1945.

Friedrich Fehse kaufte die Mühle 1911 und baute die Mühlenteiche zu Fischzucht, vor allem Forellenteichen, aus. Die Fische wurden bis nach Berlin lebend geliefert, auch die Lungenheilstätte in Belzig war ein großer Abnehmer der Fische. Das Mühlengebäude wurde an Herrn Kleesen (?) 1939 (?) weiterverkauft, die Mühlenteiche nicht.

1958 Obermühle Kleesen, außer Betrieb.

Abb. Gebäude der Obermühle im Jahr 2004

Gundbucheintrag

Blatt 280

Eine Papiermühle außerhalb der Stadt, mit zwei Wohnhäusern, einem Haus im Garten, einem Tagelöhnerhause, einem besonderen Wohnhaus, einer Scheune, drei …schächten, nebst Teichen, Acker und Gärten, auch Nr. 281, Hausgarten, Mahlmühle, Wagenremise, Bienenhaus, unterhalb der Stadt gelegen, auch Dietelsmühle (Dietzelmühle), genannt

Papierfabrikant Ludwig Grohmann und seine Erben

1828 Müllermeister Johann Adam Völker kauft das Grundstück mit einem Ackerstück und einer halben Hufe Acker für 7075 Thaler, versichert mit 7000 Thaler

1846 erbt in Erbengemeinschaft seine Witwe Marie Dorothee Jobel, vormals Oelschläger, die Geschwister Völker: Friedrich Wilhelm Ludwig, Lisette Friederike Amalie, Auguste Karoline Wilhelmine, Charlotte Wilhelmine Caroline, Louise Friederike Amalie, Clara Friederike, Wilhelmine Ernestine.

1846 geht der Besitz in Subhastation, der Nadler Franz Julius Oelschläger kauft es o. A.

Der ausgetrocknete Teich, genannt Sahnebeutel, wird an den Ackermann Friedrich Pfennigsdorf für 49 Thaler verkauft.

1858 kauft es August Schüler vom Vorbesitzer und dann seine Ehefrau Friederike Henriette Schüler geb. Schmohl für 5100 Thaler

1861 Mühlenbesitzer Carl Friedrich Wilhelm Jäger kauft mit Vertrag für 3700 Thaler

1864 Mühlenmeister Erhard Dietel (Dietzel) für 6000 Thaler

1876 Privatsekretär Heinrich Törlitz wird laut Ajudicationsbescheid Besitzer

1877 Bäckermeister Wilhelm Törlitz zu Potsdam

1883 Mühlenmeister Carl Ebeling zu Neuendorf bei Brück

1887 Mühlenbesitzer Otto Schönefeld aus der Wühlmühle

1890 Frau Mühlenbesitzer Emilie Schönefeld geb. Moritz zu Belzig

1894 Mühlenmeister Friedrich Schönefeld sen. in der Neuen Mühle bei Niemegk – Zwangsversteigerung beantragt 1894 und 1898

1898 Der Grubenbesitzer Albert Rettig aus Sandberg Grundbuch wird 1906 geschlossen.

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Mühlen

Springbachmühle (Hannemanns Mühle)

Die historische Mühlentradition von Belzig und seinem Umland kann bis in das Jahr 1634 zurückverfolgt werden. Hier gab es vornehmlich Papier- und Ölmühlen. Die Springbachmühle, zunächst eine Ölmühle, hieß anno 1749 „Neue Mühle“. Johann Heinrich Preuße erwarb sie 1824 und baute sie zu einer Papiermühle um und gab Ihr auch einen neuen Namen die „Preußen Mühle“. Ein heftiges Feuer zerstörte sie nach achtjährigem Betrieb. Jedoch nach 2 Jahren war sie wieder neu errichtet. In der Folgezeit ab 1862 wurde das Bauwerk abermals umgebaut. Es entstand eine Mahl- und Schneidemühle. Der neue Besitzer war ein gewisser Herr Hannemann. Fortan hieß sie „Hannemanns- Mühle“. Die heutigen Besitzer, Regina und Gustav Muschert, erwarben dieses geschichtsträchtige Anwesen in einem verfallenen Zustand. In erstaunlich kurzer Zeit entstand auf den Grundmauern dieser historischen Stätte eine gastronomische Anlage, die ihresgleichen sucht. Zur Namensgebung wurde der Springbach herangezogen Dieser Bach entspringt unweit und durchfließt das parkähnliche Gelände. Mit dem Datum vom 15. Mai 1998 wurde die traditionsreiche Geschichte zwar nicht als Mühle, sondern als erlebnisreiche naturnahe Gastronomie unter den Namen „Springbach-Mühle“ fortgesetzt.

Baujahr 1749

1758 Papiermühle (lt. Reso) Neubau der Neuen Mühle 1832, nachdem sie abgebrannt war.

Zuerst eine Oelmühle, dann Papiermühle (1824), danach Mahl- und Schneidemühle (1862)

Johann Heinrich Preuße

Papierfabrikant

* 1798; Sohn des Christoph Gottfried Preusse in Loburg

+ 18.05.1862 (64 J.) Belzig

°° 20.10.1825 mit Christiana Sophie Dietrich (* 29.03.1802, + 02.01.1863), Tochter des Weißgerbers Friedrich Gotthelf Dietrich

Kinder:

1. Christiane Friedericke * 12.12.1826, °° I. 21.09.1851 mit dem Maurer Albert Wilhelm Hermann Seckt (+ 23.07.1855), II. 18.10.1858 mit dem Seidenwarenfabrikant Hermann Julius Ludwig Sommerburg in Potsdam

2. Charlotte Amalie * 16.10.1828, + 14.06.1831

3. Karolina Augusta * 06.02.1831, °° mit dem Mühlmeister Carl Eduard Albert Rohrschneider in Brandenburg

4. Friedrich Heinrich Ludwig * 25.03.1833, + 04.07.1842

5. Gotthilf Heinrich Ernst * 09.10.1838, + 03.04.1839

6. Luisa Maria Emilia * 30.01.1842

Kirchenbucheintrag in Schwanebeck

* 18.08.1836 TP. bei der Taufe des Sohnes des Mühlenbesitzer Schiering, Christiane Sophie, Ehefrau des Papierfabrikanten Preusse in Belzig.

Am 24.01.1824 kaufte der Papiermacher Johann Heinrich Preuße die Mühle. Vor dem Kauf hieß die Mühle „Neue Mühle“ dann erhielt sie den Namen Preußenmühle und später Hannemanns Mühle.

1822 Umbau der Mühle zu einer Mahl- und Schneidemühle

1833 Brand in der Mühle, nach zweijähriger Bauzeit wieder in Betrieb

1843 Laut Separationsakte der Feldmark Wenddoche (Akte Kreisarchiv: Schwanebeck K. 121) werden der Papierfabrikant Uhlemann, der Papierfabrikant Preuße und der Lehrer Klaeber als Besitzer von Flurstücken in der Feldmark aufgeführt.

Abb.  Die Hannemannsche Mühle um 1910

Anzeige15. Dezember 1855 (ZBKBL)

Der Papierfabrikant Johann Heinrich Preusse beabsichtigt in seiner am Lumpenbach belegenen Papiermühle einen Mahlgang anzulegen. Indem wir dies Vorhaben des Preuße in Gemäßheit des § 29 der Allgemeinen Gewerbeordnung vom 17. Januar 1845 hiermit zur öffentlichen Kenntnis bringen, bemerken wir zugleich, dass etwaige Einwendungen gegen diese Anlage binnen vier Wochen prädusivischer Frist bei uns angebracht werden müssen.

Belzig, den 13. Dezember 1855. Die Polizeiverwaltung Schneider, Bürgermeister.

24. Mai 1862 (ZBKBL)

Allen denen, die unserem guten Gatten und Vater, dem Papierfabrikanten J. H. Preuße, die letzte Ehre erwiesen und ihn zu seiner Ruhestätte geleitet haben, sagen wir unseren herzlichsten Dank.

Gleichzeitig zeigen wir ergebenst an, dass wir das Geschäft in bisheriger Weise unter der alten Firma „J. H. Preuße“ gemeinschaftlich fortsetzen werden, und bitten, uns auch ferner das frühere Vertrauen schenken zu wollen.

Die Hinterbliebenen C. Preuße geb. Dietrich und Töchter.

Johann Friedrich Koch 10/ 89

Besitzer der Oelmühle

+ 08.01.1844 (47 J.)

°° Katharina Louise Preuße

Kinder:

1. Friedrich + 25.07.1823 (3 J.)

2. Gottfried Ludwig * 07.08.1822, + 06.10.1822

3. Johann Heinrich * 26.07.1824

Carl Eduard Albert Rohrschneider

°° mit Karolina Augusta Preuße * 06.02.1831

Kinder:

28. Februar 1864 geb. eines Sohnes dem Mühlenbesitzer Eduard Rohrschneider

31. August 1865 Geburt eines Sohnes dem Mühlenbesitzer E. Rohrschneider

19. Oktober 1866 Geburt eines Sohnes dem Mühlenbesitzer E Rohrschneider

06.11.1870 Auguste Emilie Clara Rohrschneider ( + 25.06.1942) °° Friedrich Albert Hannemann

Papierproduktion 1865 eingestellt und zu einer Mahl- und Schneidemühle umgebaut.

26. März 1864 (ZBKBL)

In das hiesige Firmenregister ist zufolge Verfügung vom 21. und 25. Januar 1864 eingetragen:

1) No. 265

Inhaber: Mühlenbesitzer Eduard Rohrschneider zu Belziger

Ort: Belzig

Firma: Eduard Rohrschneider

….

Brandenburg, den 29. Januar 1864. Königl. Kreisgericht. 1. Abteilung.

09. September 1865 (ZBKBL)

Bekanntmachung. Der hiesige Mühlenbesitzer Eduard Rohrschneider beabsichtigt auf seinem außerhalb der Stadt auf der Mark Wenddoche No. 282 belegenen Mühlen-Etablissement an der Stelle der jetzt vorhandenen Papiermühle eine Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und einem Spritzgang anzulegen.

Nach Vorschrift des Gesetzes vom 1. Juli 1861 wird dies Vorhaben hierdurch mit der Aufforderung zur öffentlichen Kenntnis gebracht, Einwendungen gegen die Ausführung der Anlage, soweit sie nicht privatrechtlicher Natur sind, binnen 14 Tagen präklusivischen Frist bei der Polizei-Verwaltung anzumelden und zu begründen. Die Zeichnungen und Beschreibung der Anlage liegen im Polizei-Büreau während der Dienststunden zur Ansicht aus.

Belzig, den 7. September 1865. Die Polizei-Verwaltung. Rittorff, Bürgermeister.

Ein zuverlässiger Müllergeselle kann in Arbeit treten bei Belzig. Rohrschneider (ZBKBL 30.03.1872)

Friedrich Albert Hannemann

* 10.06.1856

+ 07.12.1939

°° 17.07.1891 Auguste Emilie Clara Rohrschneider (* 06.11.1870, + 25.06.1942)

Kinder:

1. Karolina Wilhelmina Augusta Margarethe * 19.04.1893, °° 15.05.1920 mit dem Obersekretär Hans Paul Adolph Hartmann (* 04.09.188 in Brandenburg) Sohn des Bäckermeisters Paul Karl Albert Hartmann und der Helene Luisa Charlotte geb. Weber

Die Verlobung der einzigsten Tochter, Margarete, mit Herrn Hans Hartmann gibt bekannt Alb. Hannemann und Frau geb. Rohrschneider. Oktober 1916.

Hans Hartmann, Belzig/ Mühle Belzig verlobt mit Margarete Hennemann (Magdeburgische Zeitung 17.10.1916)

Die Mühle wurde bis 1928 betrieben, nach dem Krieg bewohnte das Ehepaar Hartmann gemeinsam mit der Flüchtlingsfamilie Becker das Anwesen, bis 1976.

Mitte 1976 Verkauf der Mühle an den VEB Strassen- und Brückenkombinat Halle, anschließend Aufbau als Kinderferienlager.

Familie Muschert aus Mörz erwirbt das Anwesen 1997

1997 – 1998 Wiederaufbau und Rekonstruktion der Mühle

15. Mai 1998 Eröffnung der rekonstruierten Mühle als Gasthaus mit Hotelbetrieb.

Grundbucheintrag

Blatt 283

Eine Papiermühle, verwandelt aus einer Oelmühle mit dem gangbaren Werke, einem Nebengebäude, einer Scheune, einem Pferde- und einem Kuhstall, einem Tagelöhnerhaus 283, den Mühlenteich und der Fischerei – Wassermühlengrundstück, Garten, 1/8 Hufe auf Wenddoche, weiteren Acker dort.

Marie Preuße hatte den Mühlenmeister Koch geheiratet.

1824 kauft ihr Bruder Mühlenmeister Johann Heinrich Preuße für 5700 Thaler Kourant über gerichtlichen Vertrag das Grundstück mit Oelmühle für 5700 Thaler. Laut der Konzessionsurkunde der Königlichen Regierung zu Potsdam vom 10. Dezember 1823 wandelt er die Oelmühle in eine Papiermühle um. Der Magistrat hatte dazu die Erlaubnis (Attest) im Februar 1825 erteilt. Die Gebäude werden 1828 mit 6500 Thaler versichert.

1863 werden die Witwe Christiane Sophie geb. Preuße und die Erben: 1. Kaufmann Christiane Friederike Sommerlung ? geb. Preuße, 2. Caroline Auguste Rohrschneider geb. Preuße, unverehelichte Louise Marie Emilie Preuße als Besitzer angegeben, die es an Mühlenmeister Eduard Rohrschneider für 10.000 Thaler verkaufen.

1899 Mühlenbesitzer Albert Hannemann, auch 1935 eingetragen

1940 erben Witwe Klara Hannemann geb. Rohrschneider, die Ehefrau Margarete Hartmann geb. Hannemann in Liegnitz als Miteigentümer in ungeteilter Erbengemeinschaft

1943 Margarete Hartmann geb. Hannemann, Ehefrau des Generalveterinär Dr. Hans Hartmann. Dieser wird an Stelle der Witwe Klara Hannemann nach Erbschein von 1943 eingetragen, außerdem ihr Sohn, der am 2. August 1923 geborene Hans-Georg Hartmann, beide in Liegnitz

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Mühlen

Müllerinnung

01. November 1862 (ZBKBL)

Bekanntmachung.

Behufs eines geregelten Mühlengewerbebetriebes haben sich die unterzeichneten Mühlenbesitzer über folgende Grundsätze geeinigt, welche vom 1. November dieses Jahres ab in ihren Mühlen zur Anwendung kommen:

  1. Keinem Mahlgast kann gestattet werden, sein Getreide selbst zu mahlen oder zu schroten.
  2. Auf die gebräuchliche Mahlmetze, das Staub- und Steinmehl dürfen dem Mahlgast nur in Abzug gebracht werden:

10 Pfund für jede gemahlene 84 Pfund Weizen

10 Pfund für jede gemahlene 80 Pfund Roggen

10 Pfund für jede gemahlene 100 Pfund geschrotenen Getreides

  • Außer diesem Gewichtsabzug e ad 2 darf an Mahlgeld gefordert werden:

2 Silbergroschen für jeden gemahlenen Scheffel Weizen

1 Silbergroschen für jeden gemahlenen Scheffel Roggen und

6 Pfennige für jeden geschrotenen Scheffel Getreide,

  • Das Bezahlen der Mahlmetze findet fortan nicht mehr statt.
  • Auf Mehlhändler und Bäcker finden die Sätze ad 2 und 3 nicht Anwendung; von diesen darf nur und ohne Rücksicht auf die stattfindenden Preise gefordert werden:

a) Vier Thaler von jedem gemahlenen Wispel Roggen zu 1920 Pfd.

b) Fünf Thaler von jedem gemahlenen Wispel Weizen zu 2016 Pfd.

c) Vier Pfund Gewichtsverlust auf Stein- und Staubmehl von jeden gemahlenen 80 Pfd. Roggen und jeden gemahlenen 84 Pfd. Weizen.

  • Zur Bequemlichkeit des Publikums wird möglichst dafür gesorgt sein, dass dasselbe gutes Getreide, Mehl und Kleie, nach den Sätzen ad 2 berechnet, von den Unterzeichneten beziehen kann.

Schließlich wird noch bemerkt, dass die Vereinbarung lediglich nur ein geregelten Mühlengeschäftsbetrieb bezweckt, hingegen keineswegs zu einer Bevorteilung des Publikums führen soll.

Belzig, den 1. November 1862

Völker, Wiere, Jäger, Wachsmuth, Uhlmann, Regendank, Knönagel, Schröter, Franz, Schiering, Kettmann, Frenkel, E. Schiering, Oelschläger, Gause, Bocke, Gutsche, Paul, Schulze, Kuhlmey, Henicke, Oelschläger, Opitz, König, Schley, Schulze, Herrmann.

08. November 1862 (ZBKBL)

Eingesandt.

Unter der Nr. 1347 des vorigen Kreisblattes ist eine Bekanntmachung der Mühlenbesitzer der hiesigen Umgegend erlassen worden, worin unter Anderem gesagt ist, dass für jede gemahlene 80 Pfd. Roggen nur 10 Pfd. Für das Mahlen in Abzug gebracht werden. Wenn der Scheffel 80 Pfd. Wiegt, so beträgt das Gewicht der gebräuchlichen Mahlmetze 5 Pfd., es bleiben also noch 5 Pfd. Mehl, die dem Eigentümer in Abzug gebracht werden, und diese werden gerechnet auf das so genannte Stein- und Staubmehl. Daraus folgt 1) dass, wenn eine mäßige Wassermühle täglich nur 20 Schffl. Roggen mahlt, alle Tage 100 Pfd. Mehl in der Mühle umherfliegen, also in einem Jahr 360 mal 100 Pfd. gleich 36,000 Pfd. Mehl aus dem Mehlkasten auf eine geheimnisvolle Weise herausschlüpfen. 2) Folgt weiter daraus, dass aus unseren Belziger fünf Wassermühlen jährlich 5 mal 36,000 Pfd. gleich 180,000 Pfd. gleich 1,800 Ctr. Mehl in Mehlstaub verwandelt werden. Wenn nun jeder Einwohner von Belzig täglich zwei Pfd. Brodt verzehrt, so können von diesen 1,800 Ctr. Mehl sämtliche Belziger und Sandberger Einwohner gerade 30 Tage oder einen Monat mit Brodt versorgt werden. 3) Das Staub- und Steinmehl von einem Jahre auf sämtlichen preußischen Mühlen würde nach ungefährer Berechnung ausreichen, um das gesamte Militair gegen 3 Jahre mit Brot zu versorgen. Die Militair-Reorganisationskosten würden dadurch gedeckt werden, wenn ein kluger Kopf eine Maschine erfände, die in jeder Mühle den Mehlstaub auffinge; welcher große Segen würde das für die Menschheit sein, und eine Statue von Bronze könnte die Verdienste nicht genug würdigen, das müsste eine von purem Gold sein!

08. November 1862 (ZBKBL)

Einige ganz bescheidene Anfragen.

  1. Nur 10 Pfd., mehr nicht?
  2. Wie geht es denn zu, dass von dem Getreide der Mehlhändler und Bäcker pro Scheffel nur 4 Pfd., von dem des armen Tagelöhners z. B. aber 5 Pfd. theilweise verfliegen, theilweise von dem Ungeheuer, dem Steine, gefressen werden?
  3. Die Herren Mühlenbesitzer bezahlen wohl vom 1. November ab, zur Bequemlichkeit des Publikums, für ein Paar Stiefel nicht mehr 3, sondern 5 Thlr., für eine Hose nicht 1, sondern 1 ½ Thlr., und geben dem Tagelöhner fortan nicht mehr 6, sondern 10 Gr. Tagelohn u.s.w. Ja? Na natürlich!!

22. November 1862 (ZBKBL)

Es ist zu meiner Kenntnis gekommen, dass die im 44. Stücke des Kreisblatts enthaltene Bekanntmachung der Müller des Belzigschen Distrikts Missstimmung und Besorgnisse im Publikum erregt habe, erstere darum, weil die getroffene Vereinbarung hauptsächlich nur gegen das nicht Gewerbe treibende Publikum gerichtet sei, letztere um deshalb, weil scheinbar ein Schutz gegen dergleichen Coalitionen nicht bestehe und das Publikum sich gegen jeden Gewichtabzug durch die Müller unbedingt gefallen zu lassen habe. Dem gegenüber mache ich auf die Mühlenverordnung für die gesamte Monarchie vom 28. Oktober 1810 (Gesetzsammlung de 1810 Seite 98), die Verordnung vom 15. Februar 1811 (Gesetzsamml. De 1811 S. 152) und die Verordnung vom 23. August 1839 (Amtsblatt Seite 294) aufmerksam, nach welcher jeder Müller eine geeichte Mühlenwaage und eine Mühlenwaage-Tabelle in seiner Mühle zu halten verpflichtet ist, welche bei dem Verkehr zwischen den Müllern und Mahlgästen zur Anwendung kommen, sofern nicht ein anderweites freies Übereinkommen zu Stande gekommen ist. Das Publikum ist berechtigt, dem Müller das zum Vermahlen oder Verschroten übergebene Getreide auf der Waage zu zuwiegen und das in der Mühlenwaage-Tabelle (gegenwärtig nach dem neuen Landesgewichten) berechnete Gemahl zu verlangen und der Müller natürlich verpflichtet, demgemäß dasselbe zu verabreichen. Wenn das Publikum von dieser Berechtigung stets gehörig Gebrauch macht: so kann von willkürlicher Behandlung desselben Seitens des Müllers nicht die Rede sein, und es versteht sich von selbst, dass Bevortheilungen des Publikums, insofern sie dennoch vorkommen sollten, dem Strafrecht verfallen. Belzig, den 20. November 1862 Königl. Landrath Zauch-Belzigschen Kreises von Stülpnagel.

29. November 1862 (ZBKBL)

Die Eröffnungen des Herrn Kreislandraths v. Stülpnagel in der Bekanntmachung vom 20. d. Mts. haben zu einer Vorstellung an die Königliche Regierung zu Potsdam Veranlassung gegeben. Von der Entscheidung hierauf werden die Herren Gewerbsgenossen seiner Zeit Kenntnis erhalten.

Inzwischen werden dieselben die unter 1. d. Mts. bekannt gemachten Vereinbarungen in ihrem ganzen Umfange üben. Belzig, den 22. November 1862. Die hiesigen Mühlenbesitzer.

Bezug nehmend auf die Annonce im Kreisblatt Nr. 46 wird bemerkt, dass vom 01. Januar 1872 ab nicht mehr nach Scheffeln, sondern nach Gewicht (Centner, Kilogrammen) ein- und verkauft wird. Die Belziger Müllerinnung.

28. September 1872 (ZBKBL)

Bekanntmachung. Wir setzen das geehrte Publikum von Belzig und Umgegend davon in Kenntnis, dass wir vom 1. Oktober 1872 an sämtliche Mahlprodukte nicht mehr für den bisherigen Preis mahlen können. Der Scheffel Weizen kostet an Mahlgeld 2 Sgr. 6 Pfg., der Scheffel Roggen 1 Sgr. 6 Pfg., der Scheffel Gerste 1 Sgr., Schrot – Korn der Scheffel 8 Pfg.

Die Müllergesellen von Belzig und Umgegend.

05. Oktober 1872 (ZBKBL)

Die Annonce der Müllergesellen in voriger Nr. des Kreisblattes kann von uns nicht in Betracht gezogen werden.

Der Vorstand der Müller – Innung.

15. Juni 1889 Versammlung der Belziger Müller – Innung. Vorsitzender der Innung F. Wiere.

28. Juni 1899 Bekanntmachung. Müller – Innung in Belzig

Nachdem bei der Abstimmung sich die Mehrheit der beteiligten Gewerbetreibenden für die Ein-führung des Beitrittszwanges erklärt hat, ordne ich hiermit an, dass zum 1. August 1899 eine Zwangsinnung für das Müllerhandwerk in den Städten Belzig, Brück und Niemegk, sowie in den Ortschaften der Amtsbezirke Großbriesen, Dippmannsdorf, Lüsse, Sandberg, Mörz, Zeuden, Boßdorf, Dahnsdorf, Raben, Glien, Wiesenburg, Reetzerhütten, Reetz und Schmerwitz mit dem Sitz in Belzig errichtet werde. Von dem genannten Zeitpunkte ab gehören alle Gewerbetreibende, welche in dem Innungsbezirke das bezeichnete Handwerk ausüben, dieser Innung an. Zugleich schließe ich zu demselben Zeitpunkte die zur Zeit bestehende Müller – Innung in Belzig.

Potsdam, den 28. Juni 1899. Der Regierungspräsident.

Veröffentlicht.

Belzig, den 13. Juli 1899. Der Kgl. Landrat des Kreises Zauch – Belzig. von Tschirschky.

In das Genossenschaftsregister ist bei Nr. 41 „Mühlenvereinigung des Kreises Zauch-Belzig e. G. m. b. H. zu Belzig“ am 22. Februar 1926 eingetragen worden: Die Genossenschaft ist durch Beschluss der Generalversammlung vom 28. September 1925 aufgelöst worden. Liquidatoren sind die Mühlenbesitzer Hermann Rießler in Belzig und Paul Fäder in Wiesenburg.

Amtsgericht Belzig.

Müller-Zwangs-Innung zu Belzig (ZBKBL vom 22.04.1905)

Die diesjährige ordentliche Innungs-Versammlung findet am Mittwoch, den 26. April, von Mittags 2 Uhr ab im Viktoriagarten statt.

Tagesordnung:

1. Geschäftsbericht (Rechnungslegung und Festsetzung des Haushaltsplanes 1905-1906)

2. Einziehen der Beiträge und Strafgelder sowie Einschreiben von Lehrlingen.

3. Ergänzungswahl des statutenmäßig ausscheidenden Vorstandes und Mitglieder anderer Ausschüsse

4. Beschlußfassung über die evetl. sofortige Verwendung der Strafgelder.

5. Verschiedenes

Der Vorstand

Prüfungszeugnis Müller Walter Putz aus Schlalach

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Mühlen

Mühlenordung

Interessant ist der Auszug aus einer alten Mühlenordnung der Tuchweber von Belzig aus dem Jahr 1688.

„Damit auch denen Mahl – Gästen durch der Eseltreiber Unachtsamkeit, Unfließ und Mutwille an ihrem Gut kein Schade, in dem die Esel die Säcke aufbeißen und zerreißen, geschehen möge, sollen die Müller davor allzeit sorgfältig oder den Schaden zu ersetzen, schuldig sein.“

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Brauwesen

Gasthof zur grünen Tanne

Aus der Geschichte des Gasthofes

1680

In diesem Jahr trat vermehrt die Pest auf, so das mehre Buß- und Betttage abgehalten wurden. Durch die Pest wurde der der Gallus-Markt in Sandberg, vom Sandberger Krug bis zur Schäferei, abgehalten, da die Krämer nicht in die Stadt durften.

1813

Gastwirt Friedrich Vocke kauft das Grundstück von seiner Mutter für 1100 Thaler

Gasthofsverkauf

Ich beabsichtige, meine auf der Vorstadt Sandberg gelegenen Gasthof, zur grünen Tanne genannt, mit den dazugehörigen Hinter- und Seitengebäuden, Stallungen, Scheunen, einem schönen Obst- und Gemüsegarten hinter dem Hause, und circa 65 Magdeburger Morgen Ackerland bester Roggen- und Gerstenboden, einer zweischürigen Wiese, dem zu Betrieb dieser Ackerwirtschaft gehörigen toten und lebenden Inventario, für den billigen Preise von 6000 Thlr. Bei einer baaren Anzahlung von 3000 Thlr. zu verkaufen. Kauflustige wollen sich gefälligst in potofreien Briefen an mich wenden, oder sich sogleich hierher bemühen, und sich von Allem überzeugen. Kreisstadt Belzig, den 25. Juli 1842 F. Vocke, Gasthofbesitzer zur grünen Tanne.

1845 Müller Franz Louis Vocke kauft das Grundstück

1854 Tischlermeister, Holzhändler und Gastwirt Gottfried Heinrich kauft das Grundstück für 2600 Thaler und Altenteil

1857 Ferdinand Schroeder kauft von Gastwirt Heinrich das Grundstück für 2800 Thaler

1875 Witwe Friederike Schroeder erwirbt laut Rezess das Grundstück.

1899 erwirbt die uneheliche Hulda Schroeder den Besitz

Vor1900 gab es nur das Vorderhaus und Stallungen. Hinter dem Grundstück befand sich eine Gärtnerei.

1902 wurde der Saal angebaut. Dieser Saal wurde u. a. für Kinoveranstaltungen bis Mitte der 50ziger Jahre genutzt.

1902 Gastwirt Fritz Thiele

1948 Gastwirt Fritz Thiele wird auf Grund des notariellen Erlasses vom 29. Dezember 1945 als Besitzer eingetragen.
Nach den Tode von Fritz Thiele (1976) wurde die Gaststätte von seiner Frau bis etwa 1982 weitergeführt, danach wurde die Gaststätte von der HO weitergeführt. Nach der Wende übernahm die Tochter von Fritz Thiele, Brigitte das Anwesen und betreibt die Gaststätte mit Ihren Mann.

Kirchenbucheinträge

* 14.12.1651 Tochter des Krügers Andreas Dehne aus Sandberg, Maria

* 24.07.1655 Sohn des Sandberger Krügers Andreas Dehne, Galle. TP. Anna, Tochter des Töpfer Jakob Dehne.

°° 18.10.1666 Bürger, Stell- und Radmacher Christoph Stuhlmann mit der Tochter des Krügers Andreas Dehne in Sandberg, Marie

+ 13.06.1672 Andreas Dehne, Krüger aus Sandberg

°° 01.10.1677 Töpfergeselle und Krüger Galle Dehne aus Sandberg mit Anna Elisabeth Nirmßen, Witwe des Hufschmieds Martin Kemnitzer

* 17.09.1678 Sohn des Sandberger Krügers Galle Dehne, Andreas

* 31.08.1680 Tochter des Sandberger Krügers, Galle Dehne, Anna Elisabeth

* 20.04.1683 Tochter des Sandberger Krüger Galle Dehne, Anna Catharina

* 05.04.1686 Sohn des Krügers in Sandberg Galle Dehne, Christoph

+ 03.06.1687 Sohn des Töpfers und Krügers in Sandberg Galle Dehne, Christoph

* 09.05.1688 Sohn des Sandberger Krügers Galle Dehne, Johann Michael

* 09.04.1693 Sohn des Krügers Galle Dehne in Sandberg, Hans Friedrich

+ 13.08.1693 Sohn des Krügers Galle Dehne, Hans Friedrich

°° 12.09.1694 Bürger Martin Fickel mit Anna Elisabeth, der Tochter des Krügers Galle Dehne aus Sandberg.

+ 02.12.1694 Gastwirt Galle Dehne auf dem Bricciusfriedhof

°° 28.11.1695 der Sandberger Gastwirt Michael Senst, gebürtig aus Lütte, mit der Witwe des Gastwirts Galle Dehne, Anne Elisabeth

* 29.09.1696 Tochter des Sandberger Krügers Michael Senst, Anna Maria Elisabeth

* 10.05.1699 Sohn des Sandberger Gastwirt Michael Senst, Georg Michael

+ 16.05.1699 Sohn des Sandberger Gastwirt Michael Senst, Georg Michael

°° 15.11.1700 Bürger Andreas Senst mit der nachgelassenen Tochter des Gastwirts Galle Dehne aus Sandberg, Anna Catharina

+ 10.01.1709 Ehefrau des Gastwirts und Gerichtsschöppen in Sandberg Michael Senst, Anna Elisabeth

°° 29.10.1709 Gastwirt und Gerichtsschöppe Michael Senst in Sandberg mit Catharina, Tochter des Landschulzen in Schwanebeck Andreas Thiele

* 01.04.1711 Sohn des Gastwirts und Gerichtsschöppen in Sandberg, Michael Senst, Michael

+ 03.04.1711 Sohn des Michael Senst, Krüger in Sandberg (hat nur 9 Stunden gelebt)

°° 24.11.1712 Bürger, Brauer und Fleischhauer David Bergemann mit Anna Maria Elisabeth, Tochter des Gastwirts und Gerichtsschöppen in Sandberg Michael Senst.

+ 13.01.1715 Gastwirt in Sandberg, Schöppe beim hießigen Königl. Amt, Michael Senst, 48 Jahre alt

* 25.01.1715 Tochter des Sandberger Krügers Michel Senst, Maria Catharina

+ 03.03.1715 Tochter des Sandberger Krügers Michael Senst, Maria Catharina

°° 30.01.1716 Bürger und Gastwirt Christoph Körnick (Henicke) mit der Witwe des Gastwirts Michael Senst, Catharina Senst

1798 Johanna Christiana Vocke

°° 16.05.1805 der ehemalige Pachtinhaber des Massuthschen Ritterguts in Sandberg, Witwer Johann Gotthelf Müller, mit Johanna Christiana, Witwe des Bürgers, Schlossermeisters und Gastgebers in Sandberg Johann Gottfried Vocke.

* 06.09.1805 Sohn des Johann Peter Müller, Pächter des Oppischen Gutes, und der Maria Christiana, Johann Friedrich (T. 07.09.1805) TP. Johanna Christiana, Ehefrau des Bürgers und Gastgebers in Sandberg Johann Gotthelf Müller.

15.12.1805 TP. Johann Gotthelf Müller Bürger und Gastwirt in Sandberg.

09.07.1807 TP. Johanna Christiana, Ehefrau des Gastwirts in Sandberg Johann Gotthelf Müller.

Aufgebot 2. Ephi. 1807 Johann Peter brauberechtigter Bürger und Gastwirt in Roßlau, einziger Sohn des Gotthelf Müller Gastwirt in Sandberg, und Sophia Garlatta, Tochter des brauberechtigten Bürgers, Sattlers und Gastwirts Friedrich Weyda in Roßlau. Heirat in Roßlau.

11.12.1807 TP. Johann Gotthelf Müller Bürger und Gastwirt im Gasthof in Sandberg.

+ 20.03.1808 Gastwirt Johann Gotthelf Müller. 53 J. 3 M. Lebte 20 J. In I. Ehe, 3 J. in II. Ehe. Hinterlässt Witwe, 1 Sohn und 2 Stiefkinder.

16.10.1808 TP. Johanna Christiana, Witwe des Gastwirts Johann Gotthelf Müller in Sandberg.

03.04.1808 TP. Johanna Christiana, Witwe des Gastwirts Johann Gotthelf Müller in Sandberg.

19.02.1810 TP. Johanna Christiana, Witwe des Gastwirts Johann Gotthelf Müller in Sandberg.

12.07.1811 Johanna Christiana, Witwe des Gastwirts Johann Gotthelf Müller in Sandberg.

21.03.1812 Johanna Christiana, Witwe des Gastwirts Johann Gotthelf Müller in Sandberg.

* 23.04.1813 Christiana Sophia, uneheliche Tochter der Johanna Sophia Görisch, Tochter des Bürgers und Weißbäckers Johann Gottfried Görisch. Als Vater wird angegeben der Kupferschmied Johann Gottlob Vocke, Sohn des ehemalige Gastwirt Johann Gottfried Vocke in Sandberg.

+ 21.05.1814 Johanna Christiana, Witwe des Gastwirts Johann Gotthelf Müller in Sandberg.

Aufgebot 8 – 10. 1815 Trinitais. Bürger und Gastwirt Johann Friedrich Vocke in Sandberg, hinterlassener Sohn des Schlossermeisters und Gastwirts Johann Gottfried Vocke einziger Sohn zweiter Ehe und Stiefsohn des verstorbenen Gastwirts Johann Gotthelf Müller in Sandberg, mit Johanna Henrietta, nachgelassene Tochter des Eigenthums-, Mahl- und Schneidemüllers Johann Friedrich Lieben auf der Badewitzer Zollmühle und hinterlassene Stieftochter des Mahl- und Schneidemüllers Gottlieb Siegmund Hamann von der Badewitzer Zollmühle. (Heirat ausserhalb)

* 20.10.1816 Friedrich Ferdinand, Sohn des Bürgers und Gastwirts Johann Friedrich Vocke in Sandberg und der Johanna Henrietta geb. Lieben. TP. Henrietta, Witwe des Badewitzer Müllers Johann Friedrich Lieben. Johann Gottlieb Müller Gastwirt in Roslau.

* 07.01.1818 Christiane Rosalie, Tochter des Bürgers und Gastwirts Johann Friedrich Vocke in Sandberg und der Johanna Henrietta geb. Lieben. + 13.01.1818

°° 23.09.1819 der brauberechtigte Bürger und Tuchfabrikant Johann Karl Wendel (22 J.), Sohn des Johann Gottlob Wendel, mit Johanna Christiana (28 J.), weiland Herrn Johann Gottfried Vocke gewesenen Bürgers und Schlossermeisters auch Gastgeber im Gasthof “Zur grünen Tanne” in Sandberg hinterlassene Tochter zweiter Ehe und weiland Herrn Gottlieb Müller gewesener Gastgeber im Gasthof „Zur grünen Tanne“ Sandberg vor Belzig, Stief- und Pflegetochter.

* 06.07.1844 Ferdinand Rudolph, Sohn des Schutzverwandten und Nadlers Friedrich Ferdinand Vocke und der Augusta Wilhelmina geb. Haberland. (T. 25.07.1844) TP. Johann Friedrich Vocke Gastwirt in Sandberg.

+ 03.02.1847 Wilhelmine Emma, Tochter des Bürgers und Nadlers Friedrich Ferdinand Vocke und der Augusta Wilhelmina geb. Haberland. 1J. 2 M. 17 T.

* 01.12.1847 Ferdinand Richard, Sohn des Bürgers und Nadlers Friedrich Ferdinand Vocke und der Augusta Wilhelmina geb. Haberland. TP. Franz Louis Vocke Gastwirt in Sandberg.

+ 20.07.1851 Karl Wilhelm, Sohn des Gasthofbesitzers Franz Louis Vocke und der Johanna Charlotta geb. Puls. 10 M. 22 T.

°° 04.12.1851 Bürger und Bäcker Karl Friedrich Vocke in Brandenburg (32 11/12 J.), Sohn des Gasthofbesitzers Johann Friedrich Vocke in Sandberg, mit Johanne Karoline Wilhelmine Emilie (23 7/12 J.), Tochter des Mühlenbesitzers Johann Friedrich Jäger in Belzig.

°° 26.03.1852 Kaufmann Albert Julius Rehaus aus Lehnin (30 6/12 J.), Sohn des Königlichen Botenmeisters am Kreisgericht zu Brandenburg Christian Gottlieb Rehaus, mit Karoline Marie (24 8/12 J.), Tochter des Gasthofbesitzers Johann Friedrich Vocke in Sandberg.

* 22.01.1858 Gastwirt und Kunstgärtner Friedrich Ferdinand Schröder ein Sohn.

* 06.10.1861 Gastwirt und Kunstgärtner Friedrich Ferdinand Schröder ein Sohn.

* 24.01.1866 Hulda Thiele geb. Schröder (14.08.1945)

* 01.12.1870 Fritz Thiele (17.08.1945)

* 15.05.1871 dem Ackerbürger F. Thiele ein Sohn

+ 26.01.1887 Tochter des Gastwirts Karl Thiele und der Marie Bergemann (* in Potsdam), 5 Jahre

* 05.01.1905 Fritz Thiele (25.07.1976)

* 04.01.1906 Lieschen Thiele geb. Lobbes (21.07.1982)

+ 14.08.1945 Hulda Thiele geb. Schröder (24.01.1866) verh. mit Fritz Thiele

+ 17.08.1945 Fritz Thiele (01.12.1870) verh. mit Hulda Thiele geb. Schröder

+ 25.07.1976 Fritz Thiele (05.01.1905) verh. mit Lieschen Thiele geb. Lobbes

+ 27.07.1982 Lieschen Thiele geb. Lobbes (04.01.1906)

Grundbucheinträge für das Grundstück „Sandberg – Bahnhofstraße 5“

Grundbuchnummer 57

Gasthof „Zur grünen Tanne“ mit Gebäuden, Garten und Zubehör

Johanne Christiane Müller, vormals Vocke

1813 Gastwirt Friedrich Vocke kauft das Grundstück von seiner Mutter für 1100 Thaler

1845 Müller Franz Louis Vocke kauft das Grundstück

1854 Tischlermeister, Holzhändler und Gastwirt Gottfried Heinrich kauft das Grundstück für 2600 Thaler und Altenteil

1857 Ferdinand Schroeder kauft von Gastwirt Heinrich das Grundstück für 2800 Thaler

1875 Witwe Friederike Schroeder erwirbt laut Rezess das Grundstück

1899 erwirbt die uneheliche Hulda Schroeder den Besitz

1902 Gastwirt Fritz Thiele

1948 Gastwirt Fritz Thiele wird auf Grund des notariellen Erlasses vom 29. Dezember 1945 eingetragen.

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Brauwesen

Zum Goldenen Anker (Heute Hotel „Burg Eisenhardt“)

Der Gasthof zum Goldenen Anker wurde durch den Stadtkämmerer Friedrich 1817 eröffnet.

Grundbuchblatt 308

Gasthof zum Goldenen Anker vor dem Brandenburger Tore  Nr. 52 b, mit einem Wohngebäude, einem Zwischengebäude mit Tanzsaal, Ställen, Hausgarten, eine Scheune,

zusammen ein Magdeburger Morgen und 48 Ruthen Fläche, Brandenburger Str. 52 b, Acker und Wiese an der Chaussee nach Brandenburg

1819 Ratskämmerer Friedrich

um 1829 Seifensieder und Gastwirt Christian Gottfried Heyne

1829 Fuhrmann Andreas Senst kauft es im Wege einer gesetzlich durchgeführten Dismembration für 2700 Thaler, versichert mit 1750 Thaler, 1831 auf 2400 Thaler erhöht.

1840 zahlt Johann Gottlieb Senst für den Besitz und eine halb Hufe Landungen an seinen Vater 1700 Thaler. Davon verkauft er einen Bauplan für 237 Thaler  an den Privatsekretär Hennig.

1853 kauft es ohne Wertangabe der Amtmann Christian Friedrich Böhm.

1856 hat sein Sohn, der Oeconom Adolph Friedrich Wilhelm Böhm es vom Amtmann für 7500 Thaler und Altenteil

1876 erbt laut Testament die Witwe Henriette Pauline Boehm geb. Kühne

1878 Kaufmann und Gastwirt Carl Regling,

1879 wird schuldenhalber die notwendige Subhastion eingeleitet

1880 nach Adjudikationsbescheid und Kaufgeldverhandlungen  erwarb es Hüfner Gottfried Tributh zu Trebitz

1880 Wilhelm Kirsten Belzig

1903 Gastwirt Paul Kirsten, mit Altenteil für den Vorbesitzer und dessen Ehefrau Auguste geb. Poppenberg, Wohnung- und Unterhaltungsrecht für Fräulein Clara Kirsten

Besitzer:

Johann Wilhelm Friedrich 7/ 315

Ratskämmer, Kollaborateur und Küster zu St. Bricci in Belzig

* 1752

† 06.05.1819, 66 J. 5 M. 13 T.

°° Johanna Sophie Wilhelmine Lichtenberg (* 19.10.1764, + 23.01.1836 Wittenberg, 71 J. 3 M. 4 T.)

Kinder (2 T. 1 S.)

Carl Wilhelm °° 18.10.1810 in Niemegk mit Friederike Charlotte Franke, Tochter des Nadlers, Kauf- und Handelsherrn Heinrich Gotthelf Franke in Niemegk

Friederika Wilhelmina °° 1820 den Seifensieder und Gastwirt des Goldenen Ankers in Belzig Christian Gottfried Heyne

Augusta Henrietta * 12.04.1806, † 04.04.1828 (21 J. 11 M. 22 T.)

Christian Gottfried Heyne 9/ 396

Gastwirt, Seifensieder

* Wittenberg

°° 1820  Friederika Wilhelmina Friedrich, Tochter des Lehrers und Ratskämmerers sowie Vorbesitzer des Goldenen Ankers Johann Wilhelm Friedrich in Belzig

Kinder

Henriette Emilie * 31.03.1827, † 10.04.1828 (1 J. 8 T.)

Marie Therese * 08.11.1828

Andreas Senst 9/ 233

Ackermann und Frachtfuhrmann

°° Johanna Magdalena Hennig

Johann Gottlieb Senst 10/ 294

Handarbeiter, Fuhrmann in Sandberg

* 1803, Sohn des Fuhrmanns Johann Gottlieb Senst und der Johanna Magdalena Hennig

°° 10.05.1829 in Belzig Marie Elisabeth Dornburg (* 1804), Tochter des Ackermanns Johann Christoph Dorenburg (Dorenburg) in Sandberg

Kinder

1. Johanne Christiane Friederike * 18.02.1830

2. Caroline * 18.05.1832

3. Johann Gottfried* 09.03.1835 Belzig, † 15.06.1898 Berlin

4. Gottfried Heinrich * 14.12.1837, † 24.02.1839

5. August Heinrich * 30.04.1840, † 27.02.1841 (9 M. 28 T.)

6. Johanne Christiane * 11.08.1842

Christian Friedrich Böhm

Amtmann

Adolph Friedrich Wilhelm Böhm 12/ 267

Gastwirt

+ um 1876

°° Henriette Pauline Kühne

Kinder

Sohn * 30.05.1861

4. Louis August Hermann * 21.10.1867, + 21.08.1871

Carl Regling

Gottfried Tributh

Hüfner in Trebitz

Wilhelm Kirsten 15/ 236

01.08.1882 eröffnete er den Gasthof als Kirstens Hotel, den er später in Hotel Burg Eisenhardt umbenannte

Paul Wilhelm Kirsten 16/ 272

Kinder

Albert * 20.04.1884, + 22.07.1915 (gefallen)

Paul Julis °° 16.08.1903 Anna Scharschmidt

Bekanntmachung

Für die Vermittlung landwirtschaftlicher Beamten, Arbeiter und Dienstboten haben wir in Belzig eine Nebenstelle unseres Arbeitsamtes unter der Bezeichnung „Arbeitsamt = Nebenstelle Belzig“ errichtet und die Verwaltung derselben dem Herrn Gastwirt Kirsten Belzig übertragen.

Wir bringen dieses hiermit zur öffentlichen Kenntnis der landwirtschaftlichen Bevölkerung des betreffenden Bezirks und ersuchen urn rege Benutzung dieser Nebenstelle.

Berlin, den 25. Juni 1900.

Paul Julius Kirsten 20/ 4

°° 16.08.1903 Anna Scharschmidt

Kinder

Paul + 06.02.1905 (7 M.)

Wilhelm

1906

Während des Saalbaus beim Gastwirt Kirsten (Hotel Burg Eisenhardt) kam es zum Streikder Bauarbeiter, sie wollten 5 Pfennig Zulage.

Der Stundenlohn für geradeAusgelernte betrug zurzeit 25 Pfennig und für Maurer 32 Pfennig.

Nach 6. WochenStreik erfolgte eine Einigung auf eine sofortige Zulage von 3 Pfennig.

Über dierestlichen 2 Pfennige sollte Anfang des nächsten Jahres verhandelt werden. Die Einweihung der fertig gestellten Festsäle des Gasthauses erfolgte am 6. Dezember 1906  

Wilhelm Kirsten

1936

Anlässlich der Übernahme des Gasthauses „Burg Eisenhardt“ veranstalte ich am Donnerstag, 5. März, abends 8 Uhr einen Ball für alle Bauern und Landwirte des Kreises,

wozu ich hierdurch herzlichst einlade. Wilhelm Kirsten, Hotel „BurgEisenhardt“, Belzig.

Die Familie Kirsten verließ nach 1945 Belzig. Die Gaststätte wurde zum Volkseigentum erklärt.

Nach der Wende, 1990, erwarb die Familie Wust das Hotel mit der Gaststätte.

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Brauwesen

Chronikdaten Braugeschichte

1200

um 1200 hieß das Bier in der Mark Garlei (aus Gardeleben) oder Klaus, aus Nauen kam das sogenannte Zizenille. Wer trinken Zizenill, muß liegen drei Tage still.

1205

Der Winter war so hart, daß das Bier in den Kellern gefror und nach Gewicht verkauft werden mußte.

Das Bierbrauen und Trinken hatten die Wenden schon von den Mönchen gekannt, und die märkischen Biere wurden durch ganz Deutschland verfahren, ja sie gingen sogar bis England. Ob indessen das Bier schon von Anfang an mit Hopfen gebraut wurde, ist schwer zu entscheiden, doch legten die beiden brandenburgischen Markgrafen Otto und Johann bei Wusterhausen einen großen Hopfengarten an, den sie 1291 der Stadt zum Geschenk machten, wodurch der Anbau desselben merklich gehoben wurde. Aber auch hier waren die Mönche bald genug hinterher, um auch den edlen Gerstensaft ganz und gar ihrem heiligen Gaumen schmackhaft zu machen, das Kathäuser Bier ist hinreichender Beweis, mit welcher Geschicklichkeit sie auch diese Aufgabe zu lösen wußten.

1348

Belziger Bier wurde nachweislich schon 1348 auf der Strata Publika. der Handelsstraße die nach Magdeburg und Zerbst führte, exportiert Bis nach Hamburg und Lübeck rollten die Planwagen mit den Holzfässern.

1380

Hans v. Oppin zu Belcz

Czu Belcz in deme Lande czu Trebegocy das Gericht obir hals und obir hant end den dinst mit allem rechte und 13 ½ Weinscheffel avene, 2 Weinscheffel Hopfen, 2 Scheffel Nüssel, 30 Schillinge zu zinsen, 15 Hühner der Richte l lenpfert und den czendin der in und l Wese (Oppen I. 47)

Haus- und Braustellenverzeichnis nach dem Erbuch des Amtes Belzig (1500)

Lfd Nr.FamiliennameBesitzGroschenPfennigeBemerkung
1Hanns MeyßnerHath eine Bude zu Erbe21
2Peter KoppermBrauerbe216
3Peter BörnuthBrauerbe425
4Velten OttoBrauerbe351548 Gores Otto
5Simon KrügerBrauerbe35
6Lukas KlemmenBrauerbe102
7Peter halb KnapeBude102
8Die Barthoes ElisßenBrauerbe35
9Lampertus MenzBrauerbe30
10Borius HaßeBrauerbe425
11Jorg ZimmenBrauerbe272
12Andres BaumgarthBrauerbe421530 Andres Baumgarth, 1547 Wolf Baumgart, Andeas Baumgartner ein Belziger 1555 – 1575 Pfarrer in Lütte (Andeas Bomdart), 1581, 1583, 1606 Andreas Baumgarten (Belziger Bürgermeister) 1581 Sohn
13Andreas BloiherBrauerbe305
14Hans MewesBrauerbe4051539 Andreas Mewes
15Peter  RingelhutBrauerbe455
16Jacoff  MayneBrauerbe50
17Hans StolzingkBrauerbe30
18Bertus BlanstorffBrauerbe30
19Hans WoltkennBrauerbe192
20Andreas BuleBrauerbe561
21Simon BodikerBrauerbe30
22Die BartoldinBrauerbe306
23Thews SchultsBrauerbe315
24Tylo MichelBrauerbe35
25Andreas RadikennBrauerbe216
26Thomas PfaffendorffBrauerbe351544 Andreas Papendorf
27Lucas BothennBrauerbe252
28OstereythBrauerbe222
29Hans WiltkennBrauerbe?5
30Andreas GlonemannBrauerbe351539 Andreas Glonemann, → 1566 Brose Glonemann
31Jacob KynnBude62Jacob Müller 1647 Register O. Wiedel
32Goris ClewitzBude5
33Simon ZikowBrauerbe25
34Peter GerharthBude am Markt25
Von der anderen Bude72
35Galle VogthBrauerbe305
36Fabian LuchtBrauerbe2311506 Laurent Lucht in Brück
37Valten PfefferBrauerbe22
38Klaus Matheuß EckartBrauerbe25
39Gaspar SwanBrauerbe202
40Thomas BoltzBrauerbe26Daniel Polz  Sohn des späteren Lüsser Pastors Moritz Mauritius Polz und Dorothea Polz, geb.Wolter, wird am Palm-Sonntag in Belzig geboren (um 1555)
41Nikel BrucknerBude5
42Veyt RyetzBrauerbe35
43Andreas SwannBrauerbe303
44Gorys HoffmannBrauerbe251544 Peter Hoffmann
45Jacoff NyendorffBrauerbe25
46Andreas ZymmernBrauerbe2561506/ 1550 Thomas Zymmern in  Brück
47Vrban ElisBrauerbe23
48Jacoff KoppeBrauerbe32
49Thewis SwitzkeBrauerbe25
50Jorys KynnBrauerbe32
51Andreas ElisBrauerbe50
52Andreas KempnitzBude93
53Michel BuchholtzBrauerbe403
54Thomas SchusterBrauerbe212
55Jacoff MyßererBrauerbeZu zinß 291
56Merten BeyerBude123
57Friedrich EkarthBrauerbe225
58Andreas LeumusBrauerbe452
59Klemens BloseBrauerbe33
60Thews BurawBrauerbe352
61Hans RademacherBrauerbe25
62Peter NatheBrauerbe251537 die alte Netin
63Johan GoltzBrauerbe4331534 Erdmann Goltz
64Simon SenstBrauerbe50
65er benedictus küneBrauerbe35
66Velten HaßeBrauerbe25?
67Peter BolleBrauerbe40
68Borgkhart PfefferBrauerbe4545
69Thomas Leytz ursulaBrauerbe31
70(Hans Terwitz, gestrichen) Felix TrewitzBrauerbe51  ?1534 Johannes Trebitz, Andreas Trebitz
71Andres GrabowBrauerbe50
72Klaus BrunikBude206
73Benedictus TrewitzBrauerbe502
74Goris SasßeBrauerbe211
75Die Peter SmidithBrauerbe32
76Clemens BodikerBrauerbe25
77Merten BorgmannBrauerbe516
Die Stath Beltiz new gebauthe stete die noch frey ßeynnt
78Fridrich Ekarthbauth ein naw Bude921530 Johannes Eckert
79Peter Koppenbauth ein naw Bude61
80Peter Laurentzbauth ein naw Bude10
81Erton MollerEin Bude steth mit ßein mitgesellen2
82Hans Pfunthhat Bude5
83Galle Vogtbaut Bude32
84Steffan Kuhirthbaut Bude22
85Er Kurth und er Thonshat Bude22
86Bule, Zigler, Borgmoller vnd Kynnbauen eine Bude7
87Dictus Trewitz und Kynnhaben brausteth255
88Frantz SakeBude3
89Hans Kothhat eine steth51538, 1544 Hans Koch
90Moritz AmelangBreustethe201416 Bastian Amelang
91Bertus Schusterer mit ßein geholffen bauen 2 Buden, von jahr3
92Jacoff Breuer1
93Joris Smeth31534 Jurgen Wullf Schmidt
94Valten Saße etc7
95Er bendictus Gabriel10 byß vf vorbesserung
96Paul Zymmern305
97Stansdorff55
98Jacoff Schults101534 Joachim Schulz, 1639 Matthias Schulz (Bäcker)
99Heyße Kynn255
100Hermann Schults7
101Borgmann etc31506 und 1560 in Brück erwähnt
102Bleße Menz55
103Goris Zigenbok10
104Pastor Ricke55
105Die Bartholdin5
106Dictus Galle11
107Er Paul Mynne10
108Er Lussow10


Insgesamt:   3 Braustellen, 69 Brauerben

1506

68 Brauerben in Belzig

1511

75 Brauberechtigte haben 96 x gebraut. Für jedes Gebräu mußten sie 11 silberne Groschen Biersteuer (- Zeiße) zahlen, die Zeiße betrug in diesem Jahr 13 Schock 12 Groschen

1516

Ostern 1516 hatte Brück nur 54 Faß Bier gebraut, nur reichlich die Hälfte von Belzig. Von der Biersteuer, 11 Silbergroschen, erhielt der Magistrat der Stadt den vierten Pfennig 99 Faß und eine Tonne Bier in Belzig gebraut 23 Gulden, 13 Groschen und 13 Pfennig Biersteuer Vorrat 728 Faß Bier Weinsteuer l Gulden, 3 Groschen, Branntwein 6 Groschen

1530

Einkommen des Gemeinen Kastens : Einen Gülden 16 gr Pfannen Geld

1531

77 Brauerben

1537

Hans Koch Brauer (1538)

Andres Mewes Brauer (1539)

1542

74 Brauerben (l Hofstätte wüst, l Hofstätte ledig)

1550

75 Brauer

1590

Im ältesten Inventar des Belziger Schlosses steht folgendes: „Im Brauhaus befindet sich das alte Braugefaefs („ist der alten Schöfferin – jedoch dafs das Amt jeder Zeit darinnen zu brauen Macht haben soll aus Gnaden a° 72 gegeben werden“. Interessant ist das Vorhandensein eines Raumes: Weinperfs, worin sich zwei Böse (schlechte) Butten, 1 hölzerner Eimer (Maß), 2 Fässer („darin der Wein geschlagen wird in der Lesezeit“).

1591

75 Brauer. Brandenburger Viertel 27 Brauer, Wiesenburger Viertel 24 Brauer, Sandberger Viertel 24 Brauer

1601 -02

Braustreit (Schankgenehmigung) zwischen von Staupitz, Besitzer der Burg Rabenstein, und der Belziger Brauerschaft

1656

Älteste noch vorhandene Brauordnung der Stadt Belzig

in: Domarchiv Brandenburg: Bestand Superintendentur Belzig (Sig. 1241 Lg. Nr. 1404) Mandaten und Generalien Vol I. 1639 – 1743

1690

65 „würkliche“ Brauer

1691

65 Brauer

1702

Kurfürst August der Starke verkauft der Stadt neben den Erbgericht den Bierzoll für 22 Gulden

Veräußerungen im Domänenbereich:

„3. Das Erbgericht, den von jedem außerhalb der Stadt Belzig verfahrenen Faß Bier mit 3 Pfennigen erhobenen Bierzoll und das auf den Belziger Jahrmärkten von den Buden entrichtete Städtegeld für 720 Thaler jährlichen Zins von 15 Thalern 20 Groschen an den Magistrat 1702  (I. Nr. 15 und Loc 37685, Tabelle der veralierten Güter 1702)

Die Statuten der Stadt Belzig von 1702

1. Soll niemand unter der Predigt des Sonntages oder des Feyertages in Bier- und Wein – Häusern, oder aber auf den Spiel – Plätzen betroffen werden, bey Straffe Gefängniß, oder des Hals – Eisens.

2. Wer des Jahrs nicht wenigstens dreymahl das H. Nachtmahl geniesset, soll in dieser Stadt nicht geduldet, sondern Inhalts Chur- Sachs. Landes – Ordnung gestraffet werden.

3. Soll niemand Hurerey treiben, noch dergleichen hegen, oder geschwängert und leichtfertige Personen in Diensten nehmen, bey Vermeidung der in der Landes -Ordnung daraufgesetzten Straffe.

4. Bürgermeister und Rath sollen der Gemeine Nutz befördern, auch jedes Raths -Membrum ( Mitglied ) auf Erfordern sich zu Rath – Hause einfinden.

5. Ein jeder soll rechten Scheffel, recht Maaß, rechte Elle, Gewichte, Fasse und Tonnen haben, bey 20 Gr. Straffe, oder nach befinden höher.

6. Ein jeder soll Steuer, Schoß und Obrigkeitl. Gaben richtig abführen, bey Straffe Pfändung oder Gehorsam (Gefängnis).

7. Ein jeder soll mit Licht und Feuer, Flachs dörren, Kien, Laternen wohl umgehen, bey Straffe des Raths. Auch jeder Brauer soll 2 lederne Eymer, eine Sprütze, lange Leiter, Latern : Ein Büdner l ledernen Eymer, lange Leiter und Latern haben, bey 10 Gr. Straffe.

8. Woferne bey jemanden Feuer auskäme, und solches nicht alsobald offenbar machte, sondern mit Sturm belautet und beschrien würde, soll drittehalb Thaler oder l Neu – Schock zur Straffe geben, diejenigen aber, so beym Retten sich säumig finden lassen, sollen nach des Raths Wülkühr gestraffet werden.

9. Jeder soll des Sommers Wasser für den Thüren haben, bey l Gr. Straffe, so offte es nicht gefunden wird.

10. Die Bache, welche von unsern Vorfahren für ein edel Kleinod gehalten worden, und ietzo gar baufällig ist, soll aufs neue wieder gebauet werden, und muß jeder bey Straffe zu seinem Fache das ihm zugeordnete Holtz verschaffen, dasselbe ausbessern und nicht eingehen lassen.

11. Soll ein jeder Gehege und Zäune auch Graben, auf den Gabeln aufwerffen und halten, bey 5 Gr. Straffe, da er in Besichtigung unrichtig befunden würde.

12. Jeder soll der Brauer – Ordnung gemäß brauen.

13. Ein jeder Brauer soll das Maltz gut halten, und gut Bier machen, widrigenfalls, wo ers muthwillig versäumet, oder zuviel giesset, soll in der Umzeche auf denselben nicht gewartet werden. Wo aber ohne jemands Verschulden Unrichtigkeit vorfiele, soll mit ihm Mitleiden getragen werden.

14. Welcher Brauer zu viel Maltz sacken wird, soll des übrigen verlustig seyn, auch um l Neu Schock bestraffet werden.

15. Soll niemand denen von Adel, oder Pfarrern aufm Lande, in seinen Brau – Hause brauen oder maltzen lassen, bey Verlust der Brauer – Innung.

16. Da jemand Armuths halber sein Brau – Hauß verlassen oder verkauften müste, soll er zu Erhaltung der Brauer – Innung für sich und die Seinen jährlich 4 Gr. zur Erhaltung aber des Bürger – Rechts 2 Gr. wenn der neue Rath aufgeführet wird, geben. Dagegen ihm für sich und seinen Erben Brauer – Innung und Bürger – Recht nachgehalten werden soll.

17. Ein fremder, der ein Brau – Hauß kauffet, oder erbet, kan solches vermiethen, damit die Onera davon abgegeben werden. Das Brauen aber auf den Miethling zu transferiren , gleich ändern Brauern zu brauen, ist verbothen, bis so lange er sein Hauß selbst beziehe und bewohne.

18. Ein jeder soll sich der Holtzung ins Raths – Holtze enthalten, bey ernster Straffe.

19. Wer junge Satz – Weyden oder junge Eichen, so um des Raths – Teichen und Bache gesetzt, abhauen, oder beschädigen würde, soll um 2 Neu – Schock, oder Abhauung der Hand, gestraffet werden.

20. Wer den ändern Obst, Kraut oder Graß aus dem Garthen stielet, soll auf den Korb – Pranger, oder Wasser – Bad, oder aber mit Geld – Busse bestraffet werden.

21. Da einer bestohlen würde, soll er den Thäter mit Vorwissen des Raths zur Hafft bringen, oder die Sache selbst ausführen schuldig seyn.

22. Keiner soll Haußgenossen ohne Vorwissen des Raths einnehmen, auch vorher Kundschafft von ihm einbringen, bey 20 Gr. Straffe.

23. Jeder soll sein Wehr und Waffen richtig halten, damit er im Fall der Noth der Landes – Obrigkeit oder dem Rath beyspringen könne, bey 5 Gr. Straffe.

24. In der Stadt soll kein Rohr oder Büchse loßgeschossen werden , bey Verlust des Rohrs, oder l Schock Straffe.

25. Die Sachen, so nicht peinlich, sollen fürm Rath geklaget werden, nicht aber ohne vorhergehenden Abschied beym Amte anhängig gemacht werden, bey l fl. Straffe. Wenn auch ein Bürger auf Erfordern nicht erscheinet, und doch einheimisch ist, soll er 2 Gr. Straffe geben.

26. Wenn die Bürger – Glocke geläutet wird, soll jeder erscheinen: Da einer nicht einheimisch, oder krank, soll er sich entschuldigen lassen. Wenn er daheim, und nicht zu Rathhause käme, soll er 5 Gr. Straffe geben.

27. Da ein Bürger in verschuldeten Sachen ins Gehorsam gebracht, und daraus entlauffen würde, soll er des Bürger – Rechts verlustig seyn.

28. Wenn sich Weib oder Mägde mit einander rauffen, sollen sie Steine tragen, oder 30 Gr. Straffe geben.

29. An die Nacht – Wächter soll sich niemand vergreiffen, dieselben beleidigen, oder beschädigen, bey ernster Straffe.

30. Die üppigen und unordentlichen liederlichen Täntzer sollen mit 5 Gr. oder Inhalts der Landes – Ordnung gestraffet werden.

31. Wenn ein Unfall in befreyeten Häusern, als: Raths- Pfarr – Diaconat – Kirchen -Schul- Hause, Hospital, Raths – Hoffe, Bad – Stube, Hirten – Häusern, Thor – und Wach – Buden, und dergleichen sich zutrüge, so nicht peinlich, soll der Beleidigte beym Rath klagen und Hülffe suchen.

32. Die des Nachts bölcken und ruffen, sollen von den Dienern aufgehoben, und nach Befinden gestraffet werden.

33. Handwercks – Zünffte und junge Bursche sollen kein gemein Gelach halten und Bier auflegen, ohne Erlaubniß und Vorwissen des Raths.

34. Die Innungs – Alt – Vier – oder Handwercks – Meister sollen bey dem Raths -Wechsel sich jährlich angeben, und ihre Pflicht ablegen.

35. Wenn die Innungen und Gewercke bey ihren Irrungen und Klagen sich nicht vergleichen können, sollen sie solche beym Rath zu erörtern vorbringen, und ohne dessen Vorwissen nicht in Amt oder Gericht lauffen lassen, bey des Raths – Straffe.

36. Keiner soll sein Hauß, Gärten etc. ohne Vorwissen des Raths verkaufen, oder vertauschen, bey des Raths Straffe.

37. Es soll sich kein Bürger unterstehen, Recesse, oder Verträge zu machen, noch in dieselben Erb- Gelder zu verschreiben, sondern solche zu Rathhause, dahin sie gehören, durch den Stadtschreiber machen, oder verzeichnen lassen.

38. Es soll keiner dem ändern aufm Marckte oder sonsten, da etwas zu verkaufen kommt, und einer darum dinget und kauftet, in Kauff fallen, bey des Raths -Straffe.

Der Verkauf der Untergerichte an die Stadt Belzig vom 21. September 1702

Es verkauften erb- und eigentümlich, eignen und überlassen S. Königl. Majestät vor Ihro, Ihro Erben und Nachkommen, bemeldtem Rathe zu Beltzig die völligen Erb – Gerichte beym Städtlein Beltzigk, und was nach Sachsen – Recht und heutiger Observantz dazu gehöret, immassen solche das Churfurstl. Amt allda vermöge des hierüber unterm 09. Julii 1691 aufgerichteten Commissarisehen Recessus exerciret, vor und umb Dreyhundert Gülden Capital, und funff Gülden jährlichen Erb – Zinß, ferner (2) den Bier – Zoll, davon der Amts – Richter zeithero 20 Gr. zum Amte bezahlet, vor und um zwantzig Gülden Capital, und zwantzig Groschen jährlichen Erb – Zins, und denn 3tens das bey denen 4. Jahr -Märkten einkommende Städte – Geld, davon der Amts -Richter zeithero 10 fl. zum Amte bezahlet, vor und umb vier hundert Gülden Capital und 10 fl. jährlichen Erb – Zins und also zusammen vor und um siebenhundert und zwantzig fl. guter Meißnischer Wehnmg, jeden fl. zu 21 Gr. deren Gr. einer 12 Pf. gilt, gerechnet, und funffzehn Gülden 20 Gr. solcher Müntze jährlichen Erb – Zinz, halb Ostern und halb Abends Michaelis ins Amt Beltzig zu entrichten, dergestalt und also, daß sie und ihre Nachkommen die überlassene Erb – Gerichte, gleichwie das Amt bishero gethan, für sich exerciren, so wohl den Bier – Zoll und das gewöhnliche Städte – Geld für sich einfordern, zu der Commun Beste nutzen und gebrauchen, jedoch haben niemanden über die Gebühr beschweren, übersetzen, noch ein mehres als bishero bräuchlich gewesen, von jemanden abfordern, und also den Amts – Richter mit dem Bier – Zoll und Städte – Gelde, wie auch anderen zum Marckt – Rechte gehörigen Pertinentien gar nichts mehr zu thun haben sol. Allermassen nun ermeldeter diese erbliche Überlassung der Erb -Gerichte, des Bier – Zolls und Städte – Geldes in allen geschlossener massen mit allem untertänigsten Danck, durch ihre Bevollmächtigte acceptiret, und damit wohl zufrieden gewesen, auch das Pretium an sieben und zwantzig Gülden in einer unzertrennter Summa instehende Leipziger Michaelis Messe zu bezahlen, sowohl den übernommenen jährlichen Erb – Zins auf beniemte 2. Termine, Ostern und Michaelis, ins Amt Beltzig richtig abzustatten, damit Ostern 1703 den Anfang zu machen, und also terminlich unausgesetzt zu continuiren versprochen; Als setzen Sr. Königl. Maj. vor Ihro, Ihro Erben und Nachkommen erb- und unwiedemiflich überlassenen Erb – Gerichte, Bier – Zolls und Städte – Geldes in eine würkliche und geruhige Possess auf künftigste und dermassen ein, daß sie dererselben Exercimng Nutz und Gebrauchs von bevorstehenden Michaelis alsbald, sich als ihres Erb- und Eigenthums zu ihr und der Commun Besten anmassen, und weder durch das Amt, noch durch den Amts – Richter, oder sonst jemanden hierinnen Eintrag leiden, anbey aber gehalten seyn sollen, niemanden wider Recht zu bedrängen, und zu übernehmen, noch an seinem Rechte zu verkürtzen, sondern alle zutragende Fälle, auf vorhergehenden gnugsame Verhör, Erkundigung und Befindung, den Rechten, auch denen Churfürstl. Sachs. Landes – Satzungen, Gerichts- und Process – Ordnungen gemäß, ohne eintzige Affecten, oder Ansehung der Persohn zu bestraffen, vornehmlich aber keine peinliche Fälle, worunter das Leben verwürcket, ohne Sr. Königl. Maj. und Churfurstl. Durchl. Hochlöbl. Landes- Regierung Vorwissen, und nachdrücklichen Befehl Bürgerlich werden lassen, noch in Bürgerlichen Sachen die Straffen höher, als die Verbrechungen an sich selbst beschaffen seyn, setzen, sonsten aber die Erb-Gerichte dergestalt administriren soliden, wie sie es gegen den grossen Gott, wie auch die hohe Landes – Obrigkeit zu verantworten getrauen, jedoch behalten Ihro Königl. Majestät vor sich, Ihro Erben und Nachkommen, Ihro und dem Amte Beltzig zustehende jura, wie auch paratam executionem, sich deren bey unterbliebener Bezahlung des Zinses nothdürffiig zu gebrauchen bevor. Endlich wollen auch Ihro Königl. Majest. diesen Erb- Kauff in allem und jeden Puncten, Inhalt, Conditionen, Reservatis und Clausuln steiff und feste gehalten, und darüber ein und anders nicht vorgenommen wissen, und versprechen hiernechst vor Ihro und Ihro Erben, mehrbemeldetem Rath und ihre Nachkommen bey den Recht und Gerechtigkeiten, Befugnissen und Freyheiten, solcher erblich überlassenen Gerichte, Bier – Zolls und Städte – Geldes würcklich zu schützen, sondern die daben nach Gewehrs – Recht ausser den Erb – Zins und Reservatis gebührend zu vertreten. Treulich sondern Gefehrde. Zu dessen Uhrkund und Versicherung ist solcher von uns vorbewandeten Commissariis durch eigenhändige Unterschrifft und vorgedruckten Petschafften vollzogen, und besagtem Rathe ausgestellt worden. So geschehen und gegeben zu Wittenberg, am 21. Septembr. 1702

(L.S.) George Heinrich von Dürfeldt, (L.S.) Carl Gottlob von Leubnitz,

(L.S.) Alexander Marschall von Bieberstein

1718

76 Brauberechtigte, l Gasthof

1726

Brauordnung der Stadt Belzig vom 18. September 1726 Unterzeichnet von: Amtmann Jeremias Augustus Steche und Bürgermeister Johann Caspar Schönert  (Domarchiv1241 Lg.Nr.: 1404 Belzig)

1729

76 Brauer

2000 Faß Bier jährlich gebraut in Belzig wobei 600 Wispel Gerste zur Verwendung kamen

1740

Vom 09. – 11. Januar 1740 war die größte Kälte, dazu ein starker Nordwind. Wein und Bier im Keller sind gefroren, in Belzig sind alle Brunnen bis auf einen eingefroren.

1750

Große Feuersbrunst in Belzig, es brannte der Gasthof „Der Ring“ am Markt ab. Das Feuer breitete sich bis in die Kirchgasse aus.

1800

1729 und 1800 2000 Faß Bier jährlich gebraut.

1802

76 Brauer die insgesamt 2000 Faß Bier brauten, wofür 600 Wispel Gerste benötigt wurden.

1806

75 Brauberechtigte

1811

Bierbrauereien und Hopfenanbau maßgebend in Belzig.

1824

Belzig den Junii 1824

Der Syndizis der Brauerschaft sah sich aus Gründen veranlaßt sich im Zollamt aufzuhalten, zu welchen sich sämtliche Brauberechtigten Bürger selbiger Stadt, an dem heutigen Tage um eine Versteigerung zu veranstalten.

Der hießige Brauberechtigte Bürger und Böttgermeister Friedrich Hannemann hat unter den 8.ten Juni eine Broilische Auflassung eingegeben, um ihn daß am 23. Mai inhibierte Malz wieder zu vergütigen. Es wurde einstimmig beschlossen, daß inhibierte Brau Maltz an den Meistbietenden, in einzelnen Getreide Scheffel zu verkaufen, und mit dem daraus gelosten Gelde, nun den Vorschuß an die Brauerschafts Kasse zuschicken, als Vorschuß dazu zu legen. um den gen.Hannemann für gemachte Forderung zu bezahlen So wurde dafür vorgeschrieben, nun das Malz an den Meistbietenden zu verkaufen. Es erhielt also

1. Jh. Christian Dorno – l Scheffel Gerstenmalz mit l Gulden

2. Gottfried Bencke – l Scheffel Weitzenmalz mit l Gulden 12 Groschen

Am 11.ten Juni wurde das von den gen. Hannemann inhibierte Malz desselbige bei den Syndicus Jh. Wohlhaupt aufbewahrt lag, von den Braumeister Konrad ausgemaßen, das sich jand beim hiesigen Sindiccis W. S.: – daß die ganze Maß war an 2 Scheffel Weitzen Broischaft und 21 Scheffel 13 Maß Gersten Malz Broischaft

(inhibieren: Lat.: Einhalt tun, hemmen, verbieten), Syndizis oder auch Syndizi: der rechtskundige Vertreter einer Körperschaft )

1831

23. Mai in dem zum Schürschen Gasthof („Goldener Stern“) gehörigen Kuhstall brach ein Feuer aus und griff schnell um sich, es brannten in einer Stunde 4 Brauhäuser (Nr. 5 – 8) und 2 Budenhäuser, 3 Scheunen und mehrere Ställe ab. 13 Familien wurden obdachlos.

1834, 1835, 1843

75 brauberechtigte Bürger

1846

Der mittelalterliche Bierzwang wurde aufgehoben. Davor durfte hier kein auswärtiges Bier verkauft werden, nur der Inhaber des Ratskellers durfte nicht hier gebrautes Bier verkaufen.

1849

Bei Verunreinigung des Belziger Baches mußte der Übeltäter l Taler Strafe zahlen.

Bekanntmachung

„Es ist uns zu unserer Kenntnis gekommen, daß der Stadtbach auf ekelhafter Weise verunreinigt wird. Dies Ungebührnis wird hiermit untersagt und haben wir für jeden Kontraventionsfall eine Strafe von einem Taler festgesetzt.“

Belzig, den 23. Mai 1849

Der Magistrat Heinze, Einem, Dorno, Busse, Geier

1850

Bis zum 31. Oktober 1850 wurde der Gasthof „Zum Goldenen Stern“ vom Posthalter und Gasthofbesitzer Carl Friedrich Schür betrieben, danach übernahm sein Stiefsohn Kaufmann C. A. Wohlhaupt den Gasthof ( 01. November 1850 ).

Anzeige im „Belziger Stadt- und Landboten“ vom 26. Oktober 1850

Indem ich mir erlaube die ergebenste Anzeige zu machen, daß ich meinen Gasthof „Zum Goldenen Stern“ meinem Stiefsohn, dem hiesigen Kaufmann C. A. Wohlhaupt, käuflich überlassen habe und daher das Geschäft vom l. November für dessen Rechnung geführt wird, kann ich es mir nicht versagen, meinen Gönnern, Freunden und Bekannten meinen innigsten Dank für das mir in jeglicher Beziehung bisher geschenkte Vertrauen auszusprechen und zugleich Allen, Allen ein herzliches Lebewohl zuzurufen, mir aber gleichzeitig diese Bitte gestatten zu wollen, auch für die Folge mir ein freundliches Andenken nicht zu versagen. Carl Friedrich Schür, Posthalter und Gasthofbesitzer.

1855

Der Gasthof  „Zur Grünen Tanne„, in Sandberg, gehörte bis 1855 Gottfried Heinrich danach Herrn Bauer.

1858

Noch 9 Brauereien und 4 Branntweinbrennereien in Betrieb.

Eine der Brennereien betrieb Rittergutsbesitzer Koreuber in Sandberg, die Gebäude der Brennerei befanden sich auf dem Gelände des Meierhofes, jetzt Platz „Am Maierhof“

1875

Der Belziger Stadtbach wurde zugedeckt und nur in gewissen Abständen Klappen zum Schöpfen des Wassers angebracht.

1879

Eröffnung der Bahnhofsgaststätte

1892

Brauereibesitzer Gottlieb Benke erhielt am 03. Oktober 1892 die Ausschankgenehmigung für Branntwein und für den Kleinhandel mit Spiritus.

Anzeige im Zauch – Belziger Kreisblatt von 1892

Belziger Gesundheits – Bährenbräu unter diesen Namen liefert jetzt die Brauerei des Herrn G. Benke, vormals Herrn C. Golze gehörig, außer dem bekannten Braunbier auch ein neues Bier dasselbe besitzt anderen Bieren gegenüber sehr bedeutende Vorzüge:  Es berauscht auch bei großem Genuß durchaus nicht, sondern tilgt den durch übermäßigen Alkoholgenuß entstandenen Rausch und so genannten Kater, regt den Appetit an und ist durch große Haltbarkeit, viel natürliche Kohlensäure und seinen Geschmack ein sehr zu empfehlendes Bier. Da dasselbe in einer Temperatur von 10-15 Grad Wärme am besten gedeiht und sehr lange gut und klar bleibt, so dürfte nun auch der Übelstand, der durch häufigen Ausschank von verdorbenen Bier im Sommer bei den Landgastwirten entsteht, durch dieses Bier beseitigt werden. Voraussichtlich muss sich mit solch einem Bier bald auch ein bedeutendes Export-Geschäft entwickeln und da dieses Bier zum großen Teil in Flaschen versandt wird, bieten sich unternehmenden Geschäftsleuten dadurch ein sehr lohnender Geschäftszweig. Von diesem Bier kostet bei Abnahme von 25 Flaschen die Flasche 9 Pfennige. Für Wiederverkäufer l/l  Hektoliter 13 Mark, in Flaschen entsprechend billiger, und erhalten Letztere in genannter Brauerei zur Behandlung des Bieres, sowie in jeder geschäftlichen Hinsicht bereitwillig Anleitung und Hilfeleistung.

1898

Hotel „Schwarzer Adler“ Gustav Benke

Hermann Dorno Conditorei und Cafe

Hotel und Restaurant „Zum Schützenhaus“ Franz Hoffmann

Viktoriagarten Fritz Milkert

Hotel „Burg Eisenhardt“ Paul Kirsten

Hotel „ZumGoldenen Stern“ Hans Germershausen

1900

Besitzer von Lokalen

Goldener Stern Gennershausen

Schützenhaus E. Adam ( auch 1903 )

Schwarzer Adler Benke

Ratskeller Milkert

Burg Eisenhardt Kirsten

3 Brauereien bestehen noch, es gibt 20 Schankstätten

Zauch -Belziger – Kreisblatt Anzeige ( 08.08.1900 )

,, Ein ordentliches älteres Mädchen welches mit Vieh Bescheid weiß, wird sofort oder zum 1. Oktober gesucht. A. Heinrich, vorm. Benke, Brauerei“

um 1900

Flasche von Brauereien

Abb. Bierflaschen der Brauereien Bienengräber, Berger, Dorno und  Lüdicke

Folgende Brauereien gab es noch:

W. Benke, G. Damelang, W.Bienengräber, Dorno, Pritsche, G. Gallin. K. Wels, Fr. Lüdicke, A. Heinrich, K. Hiob, G. Bergemann. Fritz Wricke, W. Knape, Schröder, Seeger, Schütze, G. O. Straubel, G. Pau, Fritz Pax (Wiesenburg ).

1903

Bau des Saals beim Wirt Fritz Thiele – Grüne Tanne –

Zauch -Belziger – Kreisblatt Anzeigen (22. 07.1903)

„Heute. Mittwoch,frisches Braunbier bei A. Heinrich“

1906

Während des Saalbaus bei Kirsten (Lokal Burg Eisenhardt) streikten die Belziger Bauarbeiter Sie erhielten zu dieser Zeit 32 Pfennig Stundenlohn als Maurer, ein gerade Ausgelernter erhielt 25 Pfennig. Verlangt wurden 5Pfennig Zulage Nach 6 Wochen Streik erfolgte eine Einigung auf eine sofortige Zulage von 3 Pfennig. Über die restlichen 2 Pfennig sollte Anfang des nächsten Jahres verhandelt werden. Die Einweihung des neuen Saal in der Gaststätte Kirsten erfolgte am 06 Dezember 1906.

1927

Gaststätten und Ausschanke

1. Hotel Burg Eisenhardt Brandenburger Strasse 22

2. Hotel „Zum Goldenen Stern“ Große Wiesenburger Strasse 6 Inhaber: Hans Germershausen (existierte bis 1949)

3. Gastwirtschaft Karl Ammedick Bahnhofstrasse 7 (20. April 1906 Firma Eduard Klimheit, Inhaber Viktor Ammedick in Sandberg ins Handelsregister eingetragen)

4. Gastwirtschaft Karl Ehrensack Gliener Strasse l ( Goldener Löwe )

5. Gastwirtschaft Emil Knorr Sandberger Strasse 18

6. Gastwirtschaft Karl Benisch Sandberger Strasse 14

7. Gastwirtschaft Kaufmann Otto Pfennigsdorf Sandberger Strasse 8

8. Gastwirtschaft Wilhelm Benke Brandenburger Strasse 55

9. Gastwirtschaft W. J. Bienengräber Sandberger Strasse 11

10. Gastwirtschaft Hoffmann Niemegker Strasse 8

11. Gastwirtschaft Wilhelm Bräkow Lübnitzer Strasse 38

12. Gastwirtschaft Anton Jäger Brandenburger Strasse 48

13. Gastwirtschaft Otto Milkert Große Wiesenburger Strasse 13

14. Zum Alten Ratskeller Große Wiesenburger Strasse 6

15. Gastwirtschaft Viktoriagarten Inhaber Willi Daniel Niemegker Strasse

16. Konditorei Hermann Dorno Sandberger Strasse 15

17. Konditorei Otto Güttler Kleine Wiesenburger Strasse 26

18. Gastwirtschaft Paul Leben Kleine Wiesenburger Strasse 24

19. Gastwirtschaft „Zur Gerichtslaube“ Inhaber Wilhelm Westhoff Wittenberger Strasse l

20. Gastwirtschaft Emil Richter Brandenburger Strasse 50 Zur Weintraube

21. Gastwirtschaft Künnemann

22. Gastwirtschaft Fritz Thiele Bahnhofstrasse 3 Grüne Tanne

23. Schützenhaus Inhaber Trittel

Von etwa 1878 bis 1952 befand sich im alten Hospital in der Wittenberger Strasse die Gaststätte „Zur Gerichtslaube“, welches zuerst Fleischermeister Knorr besaß. Kurz vor dem ersten Weltkrieg erwarb die Familie Westhoff das Anwesen und führte das Lokal bis 1952.

1930

Besitzer Ratskeller Robert Bastian

1943

der Viktoriagarten wird Reservelazarett

1945

Der Viktoriagarten wurde umbenannt in Volkshaus und das Schützenhaus in Lindenhof

1950

Das Kino befand sich im Gewerkschaftshaus, ehemals Kirsten (Gaststäte „Burg Eisenhardt)

1951

In der Gaststätte Hackert wurde ein Musteraufklärungslokal eröffnet Inhalt der Aufklärung: „Aufgaben der Nationalen Front im Kampf um Frieden“

Der Besitzer der Gastwirtschaft „Burg Eisenhardt“ verlässt Belzig.

1953

5 Gaststätten wurden durch den HO -Kreisbetrieb übernommen.

1967

Juli – August Renovierung der HOG „Burg Eisenhardt“, Außenputz, Innen Fußbodenerneuerung und malermässige Instandsetzung.

1970

Anfang des Jahres wurde mit der Rekonstruktion der HOG „Stadtmitte“ begonnen, September 1971 Einweihung des renovierten Hotels.

1972

Beginn der Rekonstruktionsmaßnahmen am Fläminggarten, die Baumaßnahmen erfolgten  Etappenweise, Neueröffnung am  07.10.1977.

1975

Der Konsum übernimmt die Gaststätte „Zur Weintraube“ von Paul Richter. Umgestaltung der HOG „Goldener Löwe“ welche später mit dem Namen ..Märkische Bierstube“ wiedereröffnet wurde.

1977

HO hat 16 Gaststätten im Kreis

1980

9 Gaststätten, davon 3 privat.

1982

HO – Kreisbetrieb hat 14 Gaststätten

1983

Oktober 1983 Renovierung des Gastraumes der HOG „Burg Eisenhardt“

1984

Anfang des Jahres Renovierung der HOG „Stadtmitte“, Neueröffnung 30. März 8.00 Uhr

1987

Das Jagdzimmer in der HOG ..Burg Eisenhardt“ wurde bei der Renovierung des Lokals eingerichtet, im Fläminggarten wird im Zeitraum vom Februar bis Mai die Bar umgestaltet

1988

HO hat 15 Gaststätten im Kreis

1990

Die Gaststätte „Zur Weintraube“ bestand bis 1990, am 01. September eröffnet Siegrid Hey darin einen Blumenladen

1992

28. August eröffnet Klaus Hartmann das Burgcafe auf der Burg Eisenhardt

1995

Eröffnet das Bistro „Belzebub“ in der Wiesenburger Straße 16, im März 2000 Aufgabe des Geschäfts. Jetzt befindet sich hier ein griechisches Restaurant.

1996

Eröffnung des Hotel und Restaurants „Belizi“ in der Kurparksiedlung.

1997

07. Januar – 12. April Um- und Ausbau der Gaststätte und des Hotels „Burg Eisenhardt“ (Besitzerin: Astrid Lehmann)

1998

7. September Eröffnung der Cafeterria im Belziger Technologie- und Gründerzentrum.

Brauwesen

Gaststätten und Restaurants

Gasthof Goldene Anker (Jetzt Hotel Burg Eisenhardt)

 Gasthof  Zur Grünen Tanne

Gasthaus Jäger (Hotel Stadtmitte)

Zur Weintraube

Alter Brauhof

Rosenkranz

Gasthof Goldener Stern